Über Rot gefahren?was kann passieren?

7 Antworten

Man muß bei einer Ampel nie eine Vollbremsung machen, um zu halten, dafür gibt es die Gelbphase. Wenn die nicht zum reagieren und halten reicht war man zusätzlich zu schnell und / oder unaufmerksam. Verlass Dich nicht darauf, wenn man hier behauptet, da kommt nichts. Den Papierkram erledigen sie auf der Wache. Wozu sollten sie Dich extra anhalten? 1 - 2 sek. nach Rot rüber heißt 90,- und ein Punkt.

Bei alles unter einer Sekunde reicht theoretisch die Aussage der Polizisten. (einfacher Rotlichtverstoß)

Über einer Sekunde brauchen sie einen eindeutigen Beweis. (qualifizierter Verstoß)

Mal eben so schätzen "Jo, könnten 2 Sekunden sein, macht (...) Euro" ist da nicht.

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Und der Halter sagt das er nicht zum fraglichen Zeitpunkt gefahren ist .

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@apfelbus

und Ich bring zur Verhandlung meine Frau mit die aussagt das sie gefahren ist !
dann hatte selbst der Polizist ein rechtliches Problem !

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@Lkwfahrer1003

Da irrst Du. Deine Frau bekommt ein Problem wegen der Falschaussage, wenn die Pol sagen, Du bist gefahren. Beschuldigte (in dem Fall Du) dürfen lügen, Zeugen nicht und die Pol schon gar nicht. Und denen wird grundsätzlich mehr geglaubt.

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@apfelbus

Dein problem ist , das der Richter nicht weis ob meine frau die Unwahrheit sagt oder der Polizist sich irrt .

Außerdem glaube ich nicht , das sich der Polizist nach 5-6 Monaten noch genau an mich als Fahrer erinnern kann . Und das müsste er nämlich . Selbst ich dürfte ihm dazu dann ein paar fragen stellen die seine Glaubwürdigkeit in frage stellen .

Und das ist nicht mal so schwer wenn man bedenkt , das der Polizist mehrere 100 Personen am Tag sieht und immer wieder mit Verkehrsverstößen konfrontiert wird . Da sieht er so viele Personen , das er sich nicht genau daran erinnert wo und wann er welchen Fahrer bei einem Verkehrsverstoß gesehen haben will .

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@Lkwfahrer1003
Dein problem ist , das der Richter nicht weis ob meine frau die Unwahrheit sagt oder der Polizist sich irrt .

Dein Problem ist, daß Du nicht weißt, daß Polizeibeamten (bzw. "Amtspersonen" generell) grundsätzlich mehr geglaubt wird als anderen Zeugen, weil sie bereits vereidigt sind. Das ganze wird noch verstärkt, wenn der Zeuge ein Angehöriger oder gar die Ehe - / Lebenspartner ist. Unter Juristen nennt man das schlechte Zeugen. Man geht einfach davon aus - und Deine Äußerungen zeigen je, daß man damit nicht falsch liegt - daß Frauen evtl. dazu neigen könnten, zu Gunsten ihres Liebsten auszusagen.

Außerdem glaube ich nicht , das sich der Polizist nach 5-6 Monaten noch genau an mich als Fahrer erinnern kann 

Was Du glaubst ist unerheblich. Kann er das nicht, muß er es so auch sagen, kann er es ebenfalls. Wie gesagt, man wird ihm in jedem Fall mehr Glauben schenken als dem Beschuldigtem oder sog. schlechten Zeugen.

... wenn man bedenkt , das der Polizist mehrere 100 Personen am Tag sieht und immer wieder mit Verkehrsverstößen konfrontiert wird . Da sieht er so viele Personen , das er sich nicht genau daran erinnert wo und wann er welchen Fahrer bei einem Verkehrsverstoß gesehen haben will . 

Schon mal was von Notizen gehört? Und von Akten, in die er zur Vorbereitung noch mal schauen könnte?

Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, Du sagst nein, Deine Frau sagt nein, Polizei sagt ja - Polizei wird geglaubt.

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@apfelbus
Und von Akten, in die er zur Vorbereitung noch mal schauen könnte?

Er ist weder Staatsanwalt noch Rechtsanwalt oder beschuldigter . Aus welcher Rechtsgrundlage sollte er zur Vorbereitung seiner Zeugenaussage nochmals in die Akten schauen dürfen ?

Warst du schon mal bei einem Verkehrsgericht ?

Vermutlich nein . Die Aussage meiner Frau wird genauso behandelt wie die von einem Polizisten .

Schon alleine deswegen , weil sich meine Frau dieser OWI selbst beschuldigt .

Der Polizist müsste mich " zweifelsohne " identifizieren .

Das wird ihm bei der Momentaufnahme , bei der er

den zeitlichen abstand zwischen Rotlicht und Haltelinie feststellen musste .

mein KFZ Kennzeichen notieren und noch mich als Fahrer Zweifelsohne feststellen .

nicht gelingen . Schließlich wird mein Rechtsanwalt seine Aussage diesbezüglich sehr schnell und leicht ins wanken bringen . Und dies recht schon um einen Zweifel an der aussage des Polizisten zu wecken .

Die meisten Aussagen eines Polizisten bei Owi´s vor Gericht sind :

Ich kann mich nicht erinnern .

Noch dazu schreibt der FS , die Polizei stand links neben mir . Eine Fahreridentifizierung von der Seite oder gar von hinten ist nicht gerichtsfest . Der Polizist könnte den Fahrer noch nicht einmal ansatzweise beschreiben und will ihn dann zweifelsohne vor Gericht identifizieren ?

Ohne Fahrerfeststellung vor Ort wird das nichts .

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@Lkwfahrer1003
Und von Akten, in die er zur Vorbereitung noch mal schauen könnte?
Er ist weder Staatsanwalt noch Rechtsanwalt oder beschuldigter . Aus welcher Rechtsgrundlage sollte er zur Vorbereitung seiner Zeugenaussage nochmals in die Akten schauen dürfen ?

Sorry, um DIESE Akte geht es auch nicht; er kann jederzeit in jede geschriebene Anzeige schauen und nachlesen was er seinerzeit geschrieben hat.

Die Aussage meiner Frau wird genauso behandelt wie die von einem Polizisten.

Das glaubst Du wirklich? Denke doch mal ganz nüchtern nach. Ein Beschuldigter streitet ab, seine Frau bestätigt seine Aussage. Ein Polizist (der wohlgemerkt einen vereidigt ist und keinerlei persönliches Interesse daran hat, im Gegensatz zum Beschuldigten, der einer Strafe entgehen will) behauptet etwas anderes - bei wem würdest Du eher vermuten, daß er nicht ganz bei der Wahrheit bleibt? Gerichte schenken der Aussage der Pol jedenfalls mehr Glauben und Ehe - / Lebenspartner werden nicht umsonst als schwache Zeugen bezeichnet, auch wenn Du es nicht glaubst.

Schon alleine deswegen , weil sich meine Frau dieser OWI selbst beschuldigt .

Was die Frage aufwirft, was das Ganze überhaupt soll. Dann zahlt sie statt ihr Mann, besonders sinnvol scheint mir das nicht.

Noch dazu schreibt der FS , die Polizei stand links neben mir .

Neben ihm, nicht neben Dir ;-)

Eine Fahreridentifizierung von der Seite oder gar von hinten ist nicht gerichtsfest 

Warum sollte man einen Fahrer von der linken Seite nicht erkennen? Von rechts wird das schwierig, weil er links sitzt, aber von links?

Der Polizist könnte den Fahrer noch nicht einmal ansatzweise beschreiben 

Woher hast Du jetzt diese Info?

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@apfelbus
as die Frage aufwirft, was das Ganze überhaupt soll.

bis zu einem Gerichtsverfahren dauert es länger als 3 Monate , so wäre gegenüber meiner Frau diese OWI verjährt .

Neben ihm, nicht neben Dir ;-)

Ich schrieb ja der Fragesteller ( FS) schrieb :-)

Woher hast Du jetzt diese Info?

Nennen wir es Erfahrung :-) .

Probiere es einfach mal selbst aus .

Stell dich auf eine linksabbiegespur und versuch dir ein Fahrzeug das gerade an dir rechts vorbei fährt die KFZ Nummer und das Aussehen des Fahrers zu merken .

Und bei einem Polizisten kommt noch dazu , das der Fahrer ja erst einmal einen verkehrsverstoß begehen muss bevor er mit Feststellungen beginnt .

Probiere es mal aus , du wirst feststellen das dies nicht möglich ist .

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@Lkwfahrer1003
as die Frage aufwirft, was das Ganze überhaupt soll. 
bis zu einem Gerichtsverfahren dauert es länger als 3 Monate , so wäre gegenüber meiner Frau diese OWI verjährt .

Verjährung tritt erst nach sechs Monaten Untätigkeit in Kraft (§ 31 II Nr. 4 OWiG)

Woher hast Du jetzt diese Info?
Nennen wir es Erfahrung :-) .

So so, Erfahrung.... in wie vielen Fällen denn? Wirklich so viele, daß man daraus eine Tendenz ableiten könnte?

Stell dich auf eine linksabbiegespur und versuch dir ein Fahrzeug das gerade an dir rechts vorbei fährt die KFZ Nummer und das Aussehen des Fahrers zu merken . 
Und bei einem Polizisten kommt noch dazu , das der Fahrer ja erst einmal einen verkehrsverstoß begehen muss bevor er mit Feststellungen beginnt . 
Probiere es mal aus , du wirst feststellen das dies nicht möglich ist .

Würde er erst durch das Überfahren der roten Ampel darauf aufmerksam wäre das sicher unmöglich. Jedoch, wenn man auf dem Linksabbieger steht, sieht man a) das geradeaus rot hat und b) daß sich jemand nähert, der offenbar nicht die Absicht hat zu halten. Dafür bekommt man einen Blick.

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@apfelbus
Verjährung tritt erst nach sechs Monaten Untätigkeit in Kraft (§ 31 II Nr. 4 OWiG)

Verkehrsordnungswidrigkeiten verjähren nach 3 Monaten ! § 26 Abs.3 STVG

So so, Erfahrung.... in wie vielen Fällen denn? Wirklich so viele, daß man daraus eine Tendenz ableiten könnte?

Ähm , schätzungsweise so 30-40 fälle . Ich geh so ca. 1-2x im Monat zum Amtsgericht und schaue bei Verfahren zu . Und dies schon seid nahezu 30 Jahren.

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@Lkwfahrer1003

Die Frist der Verfolgungsverjährung beträgt bei Ordnungswidrigkeiten nach § 24 drei Monate. Nun schau mal nach, worum es im § 24 geht.

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§ 31

Verfolgungsverjährung

(1) 1Durch die Verjährung werden die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und die Anordnung von Nebenfolgen ausgeschlossen. 2§ 27 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bleibt unberührt.

(2) Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten verjährt, wenn das Gesetz nichts anderes bestimmt,

1. in drei Jahren bei Ordnungswidrigkeiten, die mit Geldbuße im Höchstmaß von mehr als fünfzehntausend Euro bedroht sind,2. in zwei Jahren bei Ordnungswidrigkeiten, die mit Geldbuße im Höchstmaß von mehr als zweitausendfünfhundert bis zu fünfzehntausend Euro bedroht sind,3. in einem Jahr bei Ordnungswidrigkeiten, die mit Geldbuße im Höchstmaß von mehr als eintausend bis zu zweitausendfünfhundert Euro bedroht sind,4. in sechs Monaten bei den übrigen Ordnungswidrigkeiten.

(3) 1Die Verjährung beginnt, sobald die Handlung beendet ist. 2Tritt ein zum Tatbestand gehörender Erfolg erst später ein, so beginnt die Verjährung mit diesem Zeitpunkt.

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@apfelbus
Nun schau mal nach, worum es im §  24 geht.

Ähm ,

Soweit im Bußgeldkatalog verzeichnet , handelt es sich um eine Verkehrsordnungswidrigkeit nach § 24 STVG.

§ 24 Abs.1 STVG :
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig einer Vorschrift einer auf Grund des § 6 Absatz 1, des § 6e Absatz 1 oder des § 6g Absatz 4 erlassenen Rechtsverordnung oder einer auf Grund einer solchen Rechtsverordnung ergangenen Anordnung zuwiderhandelt, soweit die Rechtsverordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist. Die Verweisung ist nicht erforderlich, soweit die Vorschrift der Rechtsverordnung vor dem 1. Januar 1969 erlassen worden ist.

Tatbestandsnummer :137600

Sie missachteten das Rotlicht der Lichtzeichenanlage.

 § 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132 BKat

§ 26 Abs. 3 STVG
3) Die Frist der Verfolgungsverjährung beträgt bei Ordnungswidrigkeiten nach § 24 drei Monate, solange wegen der Handlung weder ein Bußgeldbescheid ergangen noch öffentliche Klage erhoben ist, danach sechs Monate.
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Da passiert nichts !

das ganze scheitert an der Fahrerermittlung .

der Halter behauptet ganz einfach zum fraglichen Zeitpunkt nicht gefahrenen zu sein , benennt den Fahrer bzw. Die Fahrerin sobald man diesen beschreibt .

Ich glaub nicht, dass da was kommt, wenn sie dir nicht nachgefahren sind. Die haben auch manchmal andere Sachen zu tun als auf andere Autos zu gucken.

Ich würde sagen, es passiert gar nichts. Sie hätten dich sonst angehalten und nach deinen Personalien gefragt.

Wenn sie es gesehen haben hätten sie dich angehalten.

Mach dir also keine Sorgen (:

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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