trotz ruhender Pfändung kein Geld von der Sparkasse

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3 Antworten

http://www.p-konto.de/p-konto-freibetrag-schnellubersicht/

Das P-Konto bietet nach der Einrichtung seit dem 01.07.2013 automatisch einen Grundfreibetrag in Höhe von 1.045,04 €. Dieser Grundfreibetrag oder auch Sockelfreibetrag in Höhe von 1.045,04 € steht auf jedem P-Konto nach der Einrichtung automatisch zur Verfügung auch wenn das Konto gepfändet wurde. Bis zu diesem Betrag ist Kontoguthaben auf dem P-Konto trotz einer Kontopfändung geschützt und für Sie verfügbar.

Eine Erhöhung geht nur aus ganz bestimmten Gründen - z.B. wenn Unterhaltspflichten bestehen und der Unterhalt vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt werden soll...

Das heißt wenn Du mit dem Geld nicht auskommen kannst - aber keine Gründe für eine Erhöhung gegeben sind, wirst Du Deinen Lebensstil ändern müssen ...

Das Ruhenlassen einer Pfändung unter gleichzeitiger Rangwahrung sieht das Gesetz tatsächlich nicht vor. Abgesehen davon, würde die öffentlich-rechtliche Verstrickung immer noch weiterbestehen, bis sie vom Vollstreckungsgericht aufgehoben werden würde. Der Gläubiger kann zwar auf sein Pfändungspfandrecht oder die Rechte aus der Überweisung verzichten (§ 843 ZPO), aber dies wäre endgültig, womit er auch seinen Rang verlieren würde (beim Pfändungsverzicht). Eine Möglichkeit das ganze "auszuhebeln" ist aber der Antrag auf Vollstreckungsschutz nach § 765a ZPO mit dem Ziel der einstweilige Einstellung, dem der Gläubiger nach Absprache zustimmt.

Was mich nur so wundert ist das Verhalten der Sparkasse, andere Sparkassen Regionen sind da super kulant und akzeptieren das. Ich habe die so genannte Ratenzahlung ja per Anwalt geregelt. Hätte ich mir ja quasi sparen können da es im Endeffekt eh nix gebracht hat.

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@aolsoccer

Die Sparkasse kann es natürlich akzeptieren, was wohl einige auch noch tun. Aber damit begeben sie sich rechtlich auf ganz dünnes Eis und riskieren Haftungsfälle.

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Wieviel Ausgaben du für deinen Lebenstandard hast, tangiert das Gesetz und somit auch deine Bank NICHT!

Du bist NICHTS besseres als andere und musst genau mit dem aus kommen, mit den es andere per Gesetz auch müssen!

Das sind mindestens 1045,04€ monatlicher Freibetrag.

Wenn du Unterhaltsverpflichtungen hast, kannst du den Freibetrag bei deiner Bank, unter Vorlage von Nachweisen, erhöhen lassen.

Wenn du ( erhebliche ) Mietschulden hast, kannst du bei der Vollstreckungsabteilung deines Amtsgericht eventuell einen höheren Pfändungsfreibetrag beantragen, da er für die Deckung deiner Lebenskosten notwendig wäre und Obdachlosigkeit vermieden würde.

Das ist nicht unüblich, kommt aber immer auf den Fall an.

Wenn du aber nur einen höheren Freibetrag wegen teuren Essen und dergleichen haben möchtest, wird das abgelehnt!

Vllt. habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich brauche nicht mehr Geld weil ich einen hohen Lebensstandart habe. Ich wundere mich doch über das Verhalten der Sparkasse andere Banken reagieren da und meine Ortsansässige Sparkasse nicht. Warum vereinbare ich denn noch überhaupt eine Ratenzahlung? Darum ging es mir.

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