Trotz Krankschreibung zur Arbeit gehen?

7 Antworten

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Auch wennn bei solchen Fragen immer wieder was Anderes geantwortet wird:

Man kann sehr wohl früher wieder gesund werden, als es der Arzt erwartet hat. Man geht in den Betrieb und meldet sich wieder anwesend. Damit ist auch der Versicherungsschutz gegeben.

Sicherheitshalber kann man mit dem Arzt Rücksprache halten, ob er keine Bedenken hat. Eine "Gesundschreibung" gibt es nicht. Höchstens eine formelle Bescheinigung vom Arzt, dass gegen eine vorzeitige Wiederaufnahme der Arbeit keine Bedenken bestehen. Die kann man sich besorgen, es muss aber nicht sein.

Aber nun die andere Seite der Medaiile: eigentlich sollte man auf solche Vorschläge grundsätzlich nicht eingehen. Weil dahinter vorrangig meist die Personalnot des Betriebs steht und die Gesundheit des Betroffenen möglicherweise gefährdet wird. Ein Betrieb sollte für eine ausreichende Vertreterregelung sorgen und keinen kranken Mitarbeiter dazu heranziehen.

Falls man früher zur Arbeit zurückkehrt, muss man aber unbedingt auch offiziell am Arbeitsplatz als anwesend geführt sein, weil es sonst tatsächlich Probleme geben kann.

Besonders deftig wird es dann, wenn dem Mitarbeiter ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, wenn er krank ist und wenn (unterschwellig oder offen) im Raum schwebt, dass er dadurch seinen Job verlieren könnte.

Beschäftigte, die krank zur Arbeit gehen, erzeugen (nach einer letztens veröffentlichten Untersuchung) immense finanzielle Schäden, weil sie möglicherweise andere anstecken, weil sie unkonzentriert arbeiten und Fehler machen.

Zur Ergänzung:

"Aber wenn nun genau dann, wenn der Arbeitnehmer eigentlich krankgeschrieben ist und dennoch seine Arbeit wieder aufnimmt, etwas passiert, was ist dann mit dem Versicherungsschutz? Ist der Beschäftigte in diesem Fall gesetzlich unfallversichert?

Die Antwort lautet: Ja.

Dass der Versicherungsschutz entfällt, wenn Beschäftigte trotz Krankschreibung zur Arbeit gehen, ist ein Irrglaube. Mit der Krankschreibung durch den Arzt wird nur eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, jedoch nicht ein Arbeitsverbot. Die Krankschreibung ist daher nur eine Einschätzung des Arztes, wie lange der Beschäftigte voraussichtlich arbeitsunfähig ist. Eine "Gesundschreibung", die manche Arbeitgeber verlangen, weil sie fürchten, der Versichungsschutz würde nicht greifen, wenn Beschäftigte krankgeschrieben zur Arbeit erscheinen, ist absolut überflüssig und hat keinerlei gesetzliche Grundlage.

Dennoch ist der Arbeitgeber nicht von seiner Fürsorgepflicht entbunden. Diese besagt, dass der Arbeitgeber für den Erhalt der Gesundheit seiner Mitarbeiter Sorge tragen muss. Das heißt: Hat der Arbeitgeber den Eindruck, dass der Krankgeschriebene zu Arbeit erscheint, obwohl er noch nicht in der Lage ist, seine Arbeit ohne Einschränkung aufzunehmen, sollte er ihn bis zu seiner vollständigen Genesung wieder nach Hause schicken."


Quelle: http://www.sifa-news.de/news/arbeitsschutzorganisation/arbeiten-trotz-krankschreibung-wie-es-dann-mit-dem-versicherungsschutz-aussieht

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Auf keinen Fall: wenn Dir etwas bei der Arbeit passiert bekommst Du Ärger mit der Krankenkasse! Dein Arzt hat Dich nicht ohne Grund so lange krank geschrieben!

Wenn dein Arzt dich gesundschreibt, darfst du arbeiten gehen. Sonst nicht. Der Arbeitgeber macht sich sogar strafbar, wenn er dich beschäftigt obwohl du krankgeschrieben bist.

"Der Arbeitgeber macht sich sogar strafbar, wenn er dich beschäftigt obwohl du krankgeschrieben bist."

Nein. Das gilt nur dann, wenn offensichtlich ist, dass der Mitarbeiter noch krank ist. Dann hätte der Betrieb die Pflicht, ihn heimzuschicken.

Es kann aber durchaus sein, dass die Grippe ein paar Tage früher verschwunden ist, als der Arzt es eingeschätzt hatte. Ein "Gesundschreiben" in diesem Sinn gibt es nicht und es ist nicht zwingend notwendig. Wer sicher gehen will, sollte aber mindestens eine mümdliche, vielleicht sogar schriftliche Bestätigung des Arztes holen, dass er keine Bedenken hat.

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