Trotz überwiegend Erfahrung im Englischreiten später Westernpferd kaufen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Warum nicht? Du solltest dich allerdings vorab informieren ob es bei dir in greifbarer Nähe dann auch einen entsprechenden Trainer gibt, der dich unterstützen kann. So ganz auf eigene Faust wirst du das ja sonst kaum hinbekommen. Selbst wenn du ein gut ausgebildetes Reiningpferdchen kaufst will es entsprechend nachgeritten und ggf. eben auch Korrektur geritten werden. Da sollte dann schon zumindest die Möglichkeit bestehen in regelmäßigen Abständen zum Training fahren zu können oder einen mobilen Trainer an die eigene Anlage zu bekommen.

Auch musst du bei der Stallauswahl beachten, dass nicht alle Böden Reininggeeignet sind bzw. auch nicht alle Stallbetreiber wollen dass auf ihrem Boden überhaupt gestoppt wird. Ich habe zB selbst einige Quarter und auch einige Einsteller im Westernbereich, allerdings sind wir alle in den Allround-Disziplinen unterwegs, daher sind meine Böden auch nicht auf Reining ausgelegt und ich würde auch niemanden als Einsteller aufnehmen der bei mir aktiv stoppen möchte. Das nur als Tipp nebenher :-)

Woher ich das weiß:Beruf – Pensionsstall, Turnierreiter, QH-Züchter

Allerdings ist zu beachten, dass grade ein gut ausgebildetes Westernpferd für einen normalen Reiter schwierig zu händeln wäre. Entweder, man nimmt eines, was noch nicht so weit ausgebildet ist, oder man Brauchtum Beginn täglich den Trainer dabei.
Ich habe auch schon mal einige Monate einen Rainer geritten - allerdings im Gelände, und ohne sliding stpos. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Aber ein Pferd, dass dann „rückwärts trabt“, wenn man vielleicht versehentlich oder unwissend die Schenkellage verändert? Ne, damit käme ich alleine nicht so einfach zurecht. 🤔

1
@Urlewas

Naja das kommt ja immer aufs Pferd an. Ich kenne durchaus einige Reiner die erfolgreich von Amateuren geritten werden ohne dass sie im Trainingsstall stehen wo ständig der Trainer dabei ist.

Habe hier selbst eine Einstellerin (vorher reine Freizeitreiterin) die sich eine 4-jährige Stute aus dem Trainingsstall mit Reiningausbildung gekauft hat. Die beiden harmonieren super miteinander und hatten nie "Verständigungsprobleme". Die Dame hat sich nach dem Kauf noch eine Woche im Trainingsstall täglich Unterricht geben lassen und das Pferd dann zu uns geholt. Seitdem hat sie auch lediglich 2 wöchentlich Unterricht und kommt damit super klar.

Man muss ja nicht den 3 jährigen frisch aus der Futurity raus kaufen sondern kann (bzw sollte vielleicht sogar) auf etwas etwas älteres, "gefestigteres" setzen. Wie immer macht es ja sowieso Sinn, sich beim Kauf jemanden "vom Fach" mitzunehmen, der beurteilen kann ob das Pferd von einem Umsteiger händelbar ist oder nicht.

2

Ja, wenn du ansonsten Ahnung von Pferden hast und eben sonstige Anforderungen für ein eigenes Pferd erfüllst, spricht da nix dagegen.

Du brauchst eben dann einen "Lehrmeister" als Pferd und zu Anfang wirklich viel Unterricht, damit du nicht auf versuchst "Englisch im Westernsattel" zu reiten. Aber dann sollte das gehen.

Und weiter Englisch Unterricht nehmen und reiten bis dahin ist auch gut, weil vieles kannst du ja trotzdem gebrauchen.

Ganz kann man es zwar nicht vergleichen, aber ich denke, viele lernen auf ihrem eigenen Pferd bisschen anders zu reiten, als davor auf fremden Pferden. Ich habe mir ein paar Sachen auch erst dann angeeignet und vor allem in dem einen Jahr mit meinem eigenen Pferd viel mehr gelernt, als jemals zuvor. Und zwar nicht im Sinne von höheren Lektionen, sondern im Sinne von Fühlen, Verstehen und dem Pferd "nett" vermitteln, was ich will. Und ein paar andere Ansätze beim Reiten. In der Zeit hätte ich vermutlich fast auch eine andere Reitweise lernen können.

Woher ich das weiß:Hobby – Umgang mit Pferden und Reitsport seit ca. 15 Jahren

In Deutschland kommt so mancher berühmte Westernreiter ursprünglich aus dem klassischen. Ute Holm zum Beispiel.

2

Weiter Unterricht zu nehmen ist in jedem Fall sinnvoll. Gerade in der Reiningszene wird leider des öfteren eher wenig Wert auf einen schönen sitz gelegt. Da schadet es nie wenn man vorher schon etwas mehr in die Richtung „gedrillt“ wurde und einigermaßen gerade und ausbalanciert auf dem Pferd sitzen kann ;-)

1

Klar, geht wunderbar. Ich bin Bereiter u. seit ca. 2 1/2 J. bereichert ein Quarter meine englische Truppe, kam ich ein bisschen dazu wie die Jungfrau zum Kinde... mit Unterstützung einer versierten Trainerin u. sehr zur Erheiterung vieler Kollegen (ausgerechnet ICH u. Western...) reite ich nun also auch Western. Reining ja, Ranch riding ja - Barrel racing nein. Dazu sind mir die Beine meines Pferdes zu wertvoll.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

ein Bekannter von mir halt sich als Reitanfänger sogar ein Pferd gekauft - der war aber ein Erwachsener Mann um die 40 und mit dementsprechend finanziellen Mitteln.

Der hat mit seinem Pferd X Kurse besucht - sein Pferd und er haben gemeinsam gelernt. hat halt ne Menge Geld gekostet. durch die vielen Kurse und einzelstunden weiß er aber mehr als ein normaler Reiter. Der macht sich sogar die Hufe vom Pferd selbst und nur 2x im Jahr kommt ein Schmied vorbei und kontrolliert das.

Möglich ist natürlich alles

warum nicht In meiner Region gibt es auch jede Menge Reitlehrer für Westernreiter.

Bei mir ist der einzige Trainer der auf Schulpferden unterrichtet leider in einem 80 Kilometer entfernten Ort. Gibt eine in der Nähe aber die unterrichtet leider nur Menschen mit eigenem Pferd oder einer Reitbeteiligung

0

Was möchtest Du wissen?