Über Paypal betrogen, Inkasso eingeschaltet und muss Paypalguthaben ausgleichen. Was kann ich tun?

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6 Antworten

Meiner Meinung nach macht es sich PayPal in solchen Fällen sehr einfach. Ich würde nichts ausgleichen. PP ist der Zahlungsdienstleister und wenn geklaute Kreditkarten verwendet werden, dann ist PP in der Pflicht und nicht Du.

 Du hast die Aufforderung erhalten zu versenden, weil die Zahlung eingegangen ist. Alles andere ist m.E. in der Verantwortung von PayPal.

Ich würde nichts ausgleichen und auch kein Inkasso zahlen. PP weiß, das sie im Unrecht sind, deshalb ist so ein Fall noch nie zur Anklage durch PP gekommen.
Deinen PP-Account kannst Du dann zwar vergessen, aber das ist wohl das kleinere Übel.

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PayPal hat dir den Geldeingang nicht nur bestätig, sondern auch die Auszahlung zugelassen. Ob und was du versandt hast ist in dem Fall irrelevant, da es ja nicht um irgendeinen Käuferschutz geht, sondern um ein Problem, welches PayPal mit einem anderen Kunden hat. Wenn die dessen Identität nicht prüfen, haben sie halt Pech.

Ich würde der Forderung komplett widerspechen und das auch kurz der Inkassobude mitteilen und die kommenden Brife abheften.

Da bei der Summe ein Mahnbescheid zu erwarten ist, immer pünktlich die Post checken und ggf. voll widersprechen.

Wenn PayPal Sicherheit durch Anonymität verspricht, dann sollen sie auch dafür gerade stehen.

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Soviel zur "Sicherheit" von Paypal für VERkäufer... 

Denen ist egal was DIR passiert ist! Die holen sich das Geld von DIR!

Du musst es dir dann beim Käufer einklagen ;-(

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Kommentar von jabby77
18.01.2016, 12:08

Die machen gar nichts für den Verkäufer wenn man keinen Versandbeleg hat.

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Kommentar von mepeisen
18.01.2016, 12:43

Unabhängig von der wertvollen und richtigen Erkenntnis, dass Paypal einfach Mist ist: Es gibt einen Weg zumindest vorläufig die Zahlungspflicht zu umgehen. Indem man stur darauf beharrt, dass Paypal bitte Beweise für die lustigen Behauptungen erbringen muss, es sei eine gestohlene Kreditkarte gewesen und es habe niemand fahrlässig gehandelt.

Bei einem Paypal-Fakeprofil stellt sich die Frage, wieso Paypal solche Profile ungeprüft zulässt. Damit trifft Paypal eine Mitschuld und somit wird es für Paypal schwer, vor Gericht wirklich etwas einzuklagen. Zudem kommt diese teils willkürliche Handhabe beim Käuferschutz/Verkäuferschutz. Das will sich Paypal von deutschen Gerichten nicht zerrupfen lassen, daher klagen die so gut wie nie.

Natürlich ist das eine ungute Situation. Im Endeffekt muss der Verkäufer sich das Geld vom Betrüger wiederholen, wenn es wirklich ein Kreditkartenbetrug war und niemand grob fahrlässig gehandelt hat. Aber wieso sollte man hier Paypal nicht mal spüren lassen, dass sie sich die Welt viel zu einfach machen. Paypal ist keine Behörde, ist kein Gott. Das, was Paypal so entscheidet und will, hat oftmals mit der gesetzlichen Situation nichts zu tun.

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Du hast zwei Sachverhalte:

1. Die Zahlung der von Dir gelieferten Ware. Hierfür ist der Käufer zuständig.
2. Dein PayPal Konto. Das ist Deine Verantwortung

PayPal wird seine Forderung Dir gegenüber durchsetzen.

Du must Deine Forderung gegen die Abnehmer der Ware durchsetzen.

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Kommentar von mepeisen
18.01.2016, 12:31

PayPal wird seine Forderung Dir gegenüber durchsetzen.

Wenn man sich geschickt anstellt, wird genau das nicht passieren. Man verlangt von Paypal einen Beweis für folgende Punkte

  • Dass es eine gestohlene Kreditkarte war (Beweis in Form einer Strafanzeige beispielsweise)
  • Dass Paypal bei der Verifizierung des Kundenkontos gemäß GWG korrekt gehandelt hat
  • Dass derjenige, dem die Kreditkarte gestohlen wurde, sie ordnungsgemäß verwahrt hat

Die gestohlene Kreditkarte alleine ist eigentlich vollständig unwichtig. Es wurde ja von einem Paypal-Konto Geld überwiesen. Der Kontoinhaber ist derjenige, der den Vertrag zunächst einging. Es wird ja nicht behauptet, dass das Konto geknackt worden sei. Wenn er dann mit einer gestohlenen Kreditkarte bezahlt, ist das zunächst ein Problem zwischen Paypal und dem Kontoinhaber.

Was ergänzend als Hintergrundinfo wichtig ist: In solchen Fällen lässt sich Paypal den vermeintlichen Schaden abtreten und dann will es diesen im eigenen Namen geltend machen. Das BGB besagt aber zu Recht: Alle Einwände, die man gegenüber dem Käufer hat, die darf man auch gegenüber Paypal (dem neuen Gläubiger) erheben.

Der Trick an diesem Vorgehen: Üblicherweise wird Paypal niemals diese drei Punkte von oben erfüllen bzw. nachweisen. Damit gibt es aber eine Patt-Situation, denn solange Paypal nicht nachweist, dass alles seine Richtigkeit hat, solange darf man sein Geld zurückhalten.

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Dieser ganze Schlamassel tut mir leid für Dich, ist aber hausgemacht. Gerade bei virtueller Ware sind die meisten Betrüger unterwegs. Biete nie wieder PayPal an beim Verkauf virtueller Ware.
Ich fürchte, die Summe wirst Du als Lehrgeld verbuchen müssen.

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Kommentar von Georg63
18.01.2016, 18:06

Die Summe darf Paypal als Lehrgeld verbuchen - der Frager hat ja sein Geld auf dem Bankkonto.

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Vorerst solltest du das PayPal guthaben ausgleichen dann solltest du die Person anzeigen die das Gekauft hat sofern das der echte name der Person ist.

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Kommentar von jabby77
18.01.2016, 12:03

Er wohnt in einem anderen Land und ich habe nicht genug Geld um das auszugleichen :/

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