Überbauung mit zwei Gebäuden- Nachbar möchte Brandwand verhindern,ist das rechtens?

1 Antwort

Ohne Plan fällt es mir schwer, deinen Worten zu folgen. Auch die Angabe des Bundeslandes wäre hilfreich.

Zunächst ist (beim Katasteramt) zu klären, ob der digitale Plan den tatsächlichen Grenzverlauf und die tatsächlich vorhandenen Gebäude darstellt. Der Ursprung der Katasterkarten ist sehr unterschiedlich, was sich in der Lagegenauigkeit der Grenzpunktkoordinaten wiederspiegelt (von 1cm bis zu mehreren Dezimetern, in Extremfällen sogar mehrere Meter).

Zumindest das 20 Jahre alte Haus sollte bei der Bauaufsichtbehöde dokumentiert sein. Wirf mal einen Blick in die Bauakte, was damals genehmigt wurde. Ein Grenzüberbau wird durch Duldung nicht rechtmäßig, nur was Du verlangen kannst, verändert sich mit den Jahren. Während bei zeitnaher Reklamation eventuell noch ein Rückbau infrage kommt, wäre nach 20 Jahren vielleicht noch eine Grenzregelung durchsetzbar, zumindest aber eine Entschädigungszahlung. Wie lange bist Du schon Eigentümer? Kannst Du ausschließen, dass eine Zahlung bereits erfolgte?

So wie Du den Fall schilderst, bist Du im Recht, nur das gegen einen unwilligen Nachbarn durchzusetzten, wird wahrscheinlich anstrengend. Ein unerfahrener oder unmotivierter Anwalt kann auch mehr schaden als nutzen. Versuche dem Nachbarn dein Anliegen zu erklären, frage nach seinen Lösungsvorschlägen. Wenn nichts hilft, investiere viel Zeit in die Anwaltssuche.

Hallo Feldnuss

den Digitalen-Plan Ausschnitt kann ich dir gerne zu kommen lassen. Emailadresse ?

Bundesland : Bayern

Digitaler-Plan passt und ist auch vom örtlichen  Vermessungsamt.

Wir sind seit Juni 2016 Eigentümer. Nein eine Zahlung wurde nie getätig.

Bauen darf ich auf meiner Grenze. Mir geht's ehr um die Überbaute Überdachung. Die muss er rückbauen damit wir die 24er Mauer erstellen können auf der Grundstücksgrenze. 

Mit freundlichen Grüßen 

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@DERNACHBAR2017

Die Aussage des Nachbarn lässt wenig Hoffnung auf eine gütliche Einigung. Dennoch würde ich das Gespräch nochmal suchen, da eine juristische Auseinandersetzung viel Zeit, Geld und Nerven kostet. Um gut vorbereitet in das Gespräch zu gehen, würde ich die Fakten belegbar sammeln, also Gebäudeeinmessungsriss(e) der überbauten Gebäude vom Vermessungsamt besorgen, mit diesen zur Baugenehmigungsbehörde gehen, dem Sachbearbeiter dein Problem schildern und Einsicht in die Bauakte des "neuen" Wohnhauses nehmen. Wenn ein Bauverstoß vorliegt, kannst Du gleich klären, ob die Behörde eventuell einschreitet, wenn keine Einigung mit dem Nachbarn erzielt wird. Vielleicht bekommst Du auch eine Kopie des genehmigten Lageplans, den Du dann mit der Gebäudeeinmessung vergleichen kannst.

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