Trotz mündlicher Zusage für unbefristeten Arbeitsvertrag Rausswurf in drei Monaten

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6 Antworten

(...) Auch ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag ist ein gültiger Arbeitsvertrag. Bei Meinungsverschiedenheiten haben es aber Arbeitnehmer und Arbeitgeber schwer, zu beweisen, was tatsächlich vereinbart worden ist. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, hat der Gesetzgeber jeden Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitsbedingungen innerhalb eines Monats nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses schriftlich zu bestätigen (§ 2 Nachweisgesetz), wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde. (...)

http://www.abc-recht.de/ratgeber/arbeit/tipps/muendlich_arbeitsvertrag.php

Tja, da wirst Du wohl wenig Chancen haben. Du wirst wohl die Aussage des alten Chefs nicht wirklich nachweisen können?

Du kannst natürlich auch noch mal das Gespräch suchen und nach den Gründen forschen. Vielleicht findest Du für den neuen Chef ja gute Argumente, die für Dich sprechen?

Ich hatte auch mal einen befristeten Vertrag mit der Aussicht, einen unbefristeten zu bekommen. Die Firma, bei der ich war, stellte zunächst alle Leute befristet auf vom Arbeitsamt geförderte Stellen ein. Sie übernahmen die Leute auch tatsächlich, wenn die sich nicht zu dumm anstellten. (Doch, damals, vor ca. 20 Jahren gabe es das.) Leider wendete sich dann die wirtschaftliche Lage einen Monat bevor ich "dran" war derart, daß niemand mehr übernommen werden konnte. Obwohl mein direkter Vorgesetzter sich noch mal ausdrücklich für mich eingesetzt hat, gab es keine Möglichkeit.

Für mich hat sich das dann im Laufe der Zeit als positiv erwiesen, da ich die Chance bekam, noch mal eine neue Ausbildung zu machen, mit der ich heute wesentlich flexibler bin.

Auch ein unbefristeter Vertrag ist keine Garantie auf Unkündbarkeit.Jeder Arbeitvertrag kann innerhalb eines Jahres ohne Angabe von Gründen fristgerecht gekündigt werden. Daher ändert sich eigentlich nichts was die Sicherheit des Arbeitsplatzes angeht. Trotzdem würde ich den neuen Chef an die Zusage seines Vorgängers erinnern.

das höre ich hier zum ersten mal. ohne grund kann nicht gekündigt werden, wenn das anders wäre bräuchte es keine unbefristeten arbeitsverträge.

mMn. ist das nicht richtig. es bedarf eines sachlich triftigen grundes für eine arbeitgeberseitige kündigung eines unbefristeten arbeitsvertrages.

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Wenn Dir ein neuer Vertrag angeboten wird, ist das ja kein Rauswurf !

Durch den neuen Vertrag bist Du aber für drei Monate abgesichert ! Welchen Nutzen hat es eine Festanstellung durchzusetzen und nach 14 Tagen die Kündigung zu erhalten ?

Wenn Er nicht will, dann will Er nicht !

Ich befürchte nicht. Vielleicht hast du ja Glück und die Befristung wird verlängert, oder du bekommst sogar einen unbefristeten Vertrag. Aber ein Recht, hast du wohl nicht. LG Lotusblume

Mündliche Aussagen sind im Grund genommen genauso bindend wie schriftliche Unterlagen, es ist halt nur schwierig so etwas zu beweisen! Vorm Arbeitsgericht stünde dann wohl Aussage gegen Aussage, derjendige der die bessere Überzeugungskraft hat, wird den Richter auf seine Seite haben...

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