Trotz Festgehalt Lohn erst zum 10.-15. des Folgemonats?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich antworte mal nur ein rechtlich und spiele nicht wie andere als Lehrmeister auf.

Laut §614 BGB muss die Lohnzahlung am Monatsersten des Folgemonats passieren. Wenn der Monatserste auf ein Wochenende oder Feiertag fällt, verlängert sich die Frist auf dem nächsten Arbeitstag. Beispiel für April 2017 auf dem 02.05 und für den Mai 2017 auf dem 01.06.2017

Durch Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag darf davon abgewichen werden, ist rein gar nichts vereinbart, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Ganz lieben Dank. Vllt haben es die anderen überlesen...in meinem AV steht NICHT, zu wann das Gehalt gezahlt wird, also kann ich mich an die gesetzl. Bestimmung halten, bzw, darauf bestehen. ;-)

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@Cemrene

Auf die gesetzliche Regelung, wie sie "Jewi14" zutreffend geschildert hat, kannst Du Dich beziehen und entsprechend püntliche Zahlung einfordern, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Der ArbG muß Dir zudem Deine Kosten, die durch die verspäteten Überweisungen entstehen, ersetzen (Zinsen, Mahngebühren, Rücklastgebühren etc.)

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@DerSchopenhauer

Wobei nach §288 Abs 5 BGB der Fragesteller 40 Euro pauschal als Schadenersatz aufwenden kann, ich denke mal die dürfte doch höher sein als Einzelabrechnung. Was nun der FS macht, entscheidet er allein, er dürfte kaum ein Kind sein.

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Wo ist das Problem. Einmal musst Du Dich darauf einstellen, dass 10 - 14 Tage später gezahlt wird und dann hast Du den monatlichen Zahlungsrhythmus.

Ich finde es völlig wumpe, ob das nun ein paar Tage später ausgezahlt wird.

Es hat sogar den Vorteil, dass die Einzelhandelsgeschäfte dann nicht so überlaufen sind wie am Monatsende.

Wenn ich keinerlei Verpflichtungen hätte, ja, dann wäre mir das Wumpe, aber nicht so. Wieso muss ich mich EINMAL darauf einstellen???

Nehmen wir mal an ich bekäme 1000 Euro und meine Fixkosten, die abgebucht werden betragen 550 €, d.h. das ich im ersten Monat am 3. mit 550 im Minus bin. Am 15. kommt dann das Gehalt und es bleiben dann 450 über...richtig??? Ich möchte auch gern etwas zu essen und trinken kaufen können...also wovon soll ich bitte von diesen 450 Euro für den nächsten 3.des Monats  550€
zurücklegen, damit ich nicht WIEDER ins Minus komme.

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@Cemrene

Ist doch ganz einfach:

- Miete abbuchen 03.06. und Strom etc

- Nettogehalt am 12.06

- Von diesem Nettogehalt am 03.07. Miete usw.

- Neues (frisches) Nettoentgelt am 12.07.

etc. etc. Ist doch völlig wumpe, ob ich die Nettoknete am 12. eines Monats oder am 30. eines Monats erhalte!!!!

Also mal überelegen und dann sagen: Danke Thomas, dass Du mich aufgeklärt hat!!

Bitte

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@Throner

Du scheinst mir ja echt ein Witzbold zu sein Throner. Schau dir deine Aufstellung doch bitte mal genau an und frage dich, was deine Antwort mit meiner Frage zu tun hat. Es ist absolut nicht wumpe!

Wenn am 3.6. noch KEIN Gehalt für alle Kosten auf dem Konto ist, dann fällt man logischerweise ins Minus- richtig? Dann kommt das Gehalt und das Minus wird somit ausgeglichen, richtig? Dann bleibt vom Nettolohn noch das über, was über dem Dispo liegt. Ich weiß ja nicht wie es bei dir ist, aber ich benötige auch etwas Geld zum Leben.

Wenn NACH Ausgleich des Dispos noch 450 Euro überbleiben, wie soll ich denn dann von diesem Betrag am 3.07.die Miete bezahlen...und auch noch was zum Leben haben???? Klar geht das alles....mit einem Dauerdispo, aber das möchte ich nicht, ganz einfach! Von daher kann ich dir leider NICHT für deine Berechnungsvorschläge danken.

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@Cemrene

Ich verstehe Dein Problem wirklich nicht - aber das ganz ernsthaft.

Laut Deines Sachverhalts hast Du die Arbeitszeit aufgestockt/verdoppelt. Demnach müsste Dein Monatsnettoentgelt  um mindestens 30-40 % höher sein.

Wie hast Du das denn vorher gemacht. Da wäre Deine Darstellung mit dem Dispo nachvollziehbar. Aber bei der Verschiebung der Auszahlung um maximal 2 Wochen ist doch das Problem nur einmal.

Kontostand am 01.06    400,-- EUR

Abbbuchung Miete 03.06 450,-- EUR (Neuer Saldo - 50,--)

Gehalt 05/17 am 12.06. 1000,-- EUR (Neuer Saldo: + 950,-- EUR)

Abhebung "Leben" am 20.06. 400,-- EUR (Neuer Saldo: + 550 EUR)

Miete 03.07: 450,-- EUR (Neuer Saldo: + 100 EUR)

Gehalt 06/17 am 12.07. 1000,-- EUR (Neuer Saldo : +1100,-- EUR)

etc. etc. wo ist denn da ein Witz versteckt ?????

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Es kann doch nicht sein, dass ich von nun an immer im Dispo leben muss,

Das verstehe ich nicht. Wenn du am 15. dein Lohn bekommst, wirst du ihn doch nicht bis zum ersten des Monats alles aufgebraucht haben. Letztendlich dürfte es keine Rolle spielen wann das Geld kommt, solange es nur regelmäßig überwiesen wird.

Ansonsten kannst du vielleicht einmalig um einen Vorschuß bitten, wenn du gerade keine Reserve hast für die ersten 6 Wochen.

https://www.gehaltsvergleich.com/karriere/gehalt/gehalt-am-15-des-monats

Ganz einfache Rechnung: wenn am 1. alles abgebucht ist, dann bin ich im Minus, richtig? Dann kommt das Gehalt und es bleibt nach dem Dispoausgleich das übrig, was man zum Leben braucht....dann wird wieder am 1. alles abgebucht....usw usw. Oder wer kann sich von EINEM Monatsgehalt 2x fixe Kosten zurücklegen, damit er NICHT in den Dispo kommt?

Klar, vielleicht habe ich bis zum Ende des Monats nicht alles aufgebraucht, aber es bleibt leider nicht soooo viel übrig, das Miete, Gas usw. nochmal vom selben Gehalt bezahlt werden können, damit man im Folgemonat nicht wieder ins Minus fällt.


 

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Warum um einen "Vorschuss" bitten???? Ich habe einen vollen Monat gearbeitet also steht mir doch für diesen Monat mein volles Gehalt zu und nur das möchte ich haben. Und zwar so, dass ich meine Verpflichtungen pünktlich begleichen kann.

Im Grunde ist es doch so, dass einzig und allein der AG einen VORTEIL hat mit solch später Zahlung....er kann länger zinsfrei wirtschaften...aber auf meine Kosten?

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@Cemrene

Naja, das Zinsargument hat da wohl ausgedient. Seitdem mittelständige Unternehmen schon Strafzinsen auf ihre Geldvermögen zahlen, müssten die schon froh sein die Lohngelder bloß nicht zu lange auf ihrem Konto zuhaben.

Ich beziehe selber nur unterdurchschnittlich Lohn, aber ich könnte mir nicht vorstellen ohne jegliche Reserven auf dem Konto zu operieren. Daher ist das für mich einfach nur etwas schlecht zu verstehen. Sicher sind die ersten 6 Wochen ohne jegliches Einkommen hart zu überstehen, aber danach wäre wieder alles wie sonst.

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@MAB82

Auch wenn ich dir keine Rechenschaft über meine finaz. Reserven ablegen muss: ich habe die letzten Jahre in TZ gearbeitet und da ist es "leider" nicht der Fall, dass man große Reserven ansparen kann. Es geht auch ums Prinzip und nicht darum, was ich "überstehen" oder aushalten muss" nur weil mein AG meinen Lohn nicht pünktlich zahlt.

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