Türkei breitet sich im Mittleren Osten aus - Neues Osmanisches Reich?

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6 Antworten

Erdogan kündigte ja an, dass er sich von der EU abwenden kann und sich eher Russland und China zuwendet.

Erdogan hat sich durch den Aufbau seines despotischen Regimes, die Aussetzung der Menschenrechte, die Abschaffung einer pluralistischen Demokratie, die Gleichschaltung bzw. Ausschaltung des Rechtsstaates und seine islamistischen Neigungen bereits von der EU und ihren Werten verabschiedet.

Ob sich Russland, geschweige denn China eng an die Türkei binden und sie politisch unterstützen würden, halte ich für äußerst zweifelhaft. China ist weit weg und hat keine Interessen im Nahen oder Mittleren Osten. Russland dürfte kaum begeistert sein, wenn die Türkei in Syrien einmarschiert und den russischen Verbündeten Assad beseitigt. Außerdem würde die Türkei wenigstens drei mächtigen Feinden gegenüberstehen und einen Krieg gegen diese nicht bestehen können: Iran, Saudi-Arabien und Israel. Auch Putins Einflussgebiete befinden sich eher anderswo, sodass er kaum an der Seite der Türkei in den Krieg ziehen wird.

Ein "Osmanisches Reich" ist heute undenkbar. Wahrscheinlicher ist, dass die Türkei nach der Entmachtung des sog. IS sich einem neuen Staat, einem Kurdenstaat, gegenübersieht, der zum Bürgerkrieg und letztlich zum Zerfall der heutigen Türkei führen wird. Neben den Kurden haben auch die Armenier mit denTürken mehr als ein Huhn zu rupfen.

Mit anderen Worten: Erdogans Träume von einem neuen "Osmanischen Reich" sind Träume seines despotischen Größenwahnsinns. Für das türkische Volk kann das fatale Auswirkungen haben, wenn es weiterhin einem überheblichen Nationalismus und unkritisch seinem türkischen "Führer" huldigt.

MfG

Arnold

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Kommentar von xrmsylmzx
24.11.2016, 19:49

Wenn man nicht in der Türkei lebt, keine Ahnung von Irgendetwas in der Türkei hat, sollte man nicht alles von sich preisgeben. Ich würde dir mal als eine Deutsche raten, nicht so viel den Medien zu glauben. In vielen europäischen Ländern ist auch nicht von Demokratie zu sprechen, wenn man es genauer nimmt. Gibt es überhaupt eine einheitliche Definition von Demokratie? Ich glaube nicht. Lieber sollten wir uns über unseren eigenen Probleme kümmern und wenig über die von anderen Länder.

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Guten Tag Max,

zunächst mal finde ich deine Frage sehr interessant.

Zur Frage: Meines Erachtens schwingt bei der Haltung Erdogans gegenüber der Europäischen Union (EU) auch eine Menge Kalkül mit.

Bereits seit Längerem sieht es sehr stark danach aus, dass die Türkei der EU nicht beitreten wird. Bereits im Jahre 2004 wären die Beitrittsverhandlungen beihnahe am Widerstand einiger EU-Mitgliedstaaten gescheitert, vor allem Österreich, welches erst zu Fristende seine Zustimmung gegeben hatte.

Binnen zwölf Jahren ist die Ablehnende Haltung der übrigen EU-Mitgliedstaaten deutlich gestiegen, was unter anderem an mittlerweile 9 suspendierten Beitrittskapiteln und natürlich an der politischen Entwicklung in der Türkei liegt, wodurch sich wiederum die Kritiker des EU-Beitritts der Türklei bestätigt sehen.

Kurzum, der Beitritt der Türkei zur EU ist faktisch vom Tisch. Dies stellt für Erdogan eine ungewohnte Niederlage dar. Fraglich ist also, wie er vor dem türkischen Volk dennoch nicht als Verlierer wahrgenommen wird. Dies gelingt ihm, indem er sich bereits in andere Richtungen orientiert, Russland (welches ebenfalls zurzeit kein gutes Verhältnis zu EU hat) bietet sich hier an und China, als zweitstärkste Wirtschaftskraft Asiens, um zu signalisieren, dass ein EU-Beitritt für die Türkei ohnehin uninteressant geworden ist.

Gleichzeitig setzt er somit die EU unter Druck, indem er zeigt, dass die Türkei sich für andere öffnet, wenn die EU ihren Kurs nicht ändert.

Des Weiteren versucht Erdogan unabhängig davon, den Einfluss der Türkei in den Nachbarstaaten möglichst zu erweitern, wie an seiner Haltung zum innerirakischen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten zu sehen ist (Erdogan hatte öffentlich angekündigt, ohne Mandat, im Irak einzumarschieren) und auch an seinem militärischen Eingriff in Syrien, um kurdische Milizen anzugreifen (ebenfalls ohne Mnadat).

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Erdogan in seinem Großmachtstreben eine Art osmanisches Reich anvisiert. Fraglich ist, ob ihm dies gelingen wird, was ich bezweifle, da die Türkei immer mehr Partner an ihrer Seite verliert.

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Ich glaube nicht, dass du dir da Sorgen machen musst. Die arabischen Führer beweisen seit Jahrzehnten, dass sie sich nicht grün sind. Zudem gibt es im Nahen und Mittleren Osten Mächte, die sich Erdogan ganz sicher nicht unterordnen werden, oder ihm sogar feindlich gegenüberstehen. Nennen will ich nur Saudi-Arabien, den Iran und ganz sicher Israel.

Auch an eine Allianz mit Russland mag ich nicht glauben. Sie macht wirtschaftlich keinen Sinn und politisch wird es mit zwei derart ausgeprägten Egomanen auch eher nichts.

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Ich hab noch nix davon gehört, daß die Türkei ihre Grenzen verschoben hat. Das müßte ja auch völkerrechtlich igendwie geklärt sein, meinst du nicht?

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Kommentar von MaxNoir
23.11.2016, 14:26

Ich glaube meine Formulierung macht deutlich, dass dies eine hypothetische Frage ist.

Immerhin fragte ich ja nach der "MÖGLICHKEIT" und habe nicht nach einem Faktencheck gefragt.

Ich hoffe, dass dir deine sinnlose Antwort trotzdem irgendeine Form von Befriedigung gegeben hat.

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Die Türkei ehemals Osmanisches Reich,

Wurde nach dem es von England, Australien, Frankreich und vielen anderen Staaten hinterhältig und ohne jeglicher Form der Kriegserklärung angegriffen wurde mit dem Ziel, das Osmanische Reich zu zerstören um sich die Rohstoff reichen Gebiete wie das Öl in Saudi-Arabien und vielen anderen gebiete Osmanischen Reich unter den Nagel zu Reisen und als kolonien lange zu kontrollieren!

Im grunde genommen so wie der zivilisierte Westen das schon immer getan hat, bis heute! Millionen von Menschen vielen dieser brutalen Invasion zum Opfer. Dabei wussten viele garnicht das es die Gier nach Rohstoffen und Einfluss war das ihnen das Leben kostete nein, sie sahen lediglich Christen die wie einst ihre Länder überfielen, wieder über sie herfallen.

Das Osmanische Reich war nicht wie viele heut glauben ein Türkisches Reich sondern ein Kalifat, das Kalifa Osmania, dessen Führer der Kalif oder wie aus Respekt zum jenem der höchsten Titel im Islam, auch der Begriff Sultan benutzt wurde was den Hüter und Beschützer der Umma(Gemeinschaft) meinte.

Nach der Invasion, teilten sich die Siegermächte vor allem Großbritannien und Frankreich, den nahen Osten unter sich auf und setzten in den daraufhin neu gegründeten Protektoraten( Später in Königreiche und Diktaturen umgewandelt) ihre Marionetten als Führer und Könige ein. Jene Despoten und ihre Erbfolge ein die sie bis heute noch zum Teil kontrollieren.

Jeder Versuch der Muslime in jenen Ländern sich gegen diese Despoten zu widersetzen wurde brutal niedergeschlagen. Was Syriens Präsident Baschar Al Azzad seinem Volk in den letzten Jahren angetan hat ist ein Abbild seines Vaters der das selbige nur ein paar Jahrzehnten vorher getan hat.
Auch die Türken durften jeden politischen Kampf oder gar den Versuch für mehr Demokratie und Menschenrechte sich einzusetzen mehrmals mit einer blutige Niederschlagung und Putsch's des Militärs sich eines besseren belehren zu lassen!

*****Und obwohl zu jener Zeit Europa und vor allem Deutschland mit knapp 1Millionen Türkischen Gastarbeiter mit befristeter Aufenthalts Genehmigung einen starkes Druckmittel gegenüber der damaligen türkischen Regierungen in der Hand hielt schwieg sie!
Auf bitten und Appelle zahlreicher Verbände und Vereinen türkischer Gastarbeiter die Bundesregierung sich dieser anzunehmen widersprach diese mit der Begründung sich nicht in die internen Belange andere Staaten einmischen zu können! I
So war das noch zu jener Zeit, als es der Türk noch wie Vieh auf den Arbeitskraft mangel der BRD sich behandeln ließ.********

Wie dem auch sei;

Die Staaten wie Türkei, Syrien, Irak, Jordanien, Q8(Kuwait), Saudi Arabien, und viele andere hat es noch nie vorher gegeben, alles aus tausend und einer Nacht kreierten Fantasien!
Das Kalifat der Osmanen wurde Opfer von hinterlistigen, betrügerischen und verräterischen Machenschaften jener, die sich stets als Partner und Freude des Osmanischen Reichs Ausgaben.

FAKT IST;

Das Erdogan mit seiner Partei, eine längst nicht mehr existierende Gemeinschaft mit seiner WIR Politik und seine energischen Einsatz in den ehemals Osmanischen Gebiete mit humanitären wie auch wirtschaftlichem Beistand diesen Völkern bewies, das sie wie einst im Osmanischen Reich auch heute vom Wohlstand der Neuen Türkei profitieren werden ohne wie bisher wegen ein paar Millionen Dollar oder Euro Wirtschafts Hilfe aus dem Westen, sich für viele Jahre innen wie außen politisch bevormunden zu lassen.
Dieses Signal aus Ankara, dass in den vor allem durch den Kolonialismus des Westen ausgebeuteten Islamischen Völker des ehemals Osmanischen Reiches mit Begeisterung aufgenommen wurde gibt diesen Menschen wieder Mut es auch wirtschaftlich zu schaffen ohne gleich vom Habgier geriebenen Westen und seinem Geheimdienste wie auch dem Militär ausspioniert und ins Steinzeitalter zuruckgebombt zu werden.

Daher stellt sich heute nicht mehr die Frage ob es Erdogan ist der ein Osmanische Reich will, sondern ob es das Osmanische Reich ist das Erdogan braucht, will oder schon lange auf ihn gewartet hat.

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Glaube nicht dass das so einfach geht. Obwohl die Türkei zurzeit in Syrien ist.

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Kommentar von MaxNoir
23.11.2016, 14:00

Und im Iraq - gegen den Willen der USA und EU.

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Kommentar von DerWahre03
23.11.2016, 14:03

Aber Mosul wird von anderen momentan erobert.

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