Trotz Anzeige wegen mariuhana medizinische / pharmazeutische Jobs machen?

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2 Antworten

Wenn Dein Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangt, sieht es schlecht aus. Als Medizinangestellte hast Du mit Medikamenten, sprich Drogen zu tun und wenn Du da gefährdet bist, wars das für Dich.

Ein grundsätzliches Verbot, solche Berufe zu ergreifen, hast du nicht. Allerdings könnte es sein, dass dich deswegen niemand einstellt. Ob es auf deinem Führungszeugnis vermerkt ist, kommt auch darauf an, mit welcher Menge du erwischt wurdest. Unter einer bestimmten Menge wird das von der Staatsanwaltschaft (sofern du nicht Wiederholungstäter bist) für gewöhnlich unter den Tisch gekehrt und landet dann glaube ich auch nicht auf dem Führungszeugnis. Größere Mengen oder Wiederholungen sehen da natürlich anders aus.

Dann kommt natürlich dazu, wie alt du bist, wenn du dich bewirbst etc. Ich denke, viele Arbeitgeber können es durchaus verstehen, dass man mit 15 auch mal Mist baut. Da solltest du natürlich erklären können, inwiefern du dich verändert hast.

ABER: du musst schleunigst mit dem Zeug aufhören. Gerade bei medizinischen Berufen ist es absolut üblich, regelmäßige Gesundheitschecks zu machen, inkl. Blutabnahme. Schon alleine, um z.B. auf HIV zu prüfen (ob man eine Gefahr für den Patienten ist). Da könnten auch Drogen durchaus rauskommen. Mal ganz davon abgesehen, dass du echt noch zu jung für das Zeug bist. Bei Erwachsenen jenseits der 20 kann das Zeug durchaus noch relativ harmlos sein (Alkohol ist gewöhnlich schädlicher). Aber bei Jugendlichen, bei denen das Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, kommt es nicht allzu selten zu (teils auch dauerhaften) Psychosen und sonstigen mentalen Problemen. Also höre wirklich besser damit auf...

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