Türe zerstört. Wer zahlt?

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21 Antworten

  1. Haftest du nur bei Vorsatz uneingeschränkt oder grober Fahrlässigkeit anteilig.

  2. Griffe selbst hierbei Aufrechnungsverbot mit Ausbildungsvergütungszahlung: der Chef kann nur insoweit einbehalten, soweit das Existenzminimum verbleibt (Regelbedarfssatz nach Hartz IV: 345 Euro plus gegebenenfalls Miete).

  3. Läge in dem Fall - je nach Stand der Ausbildung - Überforderung vor. Da kann man trefflich streiten, ob leichte Fahlässigkeit vorliegt ("Kannn jedem mal passieren), die dich von Haftung völlig freistellt oder bereits mittlere Fahrlässigkeit. Also abzusetzen, bevor sie spürbar zu entgleiten drohte :-). Oder nach erstem Hebeversuch abzubrechen und zu sagen: "Chef, das wird nichts. Ich bin vielleicht schwach, aber nicht dumm und lasse die nicht hinknallen. Das muss ein zweiter Mann her, eine Sackkarre oder Möbelhunde".

  4. Bei mittlerer Fahrlässigkeit - die ich hier mal annehme - gälte zwar anteilige Haftung, aber eben nicht hälftige, sondern deinen Einkommensverhältnissen entsprechende. Zumal der Arbeitgeber selbst dazu beigetragen hat, dass der Schaden so hoch ausgefallen ist; allein dadurch, dass er Hilfe verweigerte, die Situation übertragener Arbeit völlig falsch einschätzte oder nicht durch eine Versicherung vorgebeugt hat.

Ich hoffe, du kennst deine Rechte nun genau. Mit 1500 oder 3000 EUR bist du keinesfalls am Start :-)

G imager761

Antworten auf dein Problem gibt es hier zur Genüge. Teils ganz prima - teils völliger Mist. Ich war selber mal Lehrlings-Ausbilder (damals sagte man so) allerdings in der Industrie und daher mein Kommentar:

  • Ein Azubi ist bei Schäden, die er anrichtet, nur bei Vorsatz oder sehr grober Fahrlässigkeit verantwortlich, und selbst da ist er nur sehr schwer haftbar zu machen. Selbst bei einem ausgelernten Handwerker kommt so ein "Schadenersatz" nicht in Betracht - das ist unternehmerisches Risiko. In aller Regel sind Betriebe gegen solche Schäden versichert - oder sollten es zumindest sein.

  • Du hast deinen Chef darauf hingewiesen, dass diese Tür für dich zu schwer ist. Auch ohne diesen Hinweis müsste er wissen, dass eine Haustür ein enormes Gewicht hat und schon aus Sicherheitsgründen immer von 2 Personen transportiert und montiert wird. Alles andere ist sträflicher Leichtsinn. Er trägt die Verantwortung selber.

  • Ob du versichert bist oder nicht ist in diesem Fall völlig wurscht. Falls dein Chef dir trotz allem den Schaden von deinem Salär abziehen will, dann genügt in aller Regel der Hinweis, dass du dich dann an die zuständige Handwerkskammer wenden wirst. Deinem Chef droht dann schlimmstenfalls (also nicht sofort) der Entzug der Lehrerlaubnis, und das wird er sich hoffentlich gründlich überlegen.

  • ein Gang zum Anwalt ist wohl das allerletzte Mittel und kommt hier sicher nicht in Betracht.. Für diesen Schaden bist du gemäß deiner Schilderung auf keinen Fall verantwortlich und mußt dafür auch nicht. aufkommen.

  • Ein letzter Hinweis: Sollte wegen dieser Sache das Arbeitsklima Schaden leiden, dann schaue dich schnell nach einer anderen Lehrstelle um. Die Handwerkskammer ist dir dann sicher behilflich. Es kann auch sein, dass dein Chef nur gewaltig auf den Busch geklopft hat.

Ich wünsche Dir viel Erfolg. Gerd.

hey hirnpicker

sorry für die anrede aber so stehste da.nun hört sich ja alles etwas panisdch an von dir.fährst auto und damit scho 18,oky aber damit doch sicher nicht so hilflos denn auch wenn den job hast-ausbildung aber dann erkläre hier doch mal was fact ist-sorry.dein boss hat da die tür im auftrag gehabt-fertig und ein muss einbau geht scho mal nicht.ihr solltet aber frage was hat dieser koloss an gewicht gehabt und wie transportiert.denn doch sicher nicht hochkannt das würde keiner halten können und sollte doch sicher nur in die zarge gehängt werden.also alles in allem 3000 oder nur das türchen.und oky passiert abgeseilt und was dann sicher mords gezeter und haste etweas unterschrieben ein bekenntnis.denn alle hier sagen was sie denken und was sache ist aber mit 18 du in der klemme.nichts unterschrieben dann oky aber haste dann schlechte karten.in der ausbildung ja aber für dich verantwortlich und denke mal das in panik angst um den job aber verhalten nicht wirklich mit hilfe.es liegt auch daran das es letzendlich wohl keine zeugen gibt die deine worte du chef das packe ich nicht bezeugen könnten.ist ne situation wo ich immer darauf hinweisen möchte das egal was geschehen ist der betroffene nie etwas unterschreiben sollte dann lieber die politei rufen und klären lassen denn du den job biste so oder so los-leider.naja hilfe von handwerkskammer oder so schminke dir ab denn das ist lobby und -keine beleidigung oder so nur fact.versuche dich mit hilfe der berufsschule die du ja noch besuchst beraten lassen und bittte unterschreibe --keiner ohne rückfragen auch nur nen fetzen paier denn ab 18 ists abgezeichnet fact es sei das man dem nachweisen kann das er dich übern tisch gezogen hat oder den versuch gemacht.hier sind einige gute tips aber hilfreich nicht denn mit dem gehe dahin oder dahjin hilft dir keiner aber vielleicht doch etwas suche dir vorsichtig nen neuen ausbildungs platz und mit der hilfe aus dem desaster zu kommen denn nicht alle gehören einer lobby an die ihre eigene unfähigkeit anderen ankreisden--wehre dich und viel erfolg dir-kopf hoch--aber denke daran sei fair nur lasse dir nichts gefallen-denke daran halte dir den rücken frei und passe auf dich auf denn es werden sicher repressalien kommen und von seiten wo du nie mit rechnen würdest--du machs gut-oky viel erfolg--lieben grusss-janpi--nich etwas die situation kennst nur du und hier keiner und alle guten worte könnten hilfreich sein wenn sie auch so gemeint wären

gerd47 29.01.2013, 15:08

Hallo janpi21 - du schreibst teils ganz gute Hinweise - manches geht an der Situation aber dennoch total vorbei. Aber ganz was anderes: Du hast ein grauenhaftes Deutsch. Dass viele Leute die Interpunktion, die Groß- und Kleinschreibung und sogar einen vernünftigen Satzaufbau nicht oder nicht mehr beherrschen, ist mir inzwischen geläufig. Mein Rat an dich ist: versuche bitte, dir in Lehrgängen (z.B. Volkshochschule) oder was sonst noch in Betracht kommen kann, dir ein lesbares und vor allem verständliches Deutsch anzueignen. Ich wünsche dir viel Erfolg - Gerd.

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crazyrat 29.01.2013, 15:45

Von Arbeitsgeberhafting hast Du noch nichts gehört und Uch ich muss die Schreibweise bemängeln. Das ist eine glatte 6.

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Sie ist so stark beschädigt, dass man sie nichtmehr reparieren kann, sondern neu fertigen muss

Das ist natürlich Mist, aber sowas passiert.

Es sind Kosten von ca. 3 000€ entstanden, die mir mein Chef, in Raten, von meinem Lohn abziehen möchte

Völliger Käse. Es handelt sich um einen Arbeitsunfall, und der Schaden ist unternehmerisches Risiko. Haftbar wärst Du ggfs. bei Vorsatz oder bei grob fahrlässigem Verhalten, aber davon ist hier ja nun wirklich nicht auszugehen. Wenn Dein Chef das wirklich von Dir fordert, solltest Du m.E.

  • Dich bei der zuständigen IHK melden, und
  • Dir einen anderen Betrieb suchen.
gerd47 29.01.2013, 15:11

Bei Schreinereien ist nicht die IHK sondern die Handwerkskammer zuständig.

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Ganz sicher bist du nicht für die 3.000 Euro haftbar zu machen. Du hast auf die Gefahr hingeweisen, der Chef hat auf Ausführung bestanden, der Unfall r ist passiert. Du bist nicht mutwillig vorgegangen, sondern auf ausdrückliche Anweisung.

Ob der Chef das selber bezahlen möchte oder die Versicherung beanspruchen möchte, das ist sein Ding. Du solltest dringend mit dem Ausbildungsbeauftragten der Innung bzw HWK sprechen.

eine so schwere Tür kann man eigentlich allein nicht transportieren und schon garnicht setzen! Dazu gehören immer ! zwei Personen. Man sieht ja auch in diesem Fall-was dabei rauskommen kann. Selbst wenn ich die Türe allein tragen kann (vom Gewicht her) bin ich doch mit meiner Beweglichkeit stark eingeschränkt und kann überall stolpern oder hängen bleiben. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß eine massive Holztüre beim Fall ein Totalschaden ist-der nicht wieder hinbekommen werden kann! Ein Schaden von 3000.--EUR?Das gibt es garnicht-wahrscheinlich ist das der Endpreis für den Kunden incl.Montage und so dahingesagt. Der tatsächliche Schaden -bei Totalschaden- dürfte also nur unter der Hälte liegen...Ich weiß was ich schreibe-bin selber gelernter Handwerker und habe selbst u.a. Türen gefertigt und montiert-allerdings aus Metall....(Schlosserei/Metallbau)

Da Du Azubi bist, darfst Du ruhig auch mal was falsch machen. Damit muss ein Ausbilder immer rechnen. Natürlich darf Dir Dein Chef das nicht abziehen. Du hast ja sogar darauf hingewiesen, dass Du es nicht alleine schaffen kannst.

Dafür bist du ja versichert. Dein Chef kann nicht einfach hergehen und sagen, er zeiht es dir einfach vom Gehalt ab. Wenn er das tut, dann zieh einen Anwalt heran. Zudem hast du es ja auch auf Anweisung getan. Das verändert die Sachlage dahingehend, dass du nicht fahrlässig gehandelt hast.

Dein <Chef hat von dir ja gehört, dass du das nicht alleine schaffen kannst, also ist es seine Schuld. aAusserdem sollte jeder Betrieb eine Versicherung für solche Schäden haben und dein lieber chef soll mal sehen, wie er es dann hinbekommt. Wenn du einen Zeugen hast wäre es prima und ich würde zu einem Anwalt gehen, falls er es dir von deinem Lohn abziehen will, denn das darf er eindeutig nicht.

Was redet ihr alle von Versicherung? Wie kommt ihr darauf, dass Hirnpicker versichert sei?

Eine Versicherung ist auch überhaupt nicht erforderlich. Bei betrieblich veranlassten Tätigkeiten haftet der Arbeitnehmer je nach Fahrlässigkeit nicht. Hier liegt m. E. nur leichte Fahrlässigkeit vor.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerhaftung

Ruedi 24.01.2013, 02:17

Im Grunde genommen die beste Antwort.

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Hirnpicker 24.01.2013, 18:38
@jonas50

Auf jeden Fall die beste Antwort, ich kann sie nur noch nicht auszeichnen. Danke.

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Erstens kommt hier Arbeitnehmerhaftung mangels Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz gar nicht in Frage und zweiten darf dein Chef nur Lohn von einem pfändbaren Einkommen abziehen, was du als Azubi nicht hast.

Wende dich an die Handwerkskammer und im schlimmsten Fall an einen Anwalt, der Prozesskostenhilfe (Beratungsschein) für dich beantragen kann, wenn du dir den Rechtsbeistand nicht leisten kannst.

Es sind Kosten von ca. 3 000€ entstanden, die mir mein Chef, in Raten, von meinem Lohn abziehen möchte.

Schwachsinn, der Schaden ist unternehmerisches Risiko, du haftest dafür nicht, Du hast die Tür ja nicht vorsätzlich fallen lassen.

Wende dich an die Handwerkskammer wenn Dein Chef weiterhin darauf besteht von Dir den Schaden bezahlt haben zu wollen.

Man ist versichert. Aber zum Anwalt würde ich nicht gehen, klär das mal genau. Ohne Anwalt o.ä.. Erst die Versicherung...

nein er darf das nicht, natürlich kannst du auch zum anwalt gehen aber ich würds dir nicht raten,versuch es erstmal so zu klären,schließlich machst du dort deine ausbildung

Keine Fahrlässigkeit, also auch keine Arbeitnehmerhaftung.

Wenn bei uns die Monteure für alles Haften müssten was sie Kaputt machen, dann würden die gar nichts mehr bekommen. (nicht weil sie so viel Kaputt machen, sondern weil die Platinen so teuer sind)

Nein musst du nicht. Du bist Versichert, wenn dein Chef dir das wirklich abziehen sollte würde ich zum Anwalt gehen.

astroboy 23.01.2013, 23:13

Du sagst es. Ich denke ach dass die Versicherung zahlen sollte. Wenn deer Chef das wirklich abziehen will, dann solltest du bald eine Rechtsberatung aufsuchen grüße

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drasaa 23.01.2013, 23:16

Wer sagt, dass der Chef ausreichend versichert ist?

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Bit103 23.01.2013, 23:19
@drasaa

Das sagt keiner aber das ist dann auch nicht das Problem des Mitarbeiters. Da du die Tür nicht mutwillig zerstört wurde sondern es ein Unfall war, der sogar vom Chef provoziert wurde.

Btw. ich würde mich mal nach einer neuen Stelle umsehen wer so nen Chef hat..

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Ratirat 23.01.2013, 23:20

Woher weißt du, dass er versichert ist?

Ist übrigens auch irrelevant, siehe meinen Beitrag unten.

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johncooper112 24.01.2013, 09:25

Handelskammer wird ausreichen!

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chriskra44 24.01.2013, 11:11
@johncooper112

Handelskammer ist falsch.Ansprechpartner wäre die zuständige Handwerkskammer!

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Du bist nicht haftbar. Dafür ist die Versicherung Deines Arbeitgebers zuständig !

Geh zum Rechtsanwalt und Dir steht bei Deinem kleinen Gehalt sehr wahrscheinlich auch Beratungshilfe und Prozeßkostenhilfe zu. Geh mit Deiner Verdienstbescheinigung, Deinem Lohnkontoauszug und Deinem Arbeitsvertrag zum Amtsgerich in die Rechtasantragsstelle und da sagst Du das, was Du hier auch geschrieben hast und wirst einen Beratungshilfeschein bekommen und mit dem gehst Du zu einem Anwalt für Arbeitsrecht und Du selbst musste dann nur 10 Euro dazu zahlen und den Rest zahlt der Staat.

Auf keinen Fall musst Du dafür aufkommen. Du bist noch in der Lehre und hats von daher keinerlei Erfahrung.

Du bist als Lehrling sowas wie ein Angestellter. Und wenn ein Angestellter das tut was man ihm sagt und es geht schief, dann ist der Chef selber schuld.

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