Tür von innen ohne Schlüssel nicht zu öffnen, Rechtlich in Ordnung?

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9 Antworten

Es kommt doch sehr auf die Art des Hauses an. Ist die Haustür im Ernstfall der einzige Fluchtweg, weil man als Mieter oberer Etagen nicht durch andere erd- oder untergeschossige Türen oder Fenster ins Freie kann, darf die Haustür nicht von innen verschlossen werden und sie muss mit einer normalen Klinke zu öffnen sein. (Wiederum könnte es sein, dass die Tür eine Sicherheitsglasfüllung hat, welche durch einen griffbereit liegenden Nothammer einfach von innen eingeschlagen werden kann, wodurch sich der Fluchtweg öffnet.)

Das zeigt schon, dass die Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist.

Handelt es sich um ein typisches Mehrfamilienhaus, ist diese Konstruktion im Brandfall eine Falle für die Bewohner und letztlich auch rechtlich eine Falle für den Vermieter.

Ist es ein Zweifamilienhaus oder ein EFH mit vermieteter Einliegerwohnung, sind die Anforderungen sicher nicht so streng.

Dass der Vermieter sich weigert, eine neue Haustür einzubauen, kann ich nachvollziehen, aber vermutlich reicht auch schon der Einbau eines neuen Schlosses. Gute neue Haustüren kosten mehrere tausend Euro. Also es ist schon eine Investition.

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Von außen nurmit Schlüssel, ist normal. aber von innen - da bin ich mir nicht sicher, ob die Feuerwehr da nicht etwas dagegen hätte. Schließlich findet man im Brandfall seinen Schlüssel vielleicht nicht gleich.

Bin gespannt auf weitere Antworten, es gibt ein paar Hausbesitzer und Vermieter hier, mal gucken, was die sagen

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Viele Hausordnungen verpflichten die Mieter, die Hauseingangstüren nachts bzw. zu bestimmten Tageszeiten abgeschlossen zu halten, wonach die Haustür von 22.00 bis 6.00 Uhr ständig verschlossen zu halten ist. Grund für diese Regelungen ist das Sicherheitsbedürfnis der Eigentümer und Bewohner.

Die Pflicht des Vermieters zur Gebrauchsüberlassung schließt die Pflicht ein, Störungen des Mietgebrauchs abzuwehren, die von Dritten ausgehen. Der Vermieter ist daher auch insoweit verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen, dass Unbefugte das Mietgebäude nicht betreten können. Bisher sind — soweit bekannt — Festlegungen in den Hausordnungen, die nachts ein Abschließen der Haustür vorsehen, von den Gerichten nicht beanstandet worden.

Dem Abschließen von Haustüren könnten aber brandschutzrechtliche Aspekte entgegenstehen.

Die Regelungen der Landesbauordnungen sprechen dafür, dass aus brandschutzrechtlichen Gründen die Haustüren nicht abgeschlossen werden dürfen. Dies würde grundsätzlich bedeuten, dass die Tür in einem Haus mit mehren Wohneinheiten — unabhängig von einer Regelung in der Hausordnung — nachts nicht verschlossen werden darf.

Denn der Schutz von Leben und Gesundheit im Falle eines Brandes muss Vorrang vor einem Sicherungsinteresse haben. Zudem ist entgegen der weit verbreiteten Vorstellung nach Statistiken der Polizei die Einbruchsgefahr tagsüber größer als nachts.

So könnte z.B. ein Schlüssel für den Notfall in einem abschließbaren Kasten innerhalb des Hauses nahe der Haustür angebracht werden. Diese Möglichkeit ist zwar relativ kostengünstig, führt jedoch leicht zum Missbrauch. Als Alternative bietet sich die Anbringung eines speziellen Profilzylinders an, mit dem eine abgeschlossene Tür auch ohne Schlüssel von innen entriegelt werden kann. Dies ist etwas kostenaufwendiger, dafür aber auch dauerhafter und sicherer. Zumindest bei anstehenden Erneuerungen oder Instandsetzungen von Hauseingangstüren sollte diese Möglichkeit deshalb in Erwägung gezogen werden.

Pressemitteilung Landesfeuerwehr RLP

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Die Haustür gehört zum Fluchtweg und darf nicht abgeschlossen sein.

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Von innen muss die Haustüre jederzeit ohne Schlüssel zu öffnen sein. Denn die Haustüre ist im Ernstfall auch eine Fluchttüre. Oder richtig ist, in einem Notfall muss die Ture auch per Drücker geöffnet werden können.

Da ist der VM im Unrecht. Ich würde mich in dem Fall an die Feuerwehr wenden. Die sagen dem VM schon was Sache ist.

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Also wie man an den Antworten sieht, ist es nicht so einfach. Die Haustür ist i.d.R. "Erster Fluchtweg". Verantwortlich ist der Vermieter, was einem Mieter im Notfall wenig hilft...

Problem ist (auch für uns als ausführende und mitdenkende Firmen), dass es keine gesetzliche Regelung gegen "ab 22:00 Uhr ist die Tür verriegelt zu halten" oder eben auch Haustüren, die im Ernstfall nur mit dem Schlüssel von Innen (es gibt auch einige, welche über einen Taster "Tür-Auf" verfügen...welcher aber ohne Strom auch nicht funktioniert) zu öffnen sind.

Meiner Meinung nach muss JEDE Haustür als erster Flucht- und Rettungsweg angesehen werden. Dies ist aber leider Aufgabe des Gesetzgebers und das kann dauern ...wie wir jeden Tag wieder in der Politik lernen.

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Also, die Tür wird doch innen wohl einen Türgriff haben, oder? Ein nacktes Blatt habe ich noch nie gesehen.

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Von Aussen Knauf, von Innen Klinke. Ich würde sagen, das ist Standard.

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Es ist meistens Standart wenn innen Klinke und außen Knauf ist. Und wenn die Feuerwehr kommen muss ist die Tür ganz schnell offen.

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