Typische elemente der kunst in der renaissance

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3 Antworten

Bildliche Darstellungen auf Tafelbildern und in Skulpturen zeigten während der Gotik vorwiegend religiöse Motive, denn sie dienten der Ausschmückung von Kirchen und Klöstern. In der Renaissance wurden von Fürsten und wohlhabenden Bürgern auch Kunstwerke zur Verzierung ihrer Wohnungen und Repräsentationsräume in Auftrag gegeben. Neben religiösen Darstellungen wurden nun Porträts und Motive aus der antiken Mythologie Gegenstand der Kunst.

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In der Skulptur werden mit Beginn der Renaissance die Gliedmaßen stärker herausgearbeitet und Arme und Beine aus der kompakten körperlichen Einheit herausgelöst. Während in der gotischen Plastik der Eindruck von Bewegung durch den Faltenwurf der Gewänder und beim Standbild durch den typischen S-Schwung, der sich vom seitwärts geneigten Kopf über Schulter und Hüfte in die Gewandfalten der Beine zieht, erreicht wird (1), nimmt die Renaissanceplastik den Kontrapost, wie er in der antiken Bildhauerei entwickelt worden war, als Gestaltungsmittel wieder auf. Hierbei lagert das Gewicht der Figur stärker auf dem einen Bein - dem Standbein - als dem anderen - dem Spielbein (2). Die Anatomie des Menschen wird studiert (die Künstler wohnen Leichensektionen bei oder führen sie selbst durch - obgleich diese zwischen 1350 und 1560 durch die Kirche untersagt waren), und die Kenntnisse fließen in die Darstellung ein.

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In der Malerei wurde während der Gotik eine räumliche Gliederung zunächst dadurch erreicht, dass das vordere Element das hintere verdeckte. Die relative Größe einer Figur machte oft keine Aussage darüber, ob sie sich im Vorder- oder Hintergrund befindet, sondern über ihre soziale oder religiöse Bedeutung (Bedeutungsperspektive) (3). Oft gab es gar keine Raumtiefe und die Darstellung schwebte in einem religiösen "Über-Raum", der durch Goldgrund symbolisiert wurde. Zeitlich aufeinanderfolgendes wird mitunter in einem Bild untergebracht, so dass dieselbe Figur mehrfach in verschiedenen Situationen auftaucht (4).

All das war in der Renaissancemalerei nicht mehr möglich. Man strebte einen wirklichkeitsnahen Raumeindruck an: Gliederung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund, natürliche Größenverhältnisse der Figuren untereinander, Anwendung der Zentralperspektive, was dazu führt, dass Elemente im Vordergrund größer sind als Elemente im Hintergrund, Luftperspektive bei Landschaftsdarstellungen (allmähliches Verblauen des fernen Hintergrunds) (5). Die Figuren selbst werden teilweise kühnen perspektivischen Verkürzungen unterzogen (6). In der Darstellung wird Detailreichtum gesucht. Pflanzen, Tiere, Landschaften werden in natura studiert und der Natur nachgebildet (7). Bei der Aufteilung der Bilder werden mathematische Prinzipien wie der Goldene Schnitt angewandt (8).

flower3 06.10.2010, 19:55
@gracchus

So schade!!!! Ich habe deine gute Erklärung erst jetzt, nach der Prüfung, gesehen. Aber trotzdem vielen Dank!!!!

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flower3 06.10.2010, 20:09
@flower3

das Bild von Giovanni Bellini gefällt mir besonders gut!

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also wie du vermutlich weist heist renaissance wiedergeburt... so auch in der Kunst die Säulen wurden verschnörkelt und alles wurde dem antiken Grichischen nachgeahmt

so sahen zb die Häuser aus - (Schule, Geschichte, Kunst)
flower3 04.10.2010, 22:03

ok. danke - gab es noch weitere gemeinsamkeiten?

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Ich bin auch kein Kunszexperte, aber ein ganz wichtiger Punkt ist sicher die Entwicklung von perspektivisch richtiger Malerei, "3d"-sozusagen.

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