Trotzdem Vorzeitig in rente?

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5 Antworten

Hallo Papa01,

Sie schreiben:

Trotzdem Vorzeitig in rente?

Ich werde die letzten 2 jahre vor meinem Renteneintritt Krankheitsbedingt alg I beziehen wie kann ich meine 45 Jahre besonders langjährig versicherte trotzdem erreichen?

Antwort:

Zunächst einmal ist Ihr Geburtsjahrgang wichtig,, denn für jedes Jahr, das Sie nach 1952 geboren sind, müßen Sie zwei Monate Wartezeit in Kauf nehmen!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publicationFile/51387/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

Auszug ab Seite 10:

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte gibt es für Versicherte, die mindestens 63 Jahre alt sind und 45 Jahre Versicherungszeit zurückgelegt haben 

Auf die 45 Jahre werden angerechnet:

> Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung
oder Tätigkeit, Zeiten mit Minijobs ohne eigene
Beitragsaufstockung allerdings nur anteilig
> Pflichtbeiträge für Kindererziehung, nicht erwerbsmäßige
Pflege, Wehr- und Zivildienstpflicht
> Ersatzzeiten
> Berücksichtigungszeiten für die Erziehung eines
Kindes bis zum 10. Geburtstag oder für nicht erwerbsmäßige
Pflege von Januar 1992 bis März 1995
> Zeiten des Bezugs von Übergangsgeld, Leistungen
bei Krankheit (vor allem Kranken- oder Verletztengeld)
oder Entgeltersatzleistungen der Arbeitsförderung
(zum Beispiel Arbeitslosengeld), die gleichzeitig
Pflichtbeitrags- oder Anrechnungszeiten sind; sollten
Sie die Leistungen der Arbeitsförderung jedoch in
den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn bekommen
haben, wird diese Zeit nur berücksichtigt, wenn
die Leistung durch eine Insolvenz oder vollständige
Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers bedingt war 

freiwillige Beiträge, wenn insgesamt 18 Jahre 

Pflichtbeiträge gezahlt wurden; das gilt jedoch nicht,
wenn Sie die freiwilligen Beiträge in den letzten
zwei Jahren vor Rentenbeginn gezahlt haben und
gleichzeitig eine Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit
vorliegt.
Dagegen werden auf die 45 Jahre nicht angerechnet:
> Zeiten des Bezugs von Arbeitslosenhilfe oder
Arbeitslosengeld II
> Zeiten aus einem Versorgungsausgleich sowie aus
einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen
Lebenspartnern
> Anrechnungszeiten ohne Bezug von Entgeltersatzleistungen
(zum Beispiel während der Ausbildungssuche
oder eines Schul-, Fachschul- oder Hochschulbesuchs)
Wer vor 1953 geboren wurde, konnte die Altersrente
abschlagsfrei ab 63 erhalten. Für von 1953 bis 1963
geborene Versicherte wird die Altersgrenze schrittweise,
wie in der Tabelle gezeigt, angehoben. Vom Geburtsjahrgang
1964 an liegt die Altersgrenze dann wieder bei
65 Jahren

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Betreffs der Jahre nach 1952 siehe bitte die beigefügte Tabelle von Seite 11 unter obigem Link!

Unabhängig davon sollten Sie ggf. auf eine gründliche Beratung durch Ihre zuständige DRV-Rentenanstalt nicht verzichten, denn der Teufel steckt, wie so oft, im Detail!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

 - (Rente, Besonders langjährig versicherte )
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Wie viele Monate fehlen denn ohne das zu erwartende ALG I noch auf die 45 Jahre? 

Wenn es nur sehr wenige sind, könnten es sich rechnen, diese ggf. auch durch Zahlung von freiwilligen (Mindest-)Beiträgen aufgefüllt werden (diese zählen mit auf die Wartezeit wenn mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge vorhanden sind), das jedoch nur geht, wenn man für diese Monate auf das ALG verzichtet, indem man sich z.B. zu spät bei der AfA meldet.

Aber vorher unbedingt durch Probeberechnungen machen lassen und es sich gewissenhaft durchrechnen!

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Der Bezug von AlG 1 ist versicherungspflichtig und es werden auch Beiträge an die RV abgeführt. Das gleiche gilt für das Krankengeld.

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Hallo, Wenn Sie 45 Jahre lang gearbeitet und in die Rente eingezahlt haben, so könne Sie die frühzeitige Rente beantragen. Krankengeld wird mit gerechnet. Bitte beachten Sie, dass bei Bezug von ALG I kleinere Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt werden und sich somit die Rente dadurch etwas mindert. Hoffe es war hilfreich :) LG :) und alles gute !

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Kommentar von DerHans
02.02.2017, 12:39

Das bereits vorher erreichte Rentenniveau wird NICHT gemindert, es steigt nur langsamer an.

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Du musst die Wartezeit von 45 Jahren erfüllen. ALG I in den letzten 2 Jahren vor dem Rentenbeginn werden da nicht mitgerechnet.

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