Überarbeitet, was soll ich nur tun?

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3 Antworten

Nun, wie du merkst gehst du gerade kaputt, das heißt es wird sich so oder so bald etwas ändern, denn lange kannst du es so nicht mehr durchziehen, da du den körperlichen und psychischen Zusammenbruch nicht nur ansteuerst, sondern mit Vollgas und Ferrari auf dem Weg dorthin bist.

Zuallererst: Höre sofort mit dem Alkohol auf, denn er hilft gar nicht sondern ist der Ferrari in meiner Metapher. Entzugsklinik lässt grüßen.

Dann konfrontiere deinen Chef noch einmal selbtbewusst und beharrlich mit den Tatsachen. Bisher lügst du ihn mit Grippe und Erkältung an, was die Sache nicht besser macht. Denn so sieht dein Chef nicht so ganz, was dein Problem ist.

Im schlimmsten Fall entlässt er dich, was jedoch gesundheitlich vermutlich sehr gut für dich wäre. Wirst du gekündigt, hast du auch Anspruch auf Arbeitslosengeld, nur nebenbei. Du fällst also nicht auf die Straße. Dann hast du such wieder Zeit, eine andere Stelle zu suchen.

Versteh mich nicht falsch, ich will nur, dass du wirklich realistisch siehst, was schlimmstenfalls passieren kann und das es nicht der Untergang wäre. So kannst du auch etwas Druck von dir nehmen. Du fährst nämlich gerade die Burn-out-Schiene, in der du glaubst du müsstest jetzt für zwei arbeiten, obwohl es rein objektiv nicht geht. Du kannst nicht für zwei arbeiten, also versuche es auch nicht mehr. Was du nicht schaffst, schaffst du nicht und im schlimmsten Fall verlierst du deinen Job. Auch dann geht es weiter!

Gibt es bei euch sowas wie einen Personalrat, einen Gewerkschaftsvertreter oder einen Chef über deinem, an den du dich wenden kannst? Hast du einen Anwalt?

Und höre auch auf, deinen Hausarzt anzulügen, denn auch der kann dir nur dann helfen, wenn du ehrlich bist und aufhörst, unbedingt den Schein wahren zu wollen, womit du dich gerade selber boykottierst.

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Kommentar von darksilver93
16.08.2016, 22:38

Danke für deine Antwort. Ja mir ist es voll bewusst das ich genau darauf zusteuer. Das Problem warum ich auch meinen Hausarzt anlüge ist glaube ich einfach, das ich zu hohe Ansprüche an mich selbst habe. Ich will meine Arbeit gut machen und bevor sich diese Situation entwickelt hat, machte mir der Job auch Spaß. Mir fällt es sehr schwer mit anderen Personen darüber zu reden, weil ich mir ja dann auch irgendwie eingestehen muss das ich selbst versage. 

Eine Gewerkschaft gibt es bei uns, die ist aber leider nicht so ganz vertrauenswürdig und steckt mit der Führungsetage unter einer Decke. Habe aber noch eine Rechtsschutzversicherung, eventuell werde ich mir da mal noch einen Rat suchen.

Irgendwas muss ich auf jeden Fall tun. Werde direkt morgen nochmals eindringlich auf meinen Chef einreden und die Situation erneut schildern. 

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Ich glaube Du wirst um einen (möglicherweise für dich unangenehmen) Entschluß nicht herumkommen, um deine Situation zu entspannen. Das Arbeitspensum ist für zwei, evtl. drei Mitarbeiter ausgelegt, welches Du alleine bewerkstelligen sollst. Dann soltte Dein Chef auch dafür sorgen, dass dafür ausreichend Personal vorhanden ist. Ich an deiner Stelle würde eine Rechtsberatung für Personal-/Arbeitsrecht aufsuchen, die Situation schildern und mich beraten lassen, wieviel zusätzliche Zeit (unausgesprochen) du deinem Chef zugestehen solltest, NACHDEM du mit ihm ein weiteres (?) Mal über deine dich erdrückende ArbeitsBelastung offen gesprochen hast. Und eben auch welche Rechtsmittel du anwenden kannst, falls nach Ablauf dieser (deinem Chef ggü unausgesprochenen) Frist kein weiteres Personal eingestellt wurde. Die Alternative dazu wäre zu warten bis du mit einem ausgewachsenen Burnout (oder schlimmer) zusammenbrichst und dann womöglich nach längerer Krankschreibung auch nicht mehr in deinen Job zurück willst und dir schließlich doch einen anderen (vielleicht schlechteren) Job suchen mußt. 

Es gibt schließlich gute Gründe, warum Arbeiter im vergangenen Jahrhundert hart für Arbeitrechte gekämpft haben.

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Wenn du selbst im Urlaub nicht mehr entspannen kannst und das Wochenende nur kurz da um zu Luft holen. Dann sind das zu viele Probleme mit deiner Arbeit und eine paar warme Worte von Anonymen werden dir nicht wetierhelfen. Entweder die obere Abteilung davon informieren mit Anschreiben das mit den begrenzten Personal für dich als Führungskraft es dich überstrapaziert. Und durchweg anhaltendes  Leistungsdruck durch mehrere Endtscheidungsbereichen die Arbeit - und Servicequalität  vermindert wird. 

Auch wie es oben bei dir geschrieben, das du es schon bei denen  die Situation erklärt hast. Und du kannst nix dafür wenn die das nicht verstehen oder blind wegschauen.

wenn du dich entscheidest dort an deiner Arbeitgeber zu bleiben. Es weiter zu machen wie bisher was aber in deinem Text für mich deutet ,dass es für dich nicht mehr lange tragbar ist. Oder in einem anderen Arbeitsbereich in der Firma mit weniger Belastung was aber für dich körperlich und seelisch machbar ist.

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