Trump-Sieg und US-Wahlsystem wirklich unfair?

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13 Antworten

Das Wahlsystem in den USA ist auf Bundesebene ausgeprochen undemokratisch, weil es nicht die Anzahl der abgegebenen Stimmen wirklich berücksichtigt, sondern vielmehr die bloße Mehrheit der einzelnen Bundesstaaten, die dann via Wahlmänner und Wahlfrauen den Ausschlag geben. Dies ist Ausdruck der Mehrheitswahl, also anders als die Verhältniswahl, die die tatsächliche Anzahl der Stimmen berücksichtigt.

jainsagerin 11.11.2016, 20:37

Auf Landesebene mag es undemokratisch erscheinen, aber auch nur, wenn man davon ausgeht, dass der leitende Gedanke wäre, dass die Stimme des Einzelnen auch auf Ebene der gesamten Republik zählen würde. Das ist aber nicht der Fall. Sondern nur auf Bundesstaatebene. Das ist einfach nur eine Frage des Blickwinkels. Es muss nicht zwingend als undemokratisch betrachtet werden.

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voayager 11.11.2016, 21:16
@jainsagerin

Nun, das Undemokratische in den USA zeigt sich auf der Bundesebene, so war auch meine Aussage geminet, über die Bundesstaaten-Ebene hatte ich mich nicht geäußert.

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jainsagerin 12.11.2016, 14:30
@voayager

...Und nun? Ich habe mich aber darüber geäußert.Da habe ich deine Aussage ja nicht ignoriert oder verfälscht?

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voayager 12.11.2016, 15:37
@jainsagerin

Ja, deine Frage zielt ja auch in die Richtung, dass das Wahlsystem nicht fair ist, wie du es ausdrückst.

Ich denke mal, wir sehen beide dsbzgl. in etwa das Gleiche.

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Das Wahlsystem finde ich schon unfair, aber damit meine ich das gesamte Wahlsystem in der US&A, und ich finde es unfair gegenüber dem Wähler.

Donald Trumps Sieg finde ich nicht unfair, da es ebenso gut in die andere Richtung hätte gehen können (Hillary hätte mit weniger Stimmen gewinnen können). Ein Sieg kann nicht unfair sein wenn beide nach den selben Regeln spielen.

Hillaries Sieg in den Primaries fand ich allerdings unfair, da Hillary zusammen mit der DNC Bernie Sanders behindert hat, und sich somit einenj unfairen Vorteil verschafft hat den Sanders nicht hatte.

Es ist etwas eigenartig, irgendwo habe ich auch mal eine Info gefunden warum das so entstanden ist. Und es ist nicht das erste Mal, der größte Verlierer war Al Gore, mit mehr als 600000 Stimmen mehr als Bush

jainsagerin 11.11.2016, 19:27

Eben, es ist nicht das erste Mal. 

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Weniger Menschen haben ihn gewählt und er ist trotzdem Sieger.. das ist schon komisch oder? 
Ich finde zu Zeiten von Pferdekutschen hat das System der Wahlmänner in einem so großen Land wie Amerika schon Sinn gemacht, aber das System ist zu Zeiten der modernen Medienkommunikation absolut veraltet.
ob fair oder nicht, nun ja, sie haben sich ja zu den Bedingungen zur Wahl gestellt, also muss mit den Konsequenzen halt klar gekommen werden. Aber das passiert in Amerika ja auch nicht zum ersten mal. Wird Zeit, dass das geändert wird meiner Meinung nach.

jainsagerin 11.11.2016, 19:14

Das System der Wahlmänner ist überholt, das stimmt. ^^ Aber das war ja nun auch davor schon so, das nun als Argument speziell gegen Trump anzuführen... ich weiß ja nicht.

Nicht, dass ich für Trump gewesen wäre, aber die Proteste gegen seinen Sieg finde ich doch irgendwie.. sinnfrei. Man mag sich gegen ein Wahlsystem auflehnen können, aber gegen einen Wahlsieg?!^^

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quwer 11.11.2016, 19:17
@jainsagerin

Meine Rede. Ich glaub man muss einfach nur abwarten. früher oder später leistet der sich eine richtige Aktion und dann wird er abgesetzt.

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jainsagerin 11.11.2016, 19:23
@quwer

xD Möglicherweise.

Naja, ich denke aber nicht, dass die Welt mit Donald Trump nun untergehen wird. 

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gunnar90 11.11.2016, 20:20
@quwer

Ich wette 1000:1, dass er in 4 Jahren erneut gewählt wird. Schon jetzt sind die Wahlgewinner die Banken, die Pharmaindustrie und die Rüstungsindustrie, deren Aktienkurse an der Wallstreet in die Höhe schnellten. Und wer die Banken, die Pharmaindustrie und die Rüstungsindustrie hinter sich vereint, hat schon den goldrichtigen Start ins Amt.

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Nein.
Die USA hat 51 Bundestaaten mit unterschiedlicher Anzahl Bevölkerung.
Genau das wird über die Wahlmänner ausgeglichen.
Ohne diesen Ausgleich würden die bevölkerungsreichen Bundestaaten an Ost und Westküste die bevölkerungsschwachen Staaten dominieren.

Ein demokratisches System, für 219 Mio. Wähler muss diese Bevölkerungsunterschiede ausgleichen.

Genau diesen Aspekt hat Clinton vernachlässigt und die Wahl verloren.

Apfelkind86 11.11.2016, 22:57

Wie wäre es mit einem simplen Verhältniswahlrecht, in dem jede Stimme gleich viel zählt?

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soissesPDF 12.11.2016, 00:34
@Apfelkind86

Darüber wärest als New Yorker sicher erfreut, in Utah oder Oklahoma eher weniger.
In South Dakota oder Nevada hast eher nichts von der Wall Street.
sind 219 Mio. Wähler, die eben nicht alle an Ost- oder Westküste wohnen, sondern mittendrin.
Eben das gleicht das amerikanische Wahlsystem aus, über die Zahl der Wahlmänner.

Nur so am Rande, wie wollte denn Clinton in Texas auftreten "wir haben in Alamo gekämpft gegen Santa Anna"...wer jetzt genau hat in Alamo Texas für Amerika verteidigt?
Eben, in diese "Mitte Amerikas" hat sich diese Elite-Feministin nicht hingetraut, diesen John Waynes einmal zu erklären aus welchem Holz eine Frau geschnitzt ist, "auf der Mainstreet, einen Bullen auf 'nem Rodeo in Arkansas reiten.
50% der Frauen wählten Hillary nicht, die noch nie die Sporen eines Cowboys an seinen Stiefeln gesehen hatte.
Dort aber ist Amerika, die uramerikanische Legende, das Land der Rancher, Farmer, Siedler, der Cowboys und Endecker.
Nicht das der verwöhnten Vorstadt Pommeranzen.
In diesem Amerika hat Hillary die Wahl verloren.

Trump, dieser Wallstreet Boy, in den Fußstapfen von Ronald Reagan und Johne Wayne, der einem amerikanischen Longhorn Rind ein Brandzeichen aufdrücken kann, der war in dieser Mitte des Landes, sprach die Mythen und Legenden an, dort wo Amerika einst groß wurde.
Er gewann diese Staaten, nahezu durchgehend.
"Den Schutz durch unsere Jungs, den Gi's und Marines gibt es nicht länger zum Nulltarif, dafür wird die Welt schon zahlen müssen. Wir sind zuerst Amerikaner, nicht der Bückling der Welt".

Man mag das populistisch nennen, kann schon sein.
Nur wurde so die Wahl gewonnen, ein anderes Ergebnis hat es nicht.

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Meiner Meinung nach ist das System undemokratisch (da z.b eine Stimme in Alaska mehr zählt als in Californien) aber nicht unfair, da ja für beide die selben Chancen bestehen

Nein, den Amerikanern ist der Föderalismus, also die Eigenständigkeit der Bundesstaaten wichtig. Insofern ist es konsequent die Wahl auf die Bundesstaaten zu übertragen. Und in den Bundesstaaten stimmen die Mehrheitsverhältnisse. Es ist Unsinn, die Wahl in den Bundesstaaten dann einfach für das gesamte aufzuaddieren. Die Amerikaner wählen nicht auf Landesebene, insofern sind ist ein entsprechender Ausweis der Stimmen falsch und irrelevant.

jainsagerin 11.11.2016, 20:32

Jap, bin komplett deiner Meinung.

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Ja. Ein System, bei dem es gute Chance gibt, daß der Verlierer gewinnt, ist schlecht. 

Bis jetzt ist es in der Geschichte der USA 4x passiert, was einer "Fehlerquote" von 7% entspricht. Man stelle sich nur mal vor, in der Bundeslige würde bei 7% aller Fälle durch seltsame Regeln der Verlierer des Spiels zum Gewinner erklärt. Die Stadien würden brennen.

jainsagerin 11.11.2016, 19:39

Nein, denn dann würden wir einen "Sieg" anders definieren. Wenn diese Spielregeln dann vorher schon klar sind, dann ist daran nichts unfair.

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Apfelkind86 11.11.2016, 22:51
@jainsagerin

Dann wird sowas aber zum Glücksspiel und das darf bei einer Wahl nicht sein.

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Skeeve1 12.11.2016, 10:59
@jainsagerin

Das ist es doch gerade. Die Spielregeln sind schlecht, und deswegen gibt es unfaire Ergebnisse.

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jainsagerin 12.11.2016, 14:33
@Skeeve1

... Nein, das ist unlogisch. Fair war es trotzdem vor dem Hintergrund, dass die Spielregeln vorher bekannt waren.

Dass man sich gegen das Wahlsystem auflehnen kann, dagegen sage ich ja nichts. Aber doch nicht gegen das Wahlergebnis, nachdem man die Spielregeln vorher genau so festgelegt hat! Darum geht es doch. 

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archibaldesel 11.11.2016, 19:50

Die Aussage ist falsch. Es wird auf Ebene der Bundesstaaten gewählt, nicht auf Landesebene. Insofern sind die Stimmverhältnisse auf Landesebene nicht relevant. Auf Ebene der Bundesstaaten stimmen die Mehrheitsverhältnisse.

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Skeeve1 12.11.2016, 10:58
@archibaldesel

Nein, stimmen sie nicht. Egal wie viel Wortakrobatik man durchzieht, es belibt dabei, daß bereits 4x der Kanididat mit den meisten Stimmen nicht Präsident wurde.

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jainsagerin 12.11.2016, 14:31
@Skeeve1

Aber das ist nun mal nicht der Gedanke hinter dem System.

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Unser Lehrer hat uns auch erklärt dass,wenn die USA ein anderes Wahlsystem hätte,Clinton gewonnen hätte.

jainsagerin 11.11.2016, 20:35

Mag sein, aber ob ein anderes Wahlsystem "besser" wäre, das ist ziemlich subjektiv.

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Das Wahlsystem der USA ist inzwischen sehr undemokratisch, weil vor allem die Republikaner das Mehrheitswahlrecht ausnutzen, um sich abenteuerliche Wahlkreise zurecht zu schneiden.

So stellen sie sicher, dass in den meisten Wahlkreisen die Wähler, die eher demokratisch wählen, in der Minderheit sind und ihre Stimmen daher verfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerrymandering

https://goo.gl/76P5iX

Unfair würde ich nicht sagen da jeder das Spiel kennt und auch mitspielt.

Es ist vielmehr unpraktisch weil es den wahren Gewinner benachteiligen kann.

jainsagerin 11.11.2016, 19:28

Kann man das "wahren Gewinner" nennen, wenn die Spielregeln, die den Gewinner bestimmen, im Vorhinein schon klar waren/sind?

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gunnar90 11.11.2016, 20:14
@jainsagerin

Natürlich. Niemand hat das Gesetz gebrochen. Die USA sind eine Demokratie und das Wahlgesetz wurde demokratisch verabschiedet. Egal, ob dir das gefällt oder nicht.

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jainsagerin 11.11.2016, 20:29
@gunnar90

Na, der Meinung bin ich doch auch. 

Aber LustgurkeV2 nennt Hillary Clinton die "wahre Wahlgewinnerin".

Irgendwie bist du 'n bisschen auf dem falschen Dampfer hier, gunnar90. xD

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Man kann es nicht unfair nennen. Ich finde es noch nicht ganz ausgereift. Die Amerikaner kennen das Prinzip 'The Winner takes all' also sind sie sich der Konsequenz bewusst gewesen.

Nein.

Trump hat nicht unfair gewonnen. Er hat sich das verdient.

Jeder kennt das Wahlsystem in den USA und wenn man dieses nicht akzeptieren kann, sollte man die Schuld nicht auf Trump bzw. Trump's Sieg schieben. Er hat schließlich nicht dieses System erschaffen.

Hätte Clinton gewonnen und insgesamt weniger Stimmen als Trump gehabt, dann würde sich (und da bin ich mir sicher) niemand beschweren.

Apfelkind86 11.11.2016, 23:00

Hätte Clinton gewonnen und insgesamt weniger Stimmen als Trump gehabt, dann würde sich (und da bin ich mir sicher) niemand beschweren.

Ohoho, da bin ich aber ganz anderer Meinung. Da wäre zum einen ein gewisser verrückter Milliardär, der Wahlbetrug schreien würde, sowie seine noch verrücktere und gewaltbereite Anhängerschaft.

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sgn18blk 12.11.2016, 01:07

Jeder hat seine eigene Meinung.

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