Trotz oft besserer Schulbildung und Ausbildung als deren Elterngeneration sind viel junge Menschen präkär beschäftigt (Zeitarbeit, befristete Verträge), warum?

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7 Antworten

Die Arbeitsplätze werden wegrationalisiert/wegautomatisiert, die Hochschulzulassung (Abitur) wird leichter zu bekommen, somit steigt sowohl auf gebildete als auch auf geringer gebildete Arbeitnehmer der Druck und der Sozialstaat wird von der Politik gleichzeitig fleißig untergraben. Aber solange die Flüchtlinge an allem Schuld sind, können Wirtschaftsliberale so weitermachen. Wenn du wissen willst, wohin Deutschland sich entwickelt, dann guck dir die USA an. Oder, wie Volker Pispers die USA beschrieb: "Kapitalismus im Endstadium". Mal schauen, wie das langfristig weitergeht, die ersten Köpfe denken ja schon um. Dass selbst Wirtschaftsbosse ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern und es in Deutschland Gruppen von Millionären gibt, die eine höhere Besteuerung für Reiche fordern, zeigt deutlich den Handlungsbedarf auf. Ich bin gespannt, worauf es letztendlich hinausläuft - die Alternative ist die Massenverarmung der Kapitallosen.

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Es gibt mehr Abiturienten, bzw. Studienabsolventen als früher, jedoch haben sich die Anzahl Jobs in der Zwischenzeit zu diesem Trend nicht proportional vermehrt. Oder einfacher ausgedrückt: 

Mehr Leute haben Abi und Uni-Diplom (Bachelor, Master whatever) als früher aber es gibt nicht gleich viel mehr Jobs dazu.

Oder noch simpler: Das Angebot ist grösser als die Nachfrage.

Hinzu kommen die irrationalen Faktorien, die keiner so gern zugeben will aber die halt auch wichtig zu beachten sind:

Erstens: Das Wissen, das in Abitur und Studium erworben wird, ist grösstenteils vollkommen irrelevant für die Realität und die Berufswelt.

Zweitens: Viele, und vor allem die besten, Jobs werden durch Willkür und Nepotismus (Nepotismus=Vetternwirtschaft=Vitamin B=Beziehungen) besetzt und nicht nach dem (theoretischen) Wissen und Können, und schon gar nicht nach Fleiss (vielleicht schon eher nach dem Gewinn, der ein Arbeiter einer Firma bringt; obwohl auf der obersten Stufe auch die Naturgesetze ausser Kraft treten und Manager Millionen kassieren wenn die Firma durch ihre Führung riesen Verluste macht).

Drittens: Es ist ein Märchen, dass Firmen unbedingt zwingend Qualifizierte Leute möchten und dass das deutsche Bildungssystem ach so toll ist und Top-Quality Arbeiter generiert. Wenns möglich ist, tuts auch eine Maschine oder ein günstigerer Ausländer.

Viertens: Firmen haben heute teils utopische und verrückte Ansprüche, am liebsten einen 30-Jährigen mit Top-Ausbildung, mit der Erfahrung eines 40-Jährigen, für das Gehalt eines 20-Jährigen.

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Ich glaube nicht, dass die gut ausgebildeten Menschen die gleichen sind, die im Niedriglohnsektor oder in Minijobs beschäftigt sind. 

Grundproblem ist, dass die Bildungsoffensiven unserer Regierungen eben auch eine Kehrseite haben - wenn Bildungsabschlüsse (vor allem Fachhochschulreife ) weiterhin inflationär unter's Volk gestreut werden, ist für Menschen mit einfacher Bildung nix mehr zu holen. Und genau das ist das Problem. Arbeit für Menschen mit wenig Qualifikationen. Die macht man nämlich in Asien billiger.

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Weil das die Absicht der Agenda 2010, Urheber die SPD, ist.
Prekäre Arbeitsverhältnisse, Niedriglöhne, zunehmende Verarmung und Altersarmut.

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Das Personal wird nicht als Mensch, sondern als Produktionsmittel verstanden. Das Personal holt man sich wie man es braucht, möglichst flexibel und kostenneutral

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Hallo.

Ich hab 1963 meine mittl. Reife gemacht.
Heute hätte ich das mit einem Abitur nicht bekommen, Damals war der m. Abschluß besser angesehen wie heute ein Normal Abiturient. Was früher ein Hauptschüler war ist heute nicht mal mehr mit m.Bildungsabschluss zu vergleichen.bzw zu erreichen.

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Es gibt mehr Menschen als Arbeit. Warum sollte man seinen Mitarbeitern mehr Geld zahlen, wenn man Sie auch über eine Zeitarbeitsfirma holen kann und dann deutlich weniger zahlt. Die Leute denken nur noch an Profit der Staat macht nichts. Die arbeitende Unterschicht sind halt die Leittragenden

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