Trotz schwungscheibenschaden fahren?

5 Antworten

Ein Zweimassenschwungrad (ZMS) nimmt die Schwingungen vom Motor auf damit diese nicht an die umliegenden Aggregate abgegeben werden.

Wenn das ZMS kaputt ist dann wird alles was am Motor dran ist geschüttelt. Es belastet nicht nur dein Getriebe mehr beim Einkuppeln sondern auch während dem laufen alles was am Motor fest ist. Sprich Servopumpe, Turbolader, Lichtmaschine ect.

Auch wenn du den Gang drin läßt, oder kein Gang eingelegt ist schüttelst du alles durch. Das die Teile dies nicht lange mit machen sollte klar sein.

Ein ZMS ist eigentlich darauf ausgelegt unter starken Bedingungen mindestens
160.000km zu halten. Geht es zuvor kaputt gibt es einen Grund, dieser sollte natürlich auch behoben werden. Meist sind es die Injektoren, einer spritzt nicht mehr richtig ein oder tropft nach ... wenn dein Fahrzeug also noch keine 160.000km auf dem Buckel hat und deine Werkstatt nur das ZMS tauschen will würde ich ganz schnell in eine andere Werkstatt fahren. Das ZMS ist dann nicht an "altersschwäche" gestorben sondern wurde von etwas kaputt gemacht und das sollte man logischerweise beheben bevor du das nächste ZMS in kürzester Zeit kaputt machst.

Ich hatte mal so ein Fall, da kam einer, dem hat eine Werkstatt innerhalb eines Jahres ein ZMS, Lichtmaschine und Anlasser verkauft. Das Auto hatte gerade 110.000km. Er kam weil die Lichtmaschine schon wieder defekt war. Ein Injektor hat deutlich nachgetropft und den Schaden verursacht. Seine bisherige Werkstatt hat aber immer nur schön brav die Teile getauscht die defekt waren ohne mal nachzusehen ob es eventuell einen Grund gibt ;)

Gemeint ist da wohl das Zweimassenschwungrad. Mein vorletzter Wagen war ein BMW 525tds am dem das defekt war. Mit ca 300.000Km hatte ich den an meinen Neffen weitergegeben bis dahin war ich schon mehrere 1.000Km mit dem defekten Schwungrad gefahren. Es wurde dann ausgetauscht und mein Neffe fuhr das Auto problemlos bis an ca 500.000Km bis es verunfallte.

Wenn nur das Schwungrad defekt ist sehe ich da tatsächlich keine grösseren Bedenken noch einige Zeit zu fahren bis das behoben wird. Höhere Geschwindigkeiten, bzw höhere Motordrehzahl würde weniger schaden als Niedrige.

Um zuerst mal klar zu stellen, was hier der Fall ist. Es handelt sich um ein 2-Massen-Schwungrad.

Die Aufgabe des 2-Massen-Schwungrades ist Drehzahlschwankungen des Motors auszugleichen. Diese entstehen durch die minnimale Verformung der Kurbelwelle zwischen den Arbeitstackten. Werden diese 1:1 auf das Getriebe übertragen, mahlen die Zahnräder leicht aneinander. Dadurch kann sich der Verschleis des Getriebes verdoppeln oder sogar vervierfachen.

Was du nun machst ist deine Sache. Klar ist ein Tausch nicht billig, aber willst du unbedingt nach 100.000KM ein neues Getriebe einbauen lassen?

Desweiterem wird aus dem Klackern irgendwann beim Entkuppeln oder bei niedrigen drehzahlen ein schlagen.



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