„Tumor größer geworden, Chemo wird abgebrochen“ - Tod?

13 Antworten

Hallo ! Ich ging davon aus,daß der Tumor bereits metastasiert hat.In genau diesen Fällen wird die Chemo abgebrochen.Auch auf Grund von Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Patienten,wie Kachexie. In den meisten Fällen wird dann eine erneute Chemotherapie empfohlen, öfters mit dem Wirkstoff 5 Fu. Ob diese anschlägt,kann keiner beantworten. Dann gibt es noch die palliative Chemotherapie,man versucht damit,das Tumorwachstum zu hemmen. OP und Strahlentherapie sind Säulen der Tumortherapie. In sogenannten Tumorkonferenzen wird über die beste Therapie für den Patienten entschieden,verschiedene Fachärzte,wie Chirurg,Onkologe usw.nehmen daran teil. Nur sind nicht in jedem Krankenhaus Tumorkonferenzen möglich,meistens in onkologischen Fachzentren.Duch meine langjährige Tätigkeit in der Onkologie,kann ich das beurteilen.Alles Gute!

Nein das bedeutet nicht daß man aufgibt, man wird sich was neues überlegen, z.B. eine neue Chemo mit anderen Chemotherapeuika, Bestrahlung usw. Evtl. wird man auch operieren, denn manchmal wird eine Chemo auch vor einer OP gemacht, um den Tumor kleiner zu bekommen, wodurch die OP leichter und schonender für den Patienten ist.

Danke, Danke, Danke!!!

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@Filou2110

Noch eine Info für dich: ein sogenanntes down staging,das ist eine kombinierte Radio Chemotherapie,wird vor der OP gemacht,um den Tumor zu verkleinern,damit er operabel ist. Fakt: die Größe des Tumors ist relevant .Also eine kombinierte Radio Chemotherapie,die man down staging,nennt.Alles Gute!

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@Filou2110

Noch eine letzte Info meinerseits: eine Tumorkonferenz ist nicht in allen Kliniken möglich,weil nicht jedes Krankenhaus über eine spezielle onkologische Abteilung verfügt und schon gar nicht,über ein histologisch es Labor,wo der Befund der Biopsie ermittelt wird. Logischerweise fehlt dann bei einer Tumorkonferenz der Pathologe und der Onkologe.Auch längst nicht jede Klinik führt Tumoroperationen durch,also fehlt auch der Chirurg.LG

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@Heinemann208

Damit du meine Kommentare besser realisieren kannst,folgendes: ich betone,daß bezieht sich NICHT auf deinen Freund.Mein Mann verstarb vor 3 Jahren an einem metastasiertem Ösophagus Karzinom. Bei der Diagnostizierung war der Tumor so groß,daß ein down staging nötig war. Mit Erfolg.Die OP würde erfolgreich durchgeführt.Die erste Nachsorge war o.b Dann stieg der Tumormarker und es wurde ein CT und ein PET veranlasst.Befund: Metastasen in Leber,Lunge und Bauchfell. Daraufhin wieder Chemo. Ohne Erfolg.Dann wurde meinem Mann eine palliative Chemo empfohlen,ich riet ihm ab,aber er klammerte sich daran,wie ein letzter Strohhalm.Es waren 12 Blöcke geplant,nach dem 3.Block mußte die Chemo abgebrochen werden,wegen Kachexie und Zunahme der Metastasen. Auch die künstliche Ernährung über den Port mußte abgebrochen werden,weil mein Mann sich Tag und Nacht erbrach.Er lebte noch 5 Monate,wenn man das als Leben bezeichnen kann. Er starb zu Hause mit allen Mitteln der Palliativpflege versorgt,die aber leider nicht immer wirkten.Zum Schluss war nur noch eine Sedierung relevant,um das leiden erträglich,zu machen. Alles Gute für deinen Freund und Kopf hoch!

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@Filou2110

Ich habe irrtümlich einen Kommentar an mich selbst geschickt,sollte für dich sein. Findest du bestimmt.

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@Heinemann208

Ich bin nicht der FS, aber ich denke er wird deine Erläuterungen trotzdem lesen! :)

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Erstmal bedeutet das nur, das diese spezielle Chemotherapie nicht geholfen hat, weil der Tumor unter der Therapie gewachsen ist. Ob eine andere Chemo oder ganz andere Behandlungsmethoden (Bestrahlung, OP, Hormon- oder Immuntherapie) in seinem speziellen Fall hilfreich sind, wissen wir nicht. Aber das wird sein Onkologe mit ihm besprechen.

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