Türschlosswechsel, muss Vermieter zahlen?

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8 Antworten

Hallo trebor123,

die Vermieter ist hier sehr wohl in der Pflicht etwas zu unternehmen!

Unsere Vermieterin hat einen ehemaligen Hausmeister im Verdacht, der ihr damals den Schlüssel zur Haustür nicht zurückgegeben hat

Deswegen muss Sie reagieren.

Sie schreiben die vermieterin an (per Einwurfeinschreiben) und fordern sie auf das Türschloss binnen einer Frist von 10 Tagen wechseln.Das muss ein festegesetzter Zeitpunkt schreiben,

also nicht schreiben umgehend,sondern bis zum (Datum in 10 Tagen).

Kündigen Sie dem Vermieter an,dass Sie bei fruchtlosem Ablauf der Frist eine Ersatzvornahme(Selbstbeauftragung) vornehmen werden und die Kosten ab übernnächsten Monat mit der fälligen Mietzahlung aufrechnen werden.


Ist der Vermieter nicht erreichbar oder nicht rechtzeitig erreichbar, etwa, wenn er gerade in Urlaub ist und be- oder entsteht ein Mangel, dessen Behebung zur Abwendung einer Gefahr für den Mieter oder die Mietsache nicht aufgeschoben werden kann, kann der Mieter ebenfalls entsprechende Maßnahmen veranlassen und vom Vermieter Aufwendungsersatz verlangen.

www.anwalt-im-netz.de/mietrecht/mangel-der-mietsache.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

MFG

Johnny

trebor123 15.03.2012, 11:03

Hallo,

vielen Dank für diese Info. Wir werden es versuchen.

Grüße

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Unsere Vermieterin hat einen ehemaligen Hausmeister im Verdacht, der ihr damals den Schlüssel zur Haustür nicht zurückgegeben hat

In dem Fall sollte die Vermieterin tatsächlich das Schloss auswechseln lassen. Die Kosten dafür kann sie sich von dem ehemaligen Hausmeister wieder holen, insofern sie beweisen kann, dass der ihr nicht alle Schlüssel zurück gegeben hat, denn dazu ist er verpflichtet. Weigert der sich, ist der Gang zum Anwalt zu empfehlen. Oder eine Anzeige wegen dem Fahrradklau, mit dem Hinweis, dass da ein Unbefugter noch einen Schlüssel hat.

Da es sich hier lediglich um die Haustüre handelt und sowieso niemand kontrollieren kann, wieviele evtl. nachgemachte Schlüssel im Umlauf sind, ist das Verlangen auf Austausch des Schlosses unangemessen. Die Vermieterin ist hier nicht in der Pflicht. Fahrräder sollten auch im Fahrradabstellraum zusätzlich gesichert sein. Jeder Mieter kann das Risiko versichern, wenn er will.

Die VM räumt ein dass diese nicht die sog. Schlüsselgewalt hat, welche diese klar an ihre Mieter weitergibt. Das ergibt sich daraus dass der ehemalige HM dem ihm überlassenen Schlüssel nicht zurückggeben hat. Um diese Schlüsselgewalt wieder zu erlangen muss diese den sich nicht in Ihrem Besitz befindlichen Schlüssel zurückfordern oder das Schloss austauschen. Ich würde der VM schriftlich eine Frist von 10 Tagen ab Briefdatum einräumen das, ein sog. gleichwertiges Schloss auf ihre Kosten auszutauschen. Sollte dies nicht erfolgen würde das Schloss in Eigeninatitve von den Mietern ausgetaucht werden lassen und mit der nächsten Kaltmiete verrechnet werden. Dieses Schreiben sollte sinnvollerweise von allen Mietern unterschrieben werden. Das Schreiben sollte so verschickt werden, dass die VM nicht behaupten kann, dieses nicht erhalten zu haben.

Auf eine weitere Diskussion würde ich mich nicht einlassen, denn was soll es ggf. wenn die VM sich einen Schlüssel nachmachen lässt und diesen als den angeblich zurückgegebenen darstellt. Wobei klar sein muss dass 100%ige Einbruchssicherheit nie gewährleistet werden kann.

sie ist in der pflicht weil die schließanlage zur mietsache gehört und nachweislich ein schlüssel nicht zurückgegeben wurde. ersetzt sie den zylinder nicht durch einen neuen, nicht zwangsweise zu dieser anlage gehörenden, neuen zylinder so kommt sie ihrer sorgfaltspflicht nicht nach.. ihr zahlt also miete dafür das die tür sicher ist.. wenn die vermieterin nicht zieht dann 2mal per einschreiben ermahnen und dann mietminderung machen.. der ansatz von johnnymcmuff ist auch nicht verkehrt..

Wenn die Vermieterin sogar diesen Verdacht hat, sollte sie das Auswechseln des Schlosses mit Sicherheit auch zahlen müssen. Auch sonst hat sie sicherlich eine Fürsorgepflicht. Einen Rechtsstreit dafür anzuzetteln, ist bei dem Streitwert sicherlich unpraktisch.

Schreibt alle zusammen (wieviele seid Ihr denn?) einen Brief, fordert die Vermieterin auf, "bis zum ..." das Schloß auszuwechseln, da ihr es sonst auf ihre Kosten tun würdet.

Wenn einer der Mieter eine Mietrechtsschutzversicherung hat, kann der den Brief auch vom Anwalt schreiben lassen (und sich zum Thema auch beraten lassen!).

Ansonsten könnt Ihr Euch doch einfach zusammentun, das bezahlen - und gemeinsam jeweils anteilig von der nächsten Miete abziehen.

Das Auswechseln eines Schlosses kostet sooo viel auch nicht. Ihr braucht ja keinen Notdienst...

johnnymcmuff 15.03.2012, 10:50

Einen Rechtsstreit dafür anzuzetteln, ist bei dem Streitwert sicherlich unpraktisch.

Wenn es ein Sicherheitsschloss ist,dann sind es schon hohe Kosten. :-)

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anjanni 15.03.2012, 21:28
@johnnymcmuff

Ein "normales" Sicherheitsschloß ist schon mal nicht teuer.

Besonders sichere Schlösser (bei denen man nicht ohne weiteres neue Schlüssel machen darf, weil die registriert sind) sind teurer, das ist wohl wahr... Aber niemand verpflichtet die Mietergemeinschaft ja zu übermäßigen Kosten. Das alte Schloß kann man einfach aufheben - für den Vermieter...

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Es ist die Pflicht der Vermieterin,das Schloß auszutauschen. Wenn ich Mieter wäre und mein Fahrrad gestohlen würde, würde ich die Vermietrin in Regress nehmen.

Theoretisch müßtet ihr die Räder doch von der Versicherung fürs Haus ersetzt kriegen,und es liegt bestimmt nicht im Interesse der Vermieterin,wegen mehrfach Diebstahls,hochgestuft zu werden...So ein Schloß ist doch nun auch nicht so teuer...

pikacht 15.03.2012, 08:05

Die Versicherung ersetzt die Fahrräder nur, wenn diese in einem getrennten Bereich befindlich sind, welcher durch eine abschließbare Tür gesichert ist. Zusätzlich müssen die Räder in diesem "Fahrradkeller" durch Schlösser gesichert sein. Wir hatten das Problem auch. Mittlerweile ist die Tür zum Fahrradkeller abschließbar und muss stets abgeschlossen werden.

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anjanni 15.03.2012, 08:23

Die Versicherung für's Haus wäre die Gebäudeversicherung. Die zahlt schon mal nicht.

Zahlen würde eine Hausratversicherung (jedes einzelnen Betroffenen), die die Fahrradversicherung eingebunden hat (bei ganz alten Verträgen automatisch, bei weniger alten explizit!).

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