Überflüssige Wärmeenergie aus Kühlhaus verwenden

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Warum hat eigentlich der Abluftstrom 80°C Temperatur? Eine ideale, reversibel arbeitende Kältemaschine würde die Abwärme auf dem Temperaturniveau der Umgebung abgeben - allerdings wäre der Kühler dann unendlich groß und Du bräuchtest unendlich viele Verdichterstufen mit Zwischenkühlung. Also nimmt man in Kauf, dass die Wärme oberhalb der Umgebungstemperatur abgegeben wird und entsprechend Energie verloren wird.

Es klingt für mich widersinnig, die Wärme, die ein Kreisprozess erzeugt, mit einem anderen Kreisprozess zurückzugewinnen. Ich denke es macht mehr Sinn, in einen verbesserten Kälteprozess zu investieren. Damit erreichst Du, dass der Abluftstrom eine geringere Temperatur hat und Dein Kälteprozess verbraucht weniger Strom.

Wenn Du tatsächlich Wärme bei 80°C wiedergewinnen willst, würde ich an Warmwasser oder Heizung denken. Ein Wärmekraftprozess nutzt wegen der schlechten Temperaturniveaus nur einen kleinen Bruchteil der Wärme und gibt den Rest als Abwärme bei noch weniger Temperatur ab, die dann endgültig nicht mehr zu nutzen ist.

Das Problem ist, dass für Heizung und Warmwasser schon genügend Energie entnommen wurde. Speichern bringt auch nichts mehr, es ginge nur mit Umwandeln oder abtransportieren. Im Moment ist es das Lärmproblem, das eigentlich nur durch Verlegung der geräde bekämpft werden kann

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@Energeizer

Wenn Du die Abwärme von 80°C an die Umgebung nur mit Ventilatoren und entsprechend Lärm abführen kann, dann wird das nicht besser, wenn 90% dieser Wärmemenge bei wesentlich niedrigerer Temperatur abzuführen sind. Wenn Du also ein Problem mit dem Abluftkühler hast, würde ich von einer Nutzung dieser Abwärme in einer Wärmekraftmaschine absehen. Der Nutzen ist gering, die Probleme groß.

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Ich bezweifle auf Anhieb, ob sich die Sache mit dem Stirlingmotor rechnet (v.a. im Sommer). Den Motor könnte ja im Prinzip der Schlachthof selbst zur Kompression an seiner Kühlanlage einsetzen. Interessanter würde ich es finden, wenn sich mehr direkte Abnehmer für die Wärme finden ließen. Dabei fallen die Carnot`schen Energieverluste weg. Bei der Sache ist zu berücksichtigen, dass auch mit zunehmender Effizienz der Abwärme-Nutzung die Wärmeabgabe an die Umgebung und damit wieder die Effizienz der Kühlanlage beeinträchtigt wird: Die Leistungszahl der Kühlpumpe sinkt. Im Grenzfalle müsste der Schlachthof Wärmeleistungen in Rechnung stellen, so ähnlich wie bei Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerken.

Ihr macht Euch alle Denkarbeit in der gleichen Richtung wie ich, allerdings auf einem erhöhten Niveau.

Die Wärme ist da, Abnehmer weit und breit nicht, sie muss wohl vernichtet werden. Ich bedanke mich für die Mühen.

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kommt auf die menge an, aber im prinzip brauchst du nur eine flüssigkeit die unter 80°C siedet, zb alk und eine turbine die durch den aufsteigenden dampf angetrieben wird

Das ist auch eine meiner Denkrichtungen. Der Ausstoß liegt bei 70 kw/h. Es steigt kein Dampf auf, sondern heiße Luft mit den auftriebkräften, die durch eunen Kamin zur Turbine gelenkt werden können Bei der Turbine sehe ich noch ein Problem mit Lärm, aber das könnte lösbar sein. Ich denke, bei Stirlingmotor könnte das auch funktionieren und das ist ein einfaches Gerät.

Trotzdem hilft mir der Denkansatz von Dir. Vielleicht wird das sogar die hilfreichste Antwort. einen Punkt ist mir das wert.

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@Energeizer

wozu brauchen die denn überhaupt die lauten ventilatoren? warme luft steigt doch von alleine auf, wow 70kw/h da geht ja einiges

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@MartinPii

Du kannst auch einen frei konvektierenden Kühler verwenden, der ist aber nicht sehr effektiv und deshalb sehr groß.

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@Energeizer

Wenn Dein Prozess bei Temperaturen zwischen sagen wir mal 40 Grad und 80 Grad arbeitet, dann liegt der Carnot-Wirkungsgrad bei

eta = (Tmax-Tmin)/Tmax = 12.7%

Das wäre der Wirkungsgrad einer technisch perfekten Wärmekraftmaschine, ohne Reibung, mit reversiblem Wärmeübergang, etc. Der schlechte Wirkungsgrad ist physikalisch bedingt. Eine reale Maschine wird eher im Bereich von 5% liegen. Damit klingt die Wärmerückgewinnung sehr unwirtschaftlich.

Bei 70 kW (Die Einheit kW/h ist ein Irrtum, richtig?) würdest Du also ca. 3500 Watt erzielen, das ist für einen solchen Aufwand sehr wenig. Zum Vergleich: 35 Glühbirnen a 100 Watt oder 2 Elektroherde.

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@Defaetist

Vielen Dank, es sind 70kW, aber die Antwort hilft mir wieder ein Stück weiter..

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@MartinPii

Weil die Külung auf dem Dachbetrieben wird und durch den Wärmetauscher nach dem Verdichter die Abluft übrig bleibt.

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Was würde passieren, wenn es auf der Welt auf einmal keinen Strom mehr geben würde, nicht mal in Batterien oder so wäre Strom, er wäre einfach für immer weg?

Was würde mit den Sachen wie z. B. Atomkraftwerken etc. passieren?

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Welche Art der Dämmung für das Haus? - Energieberater war da

Liebe Forenmitglieder,

ich habe mir im Jahr 2014 ein Zweifamilienhaus gekauft und werde es nun renovieren und modernisieren. In diesem Zusammenhang habe ich mir selbstverständlich auch zahlreiche Gedanken zur Wärmedämmung gemacht. Hier hätte ich gerne ein paar Erfahrungswerte von Euch. Ich habe einen Energieberater beauftragt, sich das Haus anzusehen und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Das Gutachten kam gestern und auf dieser Basis stelle ich jetzt einmal die Informationen für Euch zur Verfügung.

Ist – Zustand: Typ: Zweifamilienhaus nicht gedämmt mit Keller und Wintergarten Baujahr: 1965 Keller: nicht beheizt Heizung: derzeit Ölzentralheizung, Kessel Bj. 1995 Wohnungen: Erdgeschoss mit Wintergarten 1. Obergeschoss Dachgeschoss (Derzeit mache ich aus dem 1. OG und DG eine Wohnung) Dach: ungedämmt, 10er Sparren, Kunstschiefereindeckung Fenster: Kunststoffrahmen Bj. 1990, Glas: U-Wert 3,0 Wohnfläche: 229 m² Warmwasser: dezentrale Versorgung über Durchlauferhitzer Wärmebrücken: Rollladenkästen mit Betonsturz, Heizkörpernischen Wände: Mauerwerk aus 30er Bimssteinen

Berechnung durch Energieberater: Verbrauch Heizöl: 5901 Liter Anlagenverluste: 20173 kWh/a Lüftungsverluste: 10743 kWh/a Transmissionsverluste: 53581 kWh/a

Transmissionsverluste gliedern sich auf in: Dach: 22,2 % Außenwand: 40,9 % Fenster: 25,3 % Keller: 11,6 %

Anlagenverluste gliedern sich auf in:

Heizungsverluste: 79,9 % Warmwasser: 16,2 % Hilfsenergie (Strom): 3,9 %

Vorgeschlagene Modernisierung vom Energieberater: Außenwände: Austausch Haustüranlage Austausch Nebeneingangstür Wärmedämmverbundsystem, 10 cm WLG 022 Dach: Aufsparrendämmung von oben (mit Neueindeckung) 16 cm WLG 024 Keller: Kellerdecke, Wärmedämmung von unten, 8 cm WLG 026 Fenster: Austausch der Fenster gegen 3-fach Verglaste Heizung: Austausch der Heizung gegen Pellets

Meine derzeit geplante Variante:

Dach: Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung je 10 cm WLG 032 Heizkörpernischen: zumauern mit Porenbetonsteinen Rollladenkästen: Sturz ist rausgestämmt, Ersatz durch ROKA Top 2 Fenster: 2 Stück undicht, daher Austausch gegen 2-fach Verglasung mit 1,1er U-Wert Außenwand: keine Dämmung Kellerdecke: Dämmung von unten mit WLG 026 oder WLG 022 max. 10 cm Heizung: ab 09/2015 Anschluss an neues Nahwärmenetz der Gemeinde Heizkörper: hydraulischen Abgleich vornehmen lassen Solar: evtl. Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung Öfen: je Wohnung einen Ofen, ggf. mit Wassertasche

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Danke vorab

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