Übergabe Landwirtschaftlicherbetrieb - Steuerrecht

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4 Antworten

Land- und Forstwirtschaft ist im Steuerrecht ein Gebiet vor dem selbst die meisten Steuerberater kapitulieren müssen. Selbst im Finanzamt gibt es speziell geschulte Sachbearbeiter dafür und speziell geschulte Außenprüfer.

Wenn die Hofstelle komplett übergebt, gibt der Vater steuerrechtlich seinen Betrieb auf. Er hat dann alle stillen Reserven die darin lagern zu versteuern.

Bevor ihr da irgendwas macht, nehmt einen Steuerberater zu Rate, der sich mit LaFo auskennt.

Außensteuerlich würde ich mich fragen, was es das Landwirtschaftsamt angeht, ob da ein EFH steht oder nicht. Da es auch Bauten auf fremden Boden gibt, könnt ihr bauen, wenn das Bauamt grünes Licht gibt. Zudem hat der Vater das Recht seinen Grund und Boden zu teilen und zu verkaufen oder zu verschenken.

Bonatus 25.01.2013, 09:36

Ähm du hast es doch selber erkannt - Landwirtschaft ist ein spezieller Fall - nicht nur im Steuerrecht - natürlich geht es das Landwirtschaftsamt was an, wenn dort ein EFH gebaut werden soll - Stichtpunkt Höfeordnung

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Meandor 25.01.2013, 16:44
@Bonatus

Sorry, ich komm aus Süddeutschland. Die Höfeordnung gilt nur für vier Bundesländern in Norddeutschland. Daher war mir die Sache unbekannt. Hier hätte das Landwirtschaftsamt nix damit zu tun.

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Ihr habt die Frage doch schon x mal hier so oder ähnlich gestellt. Ich kann euch nur raten geht zu dem Steuerberater eures Schwiegervaters und besprecht mit ihm was ihr vorhabt. Der Schritt zwei ist der Gang zu einem Fachanwalt (Landwirtschaft) und zum Schluß vom Amt absegnen lassen. Was ihr hier macht ist stochern im Nebel. Und falls ihr die Kohle für die Beratung nicht über habt - nun dann könnt ihr ganz beruhigt weiter leben...

schlunzino 25.01.2013, 19:41

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort.- ganz blöd sind wir ja auch nicht und wir man um Artikel lesen kann steht dort drin das wir noch zum Notar bzw. Steuerberater gehen.

Übrigends ist dies eine Internetseite um Fragen zu stellen, warum dann der blöde Satz "Ihr habt die Frage doch schon x mal hier so oder ähnlich gestellt".- soll ich hier Fragen einstellen und von anderen Mitglieder fragen beantworten oder die aktuellen Staunachrichten oder ähnliches einstellen!!!!

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Bonatus 26.01.2013, 10:02
@schlunzino

Naja da bin ich mir nicht ganz sicher ;) Aber du hast recht, hier tummeln sich die Fachanwälte für landwirttschaftliches Steuerrecht - leute gibts

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Die Antworten sind alle sehr gut. Landwirtschaft im Steuerrecht ist wirklich speziell. Von der Beratung durch den Bauernverband halte ich nichts. Da müssen wirklich Spezialisten ran. Zusammenfassend ist eines zu sagen, wenn ihr auf dem Grundstück des Vaters baut ohne das der Grund euch gehört, dann gehört das gebaute Haus auch dem Vater, Punkt.

Noch komplizierter macht das ganze euere "Nichtheirat". Warum eigentlich. Gibt es dafür Gründe. Dann würde ich aber auch kein Haus gemeinsam bauen.

Hallo,

auch die Wirtschaftsgebäude sind notwendiges Betriebsvermögen im Sinne eines landw. Betriebs in Verbindung mit den landw. Flächen.

Ich würde das Einfamilienhaus auf einem anderen Grundstück planen.

Auch daran denken an die Zeit wenn es mal nicht so gut in der Partnerschaft läuft.

Also auch einen Plan B haben und nicht so verbissen auf der Hofstelle bauen zu wollen.

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