U25 jähriger Sohn Sanktionen

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4 Antworten

Von der ARGE können nach § 16a SGB II auch Leistungen für die psychosoziale Betreuung erbracht werden. Ist halt nur die Frage, mit wieviel Interesse und Kompetenz man da rechnen dürfte.. das beschränkt sich wohl oft darauf, dass dem Betroffenen einfach irgendwelche Adressen genannt werden, an die er sich mal wenden soll. Und "freiwillig" (ohne Beantragung seitens des Betroffenen) kommen sie wohl eher selten auf die Idee, in dieser Hinsicht überhaupt etwas anzuleiern.

Wenn seitens des Sohnes aber derzeit eh kein Einsehen in seine Problematik vorliegt, würde er da wohl sowieso nichts beantragen.

Hat früher schon mal Kontakt mit dem Jugendamt bestanden ? Je nach Ort könnte ggf. auch noch das Jugendamt zuständig sein; in der Regel werden Leistungen der Jugendhilfe aber nur gewährt für junge Erwachsene bis zu einem bestimmten Alter und /oder nur, wenn sie bereits als Jugendliche in der Jugendhilfe waren.

Ansonsten sprecht doch mal mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst der zuständigen Kommune. An den können sich auch Verwandte wenden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

Wenn eine psych. Erkrankung vorliegt und er die Folgen seines Handelns gar nicht mehr richtig einschätzen kann, ist er krank .. und da ist es ja nicht damit getan zu sagen: "Dann soll der Kranke halt auf der Straße landen.. was juckt es uns".

Ich möchte mich sehr herzlich für deine verständnisvolle und "einfühlame" Antwort bedanken. Ja, mit dem Jugendamt waren wir damals u.a in Kontakt aber auch nur eher ich..Hatte eine Jugendhilfe die eigentlich auf ihn übergreifen sollte :-( .Ich dachte mir diese Stelle wäre nun aufgrund seines Alters keine Anlaufstelle mehr. Der Sozialphsyiatrische Dienst ist mir auch bekannt, hoffte ja, dass die ihn vom Amt da mal hin beordern würden . Wird wohl dann doch erstmal meine nächste Anlaufstelle sein! Nochmals " Danke für diese äußerst hilfreiche Antwort!

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Wenn du ihn immer weiter "unterstützt" lernt er es nie. Die Sanktionen bestehen vollkommen zu Recht. Er soll sich schon mal auf ein Leben auf der Straße vorbereiten.

Also, man könnte sich bemühen, dass Dein Sohn einen Fallmanager bei der Arge bekommt. Es hört sich weiterhin so an als wäre es sinnvoll, dass er unter Betreuung gestellt wird, dies sollte nicht von den Eltern wahrgenommen werden, wobei die Auswahl des Betreuers sehr wichtig ist - Menschlichkeit und professionelle Kompetenz. Das Jugendamt wird sich hier nicht mehr berufen fühlen. Weiterhin möglich durch einen Betreuer oder auch durch den Fallmanager ein psychologisches Gutachten, das ihn vielleicht erstmal aus dem normalen Betrieb nimmt und ihm damit Zeit verschafft zu sich selbst zu finden > Therapie z.B.

Wenn die Sanktionen für Oktober, November, Dezenber verhängt sind und der Januar ganz normal bewilligt wurde, erhält er im Januars ganz normal sein Leistung.
Zur zweiten Frage: die ARGE darf sich nicht weigern, den Antrag anzunehmen und zu bescheiden - gibt wenige Ausnahmefälle. Notfalls muss die Weiterbewilligung sozusagen in eine Sanktion hineingehen.

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