Traditionelle Rollenaufteilung?

8 Antworten

Teilweise war das so...

Teilweise wurde auch die strafende (lies: prügelnde) Rolle ganz dem Vater zugeschoben, das hat der Beziehung auch geschadet...

Die traditionelle Rollenverteilung hatte aber auch Vorteile:

  • Familien waren stabiler (weniger Scheidungen, weniger Scheidungskinder, oft aber auf Kosten der Frauen, die sich auch mit unglücklichen Ehen abfinden mussten).
  • Reine Hausfrauen hatten mehr Zeit für Kinder, ihre Veranstaltungen in Schulen, etc...
  • Es gab weniger Streitigkeiten über Aufgaben-Teilung, weil die von vornherein klar war...
  • Frauen waren teilweise besser auf Haushalt und Kindererziehung vorbereitet. In diesem Bereich geht heute viel Know-How verloren, weil weder Männer noch Frauen es wirklich lernen, das kann bei der Haushaltsführung hinderlich sein...

Sie hatte aber auch Nachteile:

  • Frauen hatten keinen Zugang zu Bildung
  • Männer und Frauen wurden in Rollen gedrängt, egal ob sie ihnen lagen oder nicht
  • Wenn Mann familie nicht gut ernährte war es echt schwer für die Familie, weil es für Frauen schwer war, Geld zu verdienen

Nein. Zumindest war es bei mir nie so. Mein Vater musste ein halbes Jahr lang die ganze Nacht über arbeiten. Ich konnte ihn deswegen wochenlang nicht sehen weil ich tagsüber in der Schule (Ganztagsklasse, mein Vater hat tagsüber immer geschlafen und ich wollt ihn nie aufwecken) war. Er hat mir dann immer auf einem Zettel Sprüche wie „viel Glück mit deinem Test heute“ usw geschrieben und ich antwortete ihm über den Zettel.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das kommt darauf an, wie viel und mit welcher Qualität sich der Vater in der verbleibenden Zeit um die Kinder kümmert.

Aber meistens ist die Beziehung zum Vater dann nicht so eng, wie zur Mutter.

Sieht man dann ja auch bei den Trennungen, da wollen die Kinder halt lieber zur Mutter.

Wenn er selten da war, sich abends nicht noch intensiv und lange mit den Kindern beschäftigt hat und auch am Wochenende nicht, dann ganz sicher.

Natürlich schadet es dem Kind, wenn der Vater nicht präsent ist. Und es schadet der Mutter, wenn sie damit in eine Rolle gezwängt wird, die sie vielleicht nie wollte.

Die "traditionelle" Rollenverteilung ist patriarchalischer bullshit und gehört über den Haufen geworfen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Naja man darf vielleicht auch nicht ganz vergessen, dass das immer noch viele Leute so wollen

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@Siireniita

Wer das freiwillig so möchte soll das selbstverständlich genau so tun.

Aber allzu oft ist es die gesellschaftliche Erwartungshaltung, dieses „traditionelle“ Bild zu pflegen, weil man das „halt“ so macht. Und sich dem zu widersetzen ist verdammt schwer.

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