Tut ein Dammschnitt weh?

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9 Antworten

Ja, ein Dammschnitt durchtrennt eine sehr empfindliche Region. Der Schnitt selbst ist äußerst schmerzhaft. Normalerweise wird er jedoch während einer Wehe ausgeführt, so daß man die zusätzlichen Schmerzen unter diesen Bedingungen kaum spürt. Herzlose Hebammen (die es leider auch gibt) schneiden allerdings auch mal in einer Wehenpause und das ist sehr schmerzhaft.

Lokale Betäubungen vor einem Dammschnitt sind in meines Erachtens sehr selten!

Hinzukommt, daß der Dammschnitt auch während der Heilungsphase sehr unangenehm ist. Sitzen und Stuhlgang können sehr schmerzhaft sein.

Zm Dammriss: Risse heilen zwar schneller, bergenaber die Gefahr des unkontrollierten Reißens und der Beschädigung des Aftermuskels. Dammschnitte haben schon ihren Grund, da man so die Rissrichtung wählen und beherrschen kann.

Suche Dir eine liebevolle und verständnisvolle Hebamme aus. Eine nach dem Prinzip "das hat jede überlebt", ist auf jeden Fall die falsche!

Woher weiß ich denn,ob die hebamme erfahren ist?

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@pattylicious

Erkundige dich bei der Besichtigung der Geburtsklinik, ob dort den Hebammen der sogenannte "Dammschutz"-Griff bekannt ist. Erfahrene Hebammen kennen ihn und wenden ihn auch an (siehe meine Antwort auf deine Frage weiter oben)

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@comarel

Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Ich habe bei allen meinen Kindern auf den Dammschutz-Griff durch die Krankenhaus-Hebamme bestanden, was ich mehrmals angesprochen habe, ganz selbstbewusst. Und da haben es auch alle ohne viel Aufhebens so gemacht, und es gab keinerlei Risse, es musste nie geschnitten werden, und alle Kinder waren wohlauf.

Vor den Geburten hatte ich nie eine Massage gemacht habe, allerdings vor dem ersten Kind öfter Bodengymnastik und Yoga, was ja auch die Dehnbarkeit des Gewebes fördert.

Das Entscheidende ist aber dass die Hebamme in der Pressphase gegen Ende der Geburt anwesend ist und mit ihrem Daumen gegen den Damm presst, wenn er anfängt sich zu verfärben, wodurch sie ein Einreißen verhindert. Das ist alles. Man sollte frohgemut pressen, nicht mit rabiatem Mega-Druck, und nicht zu zögerlich, sondern so dass man merkt es tut sich was und man steigert dann vorsichtig fordernd, die Hebamme sagt ja auch dazu ob der Druck ausreichend ist. Und so macht es sogar Spaß, weil man ja froh ist sein Kind bald zu sehen!

In manchen Krankenhäusern wird leider, wenn man selber nichts sagt, stattdessen einfach ruck-zuck geschnitten, nur um Zeit fürs Personal einzusparen.

Krankenhäuser verdienen gut an Geburten, weshalb sie aber auch auf gute Mund-zu-Mund-Propaganda der Gebärenden Wert legen. Daher sind sie schon bereit auf ausdrückliche, angemessene Wünsche der Gebärenden einzugehen, wenn man diese höflich-verständnisvoll präsentiert, das ist meine persönliche Erfahrung.

Also einfach klarmachen dass man ausdrücklich den Dammschutz-Griff wünscht, ob dieses Krankenhaus das ermöglicht, weil man Wert darauf legt ohne Risse und Schnitte zu entbinden. Dass man wohl wisse dass das Krankenhauspersonal viel zu tun habe und man nicht der einzige Patient sei, aber dass eine geübte Hebamme ja den entscheidenden Zeitpunkt für den Dammschutz-Griff gut kenne, und man habe schon einiges zu dem Thema gelesen. Dann schämen sie sich nämlich es nicht zu tun.

Und so kann man seiner Geburt entspannt entgegensehen!

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Die Stelle wird örtlich betäubt, den Schnitt spürst Du selbst gar nicht, meist wird er während des Pressens gemacht. Auch wenn hinterher genäht wird, wird die Stelle betäubt. Schmerzen hat man erst hinterher, in den nächsten Tagen beim Sitzen. Aber alles geht vorüber.

Ich kann zwar deine Frage nicht beantworten, aber dir einen Tipp geben. Himbeerblättertee! Dieser, kurz vor dem Geburtstermin getrunken (nicht vorher!) kann eine Geburt ohne Schnitt und ohne Reißen ermöglichen. Eine gute Hebamme weiß das und berät dich auch, wann du anfangsn sollst, den Tee zu tirnken. Ich jedenfalls habe das so gemacht und habe somit keine Erfahrungen mit Dammschnitt und den Folgen und meine zwei Kinder sind auch gesund. Viel Glück!

Man sollte einen Dammschnitt nicht direkt in Erwägung ziehen. Wenn es sich bei der Geburtshelferin um eine erfahrene Hebamme handelt, dann sollte sie den sogenannten "Dammschutz" beherrschen, ein Griff, der ein Reißen verhindern kann.

Ich hatte bei den ersten 3 Geburten so tolle Hebammen, dass sie einwandfrei diesen Griff beherrschten. KEIN Schnitt, KEIN Riss.

Lediglich bei der Geburt unseres 4. Kindes mußte ein Dammschnitt gemacht werden, da ich trotz Steißlage eine natürliche Geburt wollte und dem Kind zuliebe, da der Po den Geburtsweg nicht so weit dehnen kann wie ein Kopf der voran geht, habe ich den Dammschnitt machen lassen. War aber absolut kein Problem!!

Dammschnitt kenne ich nur ohne Betäubung, hab nie was gemerkt. Später die Naht wurde mit Betäubung gemacht. 1x 3 kleine Stiche wegen Riss, das war auch nicht schlimm. Ohne Dammschnitt wird der Beckenboden sehr strapaziert. Der Unterschied ist spürbar. Allerdings fand ich die Schmerzen nach einem Schnitt viel heftiger als die Probleme durch den strapazierten Beckenbodenmuskel. Dieser lässt sich sehr gut wieder trainieren, sogar gleich nach der Geburt. Bei mir hat die Entspannung unter der Geburt eine große Rolle gespielt. Akupunktur unter der Geburt hat mir sehr geholfen, sonst wäre es bei unserem Knirps 4040g - Hände an den Ohren und Nabelschnur drumrum - nur leicht gerissen - nicht so einfach gegangen.

Hallo, zum einen wird heute immer seltener geschnitten. Ein kontrollierter Riss heil einfach schneller und das merkt man nicht. Ich bin bei beiden Geburten gerissen und habe davon nichts bemerkt. Auch wurde mein Damm unter der Geburt akkupunktiert, wovon ich nichts bemerkt habe.

hm...so wie ich gelesen habe,heilt ein dammriss nicht so schnell,weil wenn er reisst,dann ja so zick zack artig oder?

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@pattylicious

dem kann ich mich nur anschliessen. mir wurde auch geraten lieber schneiden zu lassen, als unkontrolliert zu reissen. das liegt tatsächlich an der wundoberfläche, die bei einen schnitt glatt ist und so einfacher zusammenwächst.

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@pattylicious

das stimmt so nicht, ein Riss reisst immer an der "Sollbruchstelle" und nicht wo die Schere hinkommt. NIcht umsonst wird heute sogar bei einem Kaiserschnitt eher gerissen als geschnitten.

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bei mir wurde die stelle vor dem schneiden nicht extra betäubt. es wurde während einer wehe geschnitten, so dass ich garnichts gemerkt habe.(nur die erleichterung beim pressen hab ich gespürt) für mich persönlich war das nähen schlimmer(mit betäubung) als der schnitt.

Der Dammschnitt wird wie schon beschrieben während einer Wehe gemacht. Ich kann nicht behaupten, dass ich gar nichts gespürt habe - aber im Verhältnis zu den Wehen war der Schnitt nicht so schlimm. Bei der ersten Entbindung hatte ich einen Dammriss, davon habe ich nichts gespürt. Der Schnitt war allerdings wesentlich schneller wieder verheilt als der Riß. Viel unangenehmer war das "genäht werden" hinterher und auch da war es beim Riß schlimmer, weil es länger gedauert hat.

Nein also bei mir ist es von selbst gerissen und habe es eher wie eine erlösung empfunden...

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