Trotz Systemunterschiede sind massive Differenzen zwischen Rentehöhe und Höhe von Beamtenpensionen offensichtlich. Warum erfolgt keine Reform der Pensionen?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Bitte bitte bitte - bei den unrechtmäßig hohen Pensionen daran denken, was denn nun eigentlich bei der Presse da verhökert wird. Wenn als Vergleich zu einem Fließbandarbeiter ein Ministerialbeamter genannt wird (auch absichtlich übertrieben um es darzustellen) ist das genauso ein Vergleich zwischen Fiat und Ferrari in einer Motorzeitschrift.

Beamtenpensionen errechnen sich nach den erreichten Dienstjahren und dem Endgehalt, das ist richtig. Dafür müssen sie aber 42 bis 47 Jahre beim gleichen Arbeitgeber dienen um das zu kriegen was ihnen zusteht. Wenn ich die Arbeiter der großen Firmen sehe und das, was sie dann nicht nur an 14. und 15. Monatsgehalt und Zusatzprämien erhalten sondern auch noch an Betriebsrente, dann "stinken" Beamte wirklich ab.

Richtig ist, dass der, der im mittelständischen Betrieb arbeitet oder Geringverdiener  sehr schlecht dran ist. Die Altersarmut ist etwas, da will wohl niemand politisch so recht ran. Das Ganze zu ändern wäre sinnvoll, geht aber beim "althergebrachten Berufsbeamtentum" nicht, da dafür eine Grundgesetzänderung notwendig wäre. Und an der geringen Rente sind wir alle selbst schuld. Wir haben einfach zu wenig Kinder und es ist einfach auszurechnen was da bald abgehen wird. Also auch hier nicht unbedingt immer alles auf die Beamten schieben.

Und bitte, Beamte im Streifenwagen oder in den Rathäusern, die für 2000 Euro oder für 2500 Euro in der Nacht und am Wochenende durcharbeiten sind wirklich nicht mit dem zu vergleichen was als Vergleich immer wieder vorgezeigt wird. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Frage die mit einer Behauptung beginnt - wo soll man anfangen?

Der Staat steht am Arbeitsmarkt im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern. Er will bei Beamten einen Menschen der gut ausgebildet ist und möglichst nicht nach der Ausbildung zu einem anderen Arbeitgeber wechselt sondern der "sein Leben lang" bei ihm arbeitet. Er soll sich Regeln unterwerfen wie z.B. kein Streikrecht, keine komplette freie Wahl des Arbeitsplatzes (sondern kann einfach versetzt werden) usw.

So und nun haben wir den EDV Spezialisten der im öffentlichen Dienst arbeitet und den mit der gleichen Qualifikation der bei Siemens tätig ist. Der bei Siemens hat eine Betriebsrente neben seiner normalen Rente, der EDV Mensch beim Mittelstand verdient mehr als der Siemensianer und kann schneller den Arbeitgeber wechseln und der beim Staat hat halt eine Pension und s.o. Einschränkungen.

Ich glaube nicht, dass hier so extreme Unterschiede bestehen wie die Frage behauptet. Sind nur halt andere Profile.

Ob das für alle Stellen gilt - keine Ahnung. Ist aber nicht schnell und einfach zu beantworten. Aber ähnliches lässt sich auch für eine Putzfrau herleiten.

Und wenn jetzt jemand mit Arbeitslosigkeit usw. argumentiert dann hat er die 60er,70er,80er,90er vergessen. Vollbeschäftigung - jede Menge Jobs und bei Jobhopping gute Aufstiegs- und Einkommenschancen für gut ausgebildete, flexible Mitarbeiter. Und ist jetzt wieder so.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Gilbschleuder,

Sie schreiben:

Trotz Systemunterschiede sind massive Differenzen zwischen Rentehöhe und Höhe von Beamtenpensionen offensichtlich. Warum erfolgt keine Reform der Pensionen?

Antwort:

Weil die meisten Mitentscheider selbst im Beamtenstatus sind und sich Ihren finanziellen Ast, auf dem sie sitzen, nicht eigenhändig absägen werden!

Zudem kocht jedes Bundesland seine eigene Suppe!

https://de.wikipedia.org/wiki/Pension_(Altersversorgung)#Nachhaltige_Finanzierung_der_Versorgung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Änderungen wurden auch auf die Pensionen übertragen.

So gehen jüngere Beamte auch mit 67 in Pension.

Beides sind versch. System, die man nicht einfach vergleichen kann. Man sollte sich mal mit beiden Systemen beschäftigen und informieren.

Ohne Neidfaktor!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Gilbschleuder
17.07.2017, 13:31

Richtig. Trotz aller gerne von Beamten betonten Systemunterschiede und verfassungsrechtlichen Zugeständnissen an den Beamtenstatus sind diese Differenzen aber einfach nicht mehr vermittelbar.

0
Kommentar von AalFred2
17.07.2017, 13:38

Auch die Unterschiedlichkeit der Systeme ändert nichts daran, dass Pensionen unverhältnismässig viel höher sind.

0

Warum wohl?

Die Parlamente sind mal voller und mal leerer - aber immer voller Lehrer.

Denkst du, die machen Gesetze, die sie selbst bezahlen müssen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?