Tut Euch auch jeder gefällte Baum in der Seele weh?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ich habe da ein anderes Bild. Ich kenne viele alte Bäume, in Parks, Gärten, Naturschutzgebieten, an Wegrändern, an Straßen usw. Bei uns werden
Bäume zur Holznutzung ja vorwiegend in Wirtschaftswäldern gefällt. Und da gibt es unterschiedliche Waldnutzungskonzepte bzw. Holzeinschlagsmethoden. Kahlschläge gibt es hier kaum noch. Die Förster haben ja interesse an einem stabilen Wald, den man möglichst lange und effizient bewirtschaften kann.

Was die Vögel angeht: ich denke viel schwerer haben sie es durch die intensive Landwirtschaft.Trotzdem brauchen viele Vogelarten z.B. Baumhöhlen zum Brüten. In vielen Forsten sind aber alte Baume selten, weil sie, sobald sie die gewünschte Größe haben haben, gefällt werden. Und Totholz wird oft immer noch aus Angst vor Schädlingsbefall aus den Wäldern geräumt.

Informiere dich mal über Waldbewirtschaftung in Deutschland. Das Bild, was du zeichntest, erscheint mir etwas einseitig bzw. realitätsfremd.

Noch zum Thema Seelenschmerz:

Ich war schon ein paarmal dabei, wenn Bäume gefällt werden. Je größer und älter der Baum war, desto mehr "Gegendruck" bzw. Widerwillen habe ich gespürt. Wohl aus dem Grund, dass ich es unfassbar finde, dass so etwas altes, schönes und mächtiges einfach so vom Menschen "weggemacht" werden kann. Traurig machte es mich aber nicht. Ich finde es prinzipiell ok, Bäume zu fällen, um deren Holz zu Nutzen. Der Mensch hat die Möglichkeit, Wald auf eine Weise zu nutzen, die dem Wald und den Lebewesen, die in ihm leben, nicht bzw. weniger schadet. Leider ist das sehr selten der Fall.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Madmoisele
17.04.2016, 11:40

Ja, so möchte ich versuchen zu übereinstimmen. Nichtsdestotrotz bleibt mir der "Seelenschmerz": Es ist ja wirklich nichts gegen eine sparsame Nutzung einzuwenden. Ich verstehe und kann es aber nicht gutheissen, wie der Wald verschwendet wird. Z. B.: Da werden wunderschöne alte Bäume gefällt, wenn sich aber kein Käufer findet, lässt man sie im Weggraben verrotten. Oder anderes Beispiel: Da verrotten oberschenkeldicke Äste, weil nur der Stamm abtransportiert wird. Ich kann mich erinnern, wie noch jedes kleine Ästchen genutzt und geachtet wurde, z.B als Erbsenreisig. Ich glaube, heute wird vergessen, dass ein Baum Jahrzehnte zum Wachsen braucht. Was machen unsere Enkel später?

0

Häää?

Echten Naturwald gibt es in D seit Jahrhunderten nur noch an sehr wenigen Stellen. Der Wald ist in aller Regel ein Nutzwald welcher benutzt, genutzt und bewirtschaftet wird.

Die Bäume werden gefällt und neue werden gepflanzt. So wächst der Wald in D immer wieder nach und wächst die letzten Jahre sogar geringfügig an.

Für jeden Baum der in D gefällt wird müssen neue gepflanzt werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Madmoisele
17.04.2016, 11:46

Häää? Ich sehe hier nicht, dass ausser Räubereinschlag noch irgendwelche fördernde Arbeit im Wald betrieben wird. Höchstens werden die Wege geschottert, dass man noch schneller und besser unseren Wald uns stehlen kann.

0

Wo wird denn bei Dir gegen die Bestimmungen des Landeswaldgesetzes und gegen das Naturschutzgesetz verstossen? Wende Dich an das örtlich zuständige Forstamt, wenn Du solche Dinge entdeckst. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, ich denke da meistens nicht unbedingt dran. Natürlich ist es schade, aber man sollte sich nicht über alles auf der Welt ärgern, man kann eh nicht sonderlich viel dagegen machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Madmoisele
17.04.2016, 11:42

Das machen sich die Räuber zunutze. Es fällt ja alles erst auf, wenn es fehlt. Und irgendwann werden die Resourcen fehlen!

0

Was möchtest Du wissen?