Wie würde man in einem Tunnel durch den Erdkern fallen?

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11 Antworten

Rein theoretisch würdest du am Erdmittelpunkt soviel kinetische Energie haben, dass du fast bis zur anderen Seite fallen würdest. Von da fällst du dann wieder zurück, aber nicht ganz bis zum Ausgangspunkt und so würde es eine Zeitlang weitergehen bis du irgendwann in der Mitte zur Ruhe kämst. Vergleiche das mit einer Schaukel, einmal angestoßen wird der Ausschlag immer kleiner bis sie wieder zur Ruhe kommt.

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Kommentar von RoentgenXRay
28.10.2016, 14:28

Wenn der Tunnel nahezu luftleer ist vielleicht.

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Die extrem hohe Fallgeschwindigkeit würde Dich bestimmt bis ganz durch fallen lassen und auch die entgegengesetzte Gravitationskraft nach Überschreitung des Erdmittelpunktes dadurch somit überwinden. 

Interessant wäre sicher, was wirklich dann beim Ausgang auf der anderen Seite passiert ?

Theoretisch müsstest du dann wieder zurückfallen und sich das Ganze immer aufs Neue wiederholen, bis die Erde irgendwann "ihren Geist" aufgibt.

Wahrlich eine wahnwitzige Idee !

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Wenn man den Luftwiderstand und weitere Unwirtlichkeiten des Erdinnern außer acht lässt, dann fällt ein Körper durch die Bohrung bis auf die andere Seite der Öffnung, wobei beim Erdmittelpunkt die Höchstgeschwindigkeit erreicht wird und an der Auslassstelle die Geschwindigkeit wieder bei null ankommt. Danach pendelt der Körper endlos hin und her, solange er durch nichts aufgehalten wird.

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Das lustige ist, dass das mal jemand ausgerechnet hat! 

Der Physiker Paul Cooper hat ausgerechnet, dass wenn man einmal mitten durch die Erde fällt, das wären ungefähr 12 000 km, dann würde man genau 42 Minuten brauchen. Das ganze funktioniert theoretisch ohne Luftwiderstand (und wenn man außer Acht lässt, dass der Erdmittelpunkt ca. 6000 Grad heiß ist) sogar trotz Gravitation. 

Am Anfang fällst du ziemlich lange. Je näher du dem Erdkern kommst, desto weniger Gravitationskraft zieht dich nach unten. Da du, wenn du am Mittelpunkt der Erde ankommst, jedoch (theoretisch) inzwischen 28 800 km/h schnell fällst, bleibst du nicht dort stecken.
Wenn du keine Geschwindigkeit im Erdkern hättest, würdest du dort schweben, aber im unserer Theorie bist du ja ziemlich schnell unterwegs. 
Dann fällst du weiter, die Gravitation bremst dich nach und nach aus, bis du letztendlich am anderen Ende der Erde rauskommst. Wenn du dich aber hier nicht festhältst, fällst du gerade wieder zurück in den Tunnel den du dir vorher gegraben hast und kommst wieder da raus, wo du warst. Das könnte bis in alle Unendlichkeit so weiter gehen. Jedoch ohne Luftwiderstand!

Was noch lustig daran ist, ist dass dein Tunnel gar nicht durch den Erdmittelpunkt gehen muss. Wenn du von Europa aus nach Amerika fallen würdest, würde die Strecke nicht unbedingt durch den Erdmittelpunkt gehen, dennoch würdest du nach 42 Minuten da sein, weil genau die gleichen Kräfte am Werk sind, nur nicht in den selben Maßstäben. Du würdest irgendwann das Minimum an Gravitation erreichen, was auf deinem Weg auf dich wirken wird und danach steigt wieder die Gravitation, deine bisherige Geschwindigkeit würde dich aber trotzdem weiter bis zum Ende des Tunnels schieben, während die Gravitation dich ausbremst.
Da auf der kürzeren Strecke weniger Geschwindigkeit aufbaust und die Gravitation stärker über die ganze "Reise" hinweg wirkt, dauert das ganze "länger" im Vergleich zur Distanz, aber genauso lang wie die Reise durch den Erdkern. 

(Alle Angaben sind gerundet)

Ich finde das ganze ziemlich interessant, und hoffe, dass die Antwort dir geholfen hat!

Louis007

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Im Erdmittelpunkt herrschen extreme Temperaturbedingungen. Aber davon abgesehen ist man praktisch schwerelos, man könnte also herausklettern.

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Hier wird sogar vorgerechnet, wie lange es bis zur anderen Seite dauern würde (unter idealisierten Bedingungen, wie man das halt so als Physiker macht 😝):

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 Ne die Corioliskraft würde dafür sorgen das du laufend gegen die Tunnelwände taumelnd knallst und du würdest dir den Kopf ordentlich anstossen und ausserdem würdest du auch noch in der Luft die in dem Tunnel ist zu Staub verglühen so wie ein Meteorit. Alles klar ?!

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Kommentar von weckmannu
29.10.2016, 22:18

Man fängt ja mit Geschwindigkeit =0 an, also erreicht man wie beim Fallen aus großer Höhe ca. 320 km/h, dabei verglüht man nicht. Der Luftdruck würde mit der Tiefe zunehmen. Das Gedanken Experiment wird kompliziert, wenn man nicht ein Vakuum postuliert. Gegen die Corioliskraft würden seitliche Schienen oder eine reibungslose Röhre helfen. Man taumelt aber nicht, es gibt lediglich eine mit der Geschwindigkeit zunehmende seitliche Kraft gegen die Tunnelwand.

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Denke an eine Kugel, die am einen Schnur befestigt ist und auf seine z.B. nach rechts aufgehoben ist (hast du einen Pendel); genauso wen es am Feder befestigt ist und Feder ist angezogen.

Zuerst ist deine potentielle Energie z.B. Pmax und deine Geschwindigkeit V0= 0;

dann ist deine potentielle Energie Pmin = 0, Vmax und  kinetische Energie Kmax = Pmax.

Am Ende wieder hast du Pmax und Vende = 0.

Und immer, und immer wieder wiederholt sich das ganze solange du nicht Energie durch Reibung, Luftwiederstand oder irgendwas verlierst.

Also viel Spass bei Pendeln :-)


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Man würde in der Mitte stecken bleiben

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Kommentar von SamboZockt
28.10.2016, 14:11

denk ich auch

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Kommentar von Dave0000
29.10.2016, 17:10

Bla...

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Wenn wir Reibungsverluste mal ausschließen, tauchst du in Neuseeland wieder auf. Allerdings als Grillhähnchen. Ganz durch und schön kross.

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Kommentar von fjf100
28.10.2016, 14:37

Bei den Temperaturen im Erdmittelpunkt,eher als "Brikets" ! 

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Ungeachtet der theoretischen Möglichkeit (der Tunnel würde schmelzen oder kollabieren) denke ich, dass man zerquetscht werden würde. Aber netter Gedanke.

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Kommentar von styli1000
28.10.2016, 14:37

Wieso sollte man zerquetscht werden?

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Kommentar von Epicmetalfan
28.10.2016, 14:46

was genau sollte einen zerquetschen?

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