Über welche Mauern sprang David?

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9 Antworten

Das ist meines Erachtens sinnbildlich gemeint. Und habe das in dieser Form schon oft erlebt. Auch heute noch....

Dass man unüberwindlich scheinende Hindernisse doch meistern kann. Vielleicht weil man im Glauben an Gott eine Klarheit im Geist  und Energie gewinnt, ein Vertrauen in ihn, und in die Fähigkeiten, die er in mich hineingelegt hat.

Eine  glückliche, vertrauensvolle Beziehung zu einem andern Menschen ist eine große Kraftquelle, das weiß jeder. Eine solche Beziehung zu Gott ist es noch mehr.

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Der Text lautet:

(2. Samuel 22:30) 30 Denn durch dich kann ich gegen eine Plündererstreifschar anrennen, Durch meinen Gott kann ich eine Mauer erklimmen.

Dieser Text hat einen Paralleltext in Psalm 18:29.

In der Überschrift zu diesem Psalm findest Du Hinweise auf die Bedeutung des Textes. Dort heißt es:


Dem Leiter. Von Jehovas Knecht, von
David, der zu Jehova die Worte dieses Liedes redete an dem Tag, an dem
Jehova ihn aus der Faust aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls befreit hatte. Und er sprach dann: ...




  • Saul hat mehrmals versucht, David zu töten. Beispiele dazu:

(1. Samuel 19:1) 19 Schließlich redete Saul zu Jọnathan, seinem Sohn, und zu allen seinen Dienern davon, David zu Tode zu bringen. 

(1. Samuel 19:10-13) 10 Demzufolge suchte Saul David mit dem Speer an die Wand zu spießen, er aber wich vor Saul aus, so daß er den Speer in die Wand stieß. Und David seinerseits floh, damit er während jener Nacht entrinnen könnte. 11 Später sandte Saul Boten zum Haus Davids, um es zu bewachen und ihn am Morgen zu Tode bringen zu lassen; doch Mịchal, seine Frau, teilte [es] David mit, indem [sie] sprach: „Wenn du deine Seele heute nacht nicht entrinnen läßt, wirst du morgen ein zu Tode Gebrachter sein.“ 12 Sogleich ließ Mịchal David durchs Fenster hinunter, damit er gehen und weglaufen und entrinnen konnte. 13 Dann nahm Mịchal das Tẹraphimbild und legte es auf das Ruhebett, und ein Netz aus Ziegenhaar tat sie an die Stelle seines Kopfes, wonach sie es mit einem Kleid zudeckte.

(1. Samuel 20:31) 31 Denn alle Tage, die der Sohn Ịsaïs auf dem Erdboden lebt, wirst du und dein Königtum nicht feststehen. So sende nun hin, und hol ihn zu mir, denn er ist zum Tode bestimmt.“

(David war ein Sohn Isais)

  • Jehova gebrauchte David auch, um seine Gerichtsurteile an anderen Völkern zu vollstrecken und David konnte dabei ebenfalls auf die Hilfe Jehovas vertrauen. Beispiele dafür:

(2. Samuel 5:6, 7) 6 Demzufolge zogen der König und seine Männer nach Jerusalem gegen die Jebusịter, die das Land bewohnten, und sie begannen zu David zu sagen: „Du wirst hier nicht hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich bestimmt wegtreiben“, indem sie dachten: „David wird hier nicht hereinkommen.“ 7 Trotzdem ging David daran, die Feste Zion einzunehmen, das heißt die Stadt Davids. 

(2. Samuel 5:19-21) 19 Und David begann Jehova zu befragen, indem [er] sprach: „Soll ich gegen die Philịster hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben?“ Darauf sagte Jehova zu David: „Zieh hinauf, denn ich werde die Philịster ganz bestimmt in deine Hand geben.“ 20 So kam David nach Baal-Pẹrazim, und dort schlug David sie schließlich nieder. Da sprach er: „Jehova hat meine Feinde vor mir durchbrochen gleich einer von Wassern verursachten Bresche.“ Darum gab er jenem Ort den Namen Baal-Pẹrazim. 21 Folglich ließen sie ihre Götzen dort, und so nahmen David und seine Männer sie weg. 

(1. Samuel 23:1-4) 23 Im Laufe der Zeit wurde David berichtet und gesagt: „Siehe, die Philịster bekriegen Keịla, und sie plündern die Dreschtennen.“ 2 Und David befragte dann Jehova, indem [er] sprach: „Soll ich gehen, und soll ich diese Philịster niederschlagen?“ Hierauf sprach Jehova zu David: „Geh, und du sollst die Philịster niederschlagen und Keịla retten.“ 3 Daraufhin sagten Davids Männer zu ihm: „Siehe! Wir fürchten uns, während wir hier in Juda sind, und wieviel mehr erst, wenn wir nach Keịla gegen die Schlachtreihen der Philịster ziehen sollten!“ 4 Da befragte David Jehova noch einmal. Jehova antwortete ihm nun und sprach: „Steh auf, zieh nach Keịla hinab, denn ich gebe die Philịster in deine Hand.“

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Die Formulierung  "Durch meinen Gott kann ich eine Mauer erklimmen"
hat auch eine übertragene Bedeutung, die zur Zeit der Apostel galt und auch heute noch gilt.

Auch dafür gibt es entsprechende Bibelstellen:

(Apostelgeschichte 1:6-8) 6 Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judạ̈a und Samạria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

(2. Korinther 4:7-9) 7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Kraft, die über das Normale hinausgeht, Gottes sei und nicht die aus uns selbst. 8 Wir werden auf jede Weise bedrängt, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; wir sind ratlos, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; 9 wir werden verfolgt, doch nicht im Stich gelassen; wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet.

Die "Mauer", die wir heute erklimmen können, ist also einmal der Auftrag, bis "zum entferntesten Teil der Erde" die gute Botschaft vom Königreich Gottes zu verkünden.

Außerdem können aber auch persönliche Umstände zu Mauern werden, die erklommen werden wollen.

Ein Beispiel findest Du in diesem Artikel:

Lebensbericht
Jehova sorgt für „die Kraft, die über das Normale hinausgeht“

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2002004


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Die Mauer sind Hindernisse auf dem Weg durchs Leben. Welche Mauer das für David genau war weiß ich jetzt nicht.

Auch heute ist Gott, der Herr, erfahrbar genauso wie zur Zeit Davids.

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Die Psalmen sind sehr poetisch geschrieben. Er meint einfach, dass man mit Gott große Schwierigkeiten überwinden kann.

Reiter gab es zur Zeit Davids keine, bestenfalls Streitwagen.

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Ich sehe in Psalm 18,3 keine "Mauern"

2Sam 22,30 ist rein symbolisch gemeint und kann sowohl Reiter als auch Fußvolk betreffen. Einzige Voraussetzung: man glaubt an Gott! 

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In Ps.18,3 steht:

Ps 18,3 Der HERR ist meine Felsenkluft, meine Burg und meine Zuflucht; mein Gott ist ein Fels, darin ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine Festung.

David "sprang" allso nicht über Mauern...

Und mit unserm Gott "über Mauern springen" meint, dass er sich voll auf Gott verlassen konnte (2.Kor.4,9).

Auf Deutsch sagt man doch auch: "mit ihm kann man Pferde stehlen"...

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Mit dem Glauben kannst du nicht nur über Mauern springen, du kannst sogar Berge versetzen.

Das letztere habe ich jedoch noch nie erlebt.

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Kommentar von KaeteK
23.07.2016, 10:15

Solange du es glaubst, ist Hoffnung :-) Du mußt nur wissen, was die Berge deines Lebens waren, die dir im Weg standen oder stehen. Das macht man sich Sorgen über Sorgen und dann hat Gott schon die Lösung parat..lg

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Ja, und nicht nur einmal in meinem Leben. Was ich ganz besonders schön daran finde, dass auch ich sagen kann " Mein Gott" Ja, er ist mein Gott und mein Herr...Es erinnert mich an eine Stelle: Johannes 20 28Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein HERR und mein Gott!

Ich bin meines Geliebten; und mein Geliebter ist mein - Hohelied 6,3

In welche eine wundervolle Stellung kommen Christen doch durch ihren Herrn und Heiland Jesus Christus :-)

  lg

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Kommentar von Griesuh
23.07.2016, 10:18

Wie verklärt und umnebelt kann ein Mensch eigentlich sein?

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Hallo Fred4u2,

als ich deine Frage las, ist mir "eine Laus über die Leber gelaufen" - ich habe mich geärgert, weil man etwas so Einfaches beantworten soll. - Nun frag bloß nicht, ob Kleiderlaus, Filzlaus oder Kopflaus!

Aber zur Sache: David ist vermutlich überhaupt nicht gesprungen. Der Orientale benutzt einfach nur gerne plastische Bilder, um etwas auszudrücken.

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