Tuht eine Beschneidung weh?

15 Antworten

Hallo Supremo2107,

ich weiß jetzt nicht, warum du die Absicht hast, dich beschneiden zu lassen, aber dieser Eingriff ist bei weitem nicht so harmlos, wie dies gerne von Befürwortern erzählt wird (und wenn du diese danach darauf ansprichst kommt oft nur, Pech gehabt, ist jetzt so). Im Zuge der Beschneidung ( http://flexikon.doccheck.com/de/Zirkumzision ) werden die etwa 20.000 hochsensiblen Nervenenden der Vorhaut entfernt, es verbleiben etwa 4.000 lediglich drucksensible Nerven in der Eichel, die nach der Kreatinisierung und Desensibilisierung weiter an Empfindungsfähigkeit einbüsen, sodass letztendlich 20 - 25 % der ehemaligen Empfindungsfähigkeit verbleiben ( http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision ). Auch kommt es regelmäßig zu Komplikationen (Schmerzen  (Dysurie) oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen werden nach Zirkumzisionen sehr häufig beobachtet. Rund 60% aller beschnittenen Jungen leiden nach dem Eingriff an Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Aufgrund dieser hohen Häufigkeit wird diese Folge der Zirkumzision nicht als Komplikation der Zirkumzision aufgefasst ( http://flexikon.doccheck.com/de/Komplikationen_der_Zirkumzision ).

Wenn du nach einer Aufklärung über all die anstehenden Nachteile weiterhin beschnitten werden willst, wird bei einer Lokalanästesie ein Narkosemittel in den Schaft des Penis gestochen, diese Einstichstelle kann noch Monate nach der OP Schmerzen bei der Bewegung des erigierten Penis verursachen. Nach Abklingen der Betäubung ist es möglich, dass die garvierende Verletzung, denn die Vorhaut wird einmal rundrum abgeschnitten, und dabei werden auch die Adern und Venen, die den oberen Bereich des Penis versorgen, in Mitleidenschaft gezogen. Die Meatitis, die Entzündung der Harnröhrenöffnung (Meatus urethrae), ist eine häufige Begleiterscheinung der Beschneidung, die ebenfalls als Komplikation gesehen werden kann. Für die Meatitis werden in der Literatur Häufigkeiten zwischen 8 und 31 Prozent angegeben. Durch die Zirkumzision kommt es, je nach Radikalität, zu einem Verlust von ungefähr 50 % der gesamten Haut des Penis wie auch zum oben beschriebenem Verlust von sensorischen Nervenenden, einschließlich fast aller spezialisierten Nervenenden und dadurch bedingtem Sensibilitätsverlust. Zusätzlich können durch die Durchtrennung der die Vorhaut versorgenden Nerven nahe der Zirkumzisionsnarbe histologisch nachweisbare Neurome entstehen, die zu zusätzlichen Beschwerden führen können. Durch die fehlende Schutzfunktion der Vorhaut kommt es insbesondere mit steigendem Lebensalter zur Keratinisierung (Verhornung) der Eicheloberfläche, was einen weiterem Sensibilitätsverlust zur Folge hat. Zusätzlich zur Keratinisierung der Glansoberfläche ist die Harnröhrenöffnung direkter äußerer Irritation ausgesetzt. Durch die zwangsläufige Durchtrennung der Frenulumarterie kommt es zumindest zeitweise zur Blutunterversorgung der oberen Harnröhre und des Meatus, der Harnröhrenöffnung, so dass all diese Faktoren zu  einer Meatusstenose führen können, die in etwa 1 - 2 % der Fälle auftritt).

Anschließend entsteht eine Wunde, bei der es bis zu drei Wochen dauert, bis sie verschlossen ist und nach etwa vier bis sechs Wochen ist sie soweit verheilt, dass schmerzlose Erektionen möglich sind. Die erforderliche Desensibilisierung der Restnerven in der Eichel dauert etwa eineinhalb bis zwei Monate und im Verlauf der kommenden Jahre verhärtet die Eichel zunehmend und wird immer weiter desensibilisiert. Des Weiteren kommt es immer mal wieder vor, dass die Beschneidungswunde zu einem Narbenring verheilt, dieses teilweise verhärtete und unflexibele Narbengewebe kann dann bei jeder Erektion zu einem schmerzhaften Schnürring werden, der es stark erschwert, eine sexuelle Eregung zu genießen. Studien besagen darüber hinaus, dass vor allem im höheren Alter beschnittene Männer deutlich häufiger Erektions- und Orgasmusprobleme haben, als intakte Männer.

Sollte die Ursache eine angeblich in deinem Alter nicht mehr konventionell behandelbare Vorhautverengung sein, wechel auf jeden Fall den Arzt, der dir das erzählt hat, denn die vorstehenden negativen Folgen einer Beschneidung könntest du bei einer bestehenden Vorhautverengung wahrscheinlich sehr gut vermeiden, wenn du die einen Arzt suchst, der sich mit der Durchführung einer Salben- und Dehnungsthearapie auskennt, die bringt dem Arzt zwar nicht in 30 Minuten die nächste Monatsrate für die schicke Praxisausstattung oder den neuen Porsche, erhält dir aber die Möglichkeit eines erfüllten Sexuallebens. Darüber hinaus kannst du eine  angeborene Vorhautverengung auch ohne Probleme selbst behandeln. Besorg dir in einer Apotheke eine freiverkäufliche kortisolhaltige (z. B. Ebenol 0,5 %) und creme damit den vorderen Bereich der Vorhaut dreimal täglich (morgens, nachmittags und zur Nacht) ein. Wenigstens einmal davon ziehst du dann die Vorhaut im schlaffen Zustand so weit zurück, dass es spannt, aber auf keinen Fall soweit, dass es wehtut, und hälst diese Position einige Sekunden und greifst dann die Vorhaut mit dem Daumen und Zeigefinger beider Hände am oberen Rand und ziehst nach links und rechts bis es spannt, aber nicht so weit, dass es wehtut. Diese Prozedur wiederholst du dann etwa zehn bis fünfzehn Minuten lang und achtest beim Greifen aber darauf eine neben der vorherigen Stelle liegende Position zu nehmen. Wenn es hierbei zu einer Versteifung kommt ist dass kein Problem, denn die Behandlung ist sowohl im schlaffen als auch im steifen Zustand durchzuführen. Bei einer konsequenten, möglichst täglichen Durchführung dieser Dehung solltest du die Verengung in etwa vier bis sechs Wochen überwunden haben und danach mit der vollen sexuellen Empfindungsfähigkeit des Penis den Sex und die Masturbation genießen können.

Wirksamer als die freiverkäufliche Salbe wäre eine  verschreibungspflichtige höher dosierte kortisolhaltige Salbe. Und sebst für den Fall, dass diese Dehnung, die - anders als von beschneidungsbefürwortenden Ärzten gerne behauptet - auch einem höheren Alter in sehr vielen Fällen zu Erfolgen führt, doch nicht wirken, kann mit einer sogenannten Triple Inzision - sogar in Fällen vernarbter Stellen  an der Vorhaut - vorhauterhaltend operiert werden. Da diese Methode vom Arzt eine höhere Kompetenz, Sorgfalt und Zeit verlangt und - anderes als das einfache alles ab - nicht so schnell einen vollen  Umsatz bringt, wird sie Patienten gerne als alternative Maßnahme vorenthalten.


Warum willst du deine Vorhaut amputieren lassen? Eine Amputation, egal welchen Körperteils, sollte nur dann erfolgen, wenn dieses medizinisch unumgänglich ist.

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Es hat schon einen Grund das die Vorhaut vorhanden ist. Die Amputation der Vorhaut ist mit erheblichen Nachteilen und Risiken verbunden. Die Eichel wird normalerweise durch die Vorhaut geschützt und ist nur beim Wasserlassen oder Sex im "freien". Nach der Beschneidung wird die Eichel nicht mehr durch die Vorhaut geschützt, sie liegt dann immer frei. Dies hat natürlich auch entsprechende Folgen. Da die Eichel von Natur aus sehr empfindlich ist, kann es sogar zu Schmerzen kommen wenn nur die Unterhose an der Eichel reibt. Später bildet sich eine Schicht auf der Eichel und damit wird dieses unangenehme Gefühl weniger. Damit verliert die Eichel dann auch ihre Empfindlichkeit (Nachteil beim Sex). Nach der Beschneidung können sich auch Narben auf der Eichel bilden. Des weiteren bedeutet die Beschneidung den Verlust von tausenden erotogener Nervenenden, es wird derempfindlichste Teil des Penis durch die Beschneidung entfernt bzw. freigelegt..

Die Bewegung der Vorhaut vor und zurück , verbunden mit dem Gleitmechanismus ist sehr angenehm und auch erregend bei einem nicht beschnittenen Mann. Nach der Beschneidung ist dies aber nicht mehr der Fall. Dadurch wird die Möglichkeit der Masturbation deutlich eingeschränkt, da diese normalerweise durch Bewegung der Vorhaut vor- und zurück erfolgt. Bei einem beschnittenen Penis ist somit die normale Masturbation nicht mehr möglich, es sei denn mit Hilfsmitteln.

  • Um Gottes Willen! Natürlich sollte man einen intakten, gesunden Penis auf keinen Fall beschneiden lassen.
  • Die postoperativen Schmerzen sind nicht unerheblich, einige Tage oftmals sogar höllisch, vor allem bei unwillkürlichen Erektionen und die Wundpflege ist schmerzhaft. Da wird viel schöngeredet und der Patient hinterher damit alleine gelassen. Ein Schnitt ringsum ist eine etwa 8-12 cm lange Wunde, die mit vielen Stichen vernäht wird; das sieht bloß alles so klein und nach nichts aus. Auch das Reiben der freigelegten Eichel an Unterhose und Bettwäsche ist anfangs wochenlang sehr unangenehm.
  • Die Vorhaut ist ein sehr sensibles Hautstück und trägt für viele Männer ganz erheblich zur sexuellen Stimulation und Genuss bei. Fast alle unbeschnittenen Männer masturbieren durch Hin- und hergleiten ihrer Vorhaut und würden sie sehr stark vermissen, und zwar weil sowohl sie Empfindungen der Vorhaut fehlen als auch die Stimulation des Penis oft nur noch mit Gleitgel möglich wäre.
  • Die als zarte, feuchte, sensible Schleimhaut ausgestattete Eichel liegt nach einer Beschneidung permanent frei, trocknet aus, verledert, verhornt und wird dadurch spürbar unempfindlicher. Dieses Abstumpfen mag zwar die Ausdauer erhöhen, reduziert jedoch den eigenen Lustgewinn drastisch. Gerade auch Oralverkehr ist für beschnittene Männer fast immer spürbar lustloser. Ich kenne persönlich viele Frauen, die nach dem Verkehr mit beschnittenen Männern berichten, dass "er solange braucht, da werde ich schon wund" oder "lecken und küssen spürt er an der Eichel kaum, da muss ich schon hart saugen".
  • Auch beim Geschlechtsverkehr trägt die Vorhaut einen wesentlichen Anteil zum Lustgewinn bei und erleichtert durch den Gleitmechanismus den Verkehr. Siehe hier: http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinisches-grundwissen/anatomie-un...
  • Ästhetisch divergieren die Vorlieben stark. Manche finden einen beschnittenen Penis schöner, andere einen intakten, unbeschnittenen Penis. Ich persönlich würde meine Vorhaut definitiv sowohl aus sexuell-sensorischen wie auch ästhetischen Gründen nicht missen wollen.
  • Ein beschnittener Penis ist zudem nicht hygienischer. Wird ein intakter Penis täglich gewaschen, ist er auch sauber. Wird ein beschnittener Penis nicht täglich gewaschen, ist er auch dreckig. Da gibt es keine signifikanten Unterschiede und tägliches Waschen muss so oder so sein.

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