Trotz langem Krankenstand Urlaubsanspruch?

4 Antworten

Wenn es wirklich eine rethorische Frage wäre, würde niemand antworten... du meinst sicher eher eine rein informative Frage...

Dir steht trzd der Urlaub zu. Man sollte aber nicht erwarten, dass der Urlaub direkt nach dem Krankenstand gewährt wird. Kenne das von Arbeit, macht einen schlechten Eindruck, wenn man mehrere Wochen nicht da war, jemand anderes musste alles alleine machen, der Kranke ist eine Woche da und fragt gleich nach Urlaub.

Klar, man war krank und konnte nicht in Urlaub fahren oder sonstiges. Man sollte sich trzd irgendwo den Urlaub "verdienen".

Aber theoretisch steht dir trzd der nicht verbraucht Urlaub zu.

4

Ja natürlich würde ich niemals danach Urlaub nehmen da ich meinem Arbeitgeber sowieso noch einiges schuldig bin!
Trotz dieser langen krankenzeit bekam ich meinen unbefristeten Arbeitsvertrag und er hat mir auch bei Kleinigkeiten immer an meiner Seite gestanden und steht nach wie vor stark hinter mir und das macht ihn unbezahlbar und deswegen bin ich ihm einfach schuldig nach der krankenzeit ein starker Mitarbeiter an seiner Seite zu sein!

Deswegen war es nur eine informative Frage!

Danke für die Antwort

1
35
@JanJan1994

Rechtlich gesehen bist du ihm nichts schuldig. Krankheit der Mitarbeiter ist ein Betriebsrisiko des Arbeitgebers. Und der Urlaub kann selbstverständlich auch direkt nach dem Ende des Krankenstandes genommen werden, man hat sogar Rechtsanspruch darauf.

Siehe Bundesurlaubsgesetz §7:

(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.

--> auf deutsch: Wenn du nach der Krankheit Urlaub willst, muss er dir auch gewährt werden. Nur zur Info :-)

0

Dein Urlaubsanspruch bleibt bestehen. Das ist u.a. auch der Grund, weshalb einige Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei einem langen Krankenstand kündigen, weil es ihm zu teuer kommt.

13

Dieser Grund darf dann aber nicht in der Kündigung stehen, weil er unzulässig ist. Man muss sich dann schon einen richtigen (und vorallem wichtigen) Grund einfallen lassen, den man auch bei einer möglichen Kündigungsschutzklage durchkriegt ;)

0
41
@Paladinbohne

Dieser Grund darf dann aber nicht in der Kündigung stehen, weil er unzulässig ist.

Wie kommst du denn zu dieser (falschen) Aussage.

Eine Kündigung auch wegen Erkrankung ist zulässig, wenn auch mit hohen rechtlichen Hürden verbunden.

Eine Kündigung, die ausdrücklich oder offensichtlich wegen einer Erkrankung ausgesprochen wurde, hat dann, wenn sie noch innerhalb des 6-Wochen-Zeitraums der Lohnfortzahlung erfolgt, die Konsequenz, dass der Arbeitgeber trotz Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei weiterdauernder Krankheit bis zum Ende der 6 Wochen weiter Lohnfortzahlung leisten muss.

0
41
@bikerin99

@ bikerin99:

genau das passiert

Was genau?

Dass ihr wegen Krankheit gekündigt oder dass ihr der ihr noch zustehende Urlaub vorenthalten wurde?

Gegen Letzteres kann man eventuell noch etwas tun (wenn ihr auszubezahlender Urlaub vorenthalten wurde, es keine vertraglichen Ausschlussfristen gibt und damit die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren greift).

0
6
@Paladinbohne

"weil er ihm zu teuer kommt"

In der Regel zahlt doch im Krankheitsfall nicht der AG, sondern die Unfall-, oder Krankenversicherung. Warum sollte es für den AG dann teuerer sein??

es ist für ihn egal.

1
41
@JohannMaxZie

Ein Jahr Krankenstand oder immer wieder im Krankenstand sind und daher keinen Urlaub nehmen können, bedeutet, dass der Arbeitnehmer Anspruch auf diesen Urlaub hat und im neuen Jahr kommt der neue Urlaub dazu.

0
41

Das ist u.a. auch der Grund, weshalb einige Arbeitgeber den Arbeitnehmer bei einem langen Krankenstand kündigen, weil es ihm zu teuer kommt.

Das würde dem Arbeitgeber aber (finanziell) nicht viel bringen.

Denn der gekündigte Arbeitnehmer hätte trotzdem den vollen Urlaubsanspruch, wenn das Arbeitsverhältnis in der 2. Jahreshälfte enden würde und im entsprechenden Kalenderjahr mehr als 6 Monate bestanden hätte.

Selbst bei Vereinbarung einer anteiligen Urlaubsberechnung bei unterjährigem Ausscheiden bliebe in diesem Fall mindestens der Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub.

0

Der Urlaubsanspruch bleibt bestehen...

Urlaubsanspruch trotz langer Krankschreibung?

Meine Nachbarin ist seit ca 1.5 Jahren Krankgeschrieben. Zwischenzeitlich war sie auf Reha und hat das Hamburger Modell angefangen aber aufgrund Krankheit wieder abgebrochen. Durch ihr beschäftigungsverhältnis hat sie noch urlaubsanspruch von letzten und diesem Jahr. Ab Oktober ist sie von der Krankenkasse ausgesteuert und bekommt Geld von der Arbeitsagentur. Laut Chefin kann sie den Urlaub nur nehmen wenn sie gesundgeschrieben ist. Der Arbeitsagentur wäre es egal ob sie gesund geschrieben ist. Sie kann sich aber für den Urlaub ja nicht gesundschreiben wenn sie noch krank ist. Wie kann sie trotzdem ihren Urlaubsanspruch erhalten ?

...zur Frage

Urlaubsanspruch Ausbildung Ende Juli, Weiterbeschäftigung

Hallo, meine letzte Frage ging allgemein um den Urlaubsanspruch beim Ausscheiden im 2. Halbjahr.

Dies ist geklärt: vollen Anspruch auf den gesetzlichen Mindesurlaub.

Was ist jetzt, wenn ich bei dem Arbeitgeber noch 2 Monate bleibe?

Dann wäre ich am 01.07.2014 mit der Ausbildung fertig, bin aber dann vom 02.07.2014 - 30.08.2014 als normaler Arbeitnehmer angestellt?

Wie sieht es da mit dem Urlaub aus? Habe ich dann Anspruch auf den gesetzl. Urlaub (20 Tage während der Ausbildung) und danach noch 2/12 von dem Urlaub was mir zusteht wenn ich Arbeitnehmer bin?

Vielen DANK!

...zur Frage

Fristgerechte Kündigung - Anspruch auf bereits gewährten Urlaub?

Guten Tag,

ich wollte fragen, wie es sich verhält, wenn ein Arbeitnehmer im Jahr 26 Urlaubstage zur Verfügung hat und Mitte August aus dem Unternehmen ausscheidet. Urlaubsanspruch wären dann 17 Tage? Wie sieht es dann aus mit dem Resturlaub, wenn der Arbeitnehmer bereits 13 Tage Urlaub genommen hat? Normalerweise stehen ihm dann 4 weitere Tage zur Verfügung. Jetzt hat der Arbeitnehmer jedoch seinen Sommerurlaub 2013 bereits eingereicht und auch gewährt bekommen. (8 Tage) Somit wäre der Urlaubsanspruch von 17 Tagen überschritten? Steht dem Arbeitnehmer der gewährte Urlaub von 8 Tagen zu, kann dieser gestrichen werden oder muss der Resturlaub auf 4 Tage verringert werden?

Vielen Dank.

...zur Frage

Urlaubsanspruch nach Fristgerechter Kündigung durch Arbeitnehmer

Hallo zusammen,

folgende Lage:

Arbeitnehmer, 24 Jahre, Gastronomie, ledig Keine Probezeit Beschäftigungszeit: 2 Jahre Urlaub bereits beansprucht: 19 Tage Urlaubsanspruch lt. Arbeits-Vertrag: 26 Tage

Kündigung durch Arbeitnehmer, fristgerecht zum 31.10.2013. Resturlaub ist also noch vorhanden.

Städtereise gebucht (27.10 -31.10.), Hotel und Musicaltickets bereits bezahlt. Arbeitgeber hat vor Kündigung Urlaub zugesagt. Nach Kündigung hat Arbeitgeber Urlaub gestrichen.

Nun will Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Urlaub nur anteilig gewähren. Ist Laut §4 BurlG (Bundesurlaubsgesetz) nicht richtig. Denn wenn fristgerecht nach dem 01.06 im Jahr gekündigt wird hat Arbeitnehmer Recht auf vollen Jahresurlaub. So richtig?

Frage? Wenn Arbeitgeber sich queerstellt, obwohl auf BurlG und §4 verwiesen wurde wie vorgehen?

Danke für Eure Hilfe

...zur Frage

Wann verfällt Urlaub bei Wiedereingliederung?

Hallo, ich befinde mich seit Mitte September 2016 im Krankenstand. Seit Ende Februar mache ich eine Stundenweise Eingliederung. Zwei Wochen habe ich noch vor mir. Da ich Krankengeld für diesen Zeitraum bekomme , kann ich auch keinen Urlaub nehmen. Nun hat mir meine Firma meinen Resturlaub von 2016 zum 31.3. gestrichen. War vor zwei Jahren schon einmal länger Krank , da ist der Urlaub nicht verfallen. Gibt es neue Gestetze. Würde mich über Info freuen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?