Typisch deutsche stadt? Merkmale?

6 Antworten

Das ist schwierig. Man kann Städte eher nach der Funktion zum Zeitpunkt der Entstehung unterscheiden. Es gibt da typische Handelsstädte wie Hamburg, Bremen oder Leipzig oder Residenzstädte wie z. B. Potsdam oder Dresden.

Düsseldorf oder Dortmund sind kriegszerstört und nach dem Krieg hastig wieder aufgebaut. Die ursprüngliche Stadt ist dort auch nicht mehr erkennbar. Deutschland war bis 1871 ein Flickenteppich von eigenständigen Staaten. Das hat sich auch im sehr uneinheitlichen Baustiel wiedergefunden. Es gibt Städte mit vorwiegend Fachwerkbauten z. B. Quedlinburg und Städte mit Bauten aus Stein. Die Frage läßt sich m. E. nicht beantworten.

Meistens sind sie kreisförmig aufgebaut und in Sektoren unterteilt, was z.B. in den USA komplett anders ist. Dort wird alles nach dem Schachbrettmuster gebaut, wie z.B. auch in New York City. Alles ist rechtwinklig. Sowas gibt es in Deutschland in der Form überhaupt gar nicht. Bei uns gibt es auch das Kreis- und Sektorenmodell, nachdem Städte in Deutschland meist aufgebaut sind. Wir haben beides in Erdkunde für eine Klausur gebraucht.

Auch typisch für Deutsche Städte ist der stark ausgebaute öffentliche Personenverkehr (ÖPV) und öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Auch hier ein Vergleich mit den USA: Dort findest du selbst in den riesigen Metropolen nicht mehr als eine U-Bahn ihn NYC oder ganz ganz wenige Busse wie z.B. in Chicago.

Auch gehört meistens Armut sowie Multikulti dazu. Gelsenkirchen ist ein gutes Beispiel aus dem Ruhrgebiet. Dort sind ganze Viertel voll mit Armut und voll mit Ausländern. Das ganze wird zu einem Kreislauf, denn immer mehr Ausländer ziehen hin und immer mehr Deutsche weg. Das Phänomen nennt man übrigens Segregation.

Touristen aus Fernost wurden mal nach typisch deutschen Reisezielen befragt. Neben dem Schloss Neuschwanstein wurde hier die Stadt Heidelberg genannt.

Typisch deutsch scheint also für Touristen eine entsprechende Altstadt zu sein.

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