Trotz Antidepressiva kein Schlaf?

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9 Antworten

Jeder reagiert anders auf Medikamente, was der einen umhaut muss noch lange nicht bedeuten das es bei dir auch so ist. 

Weitere würde ich allerdings nicht nehmen wegen eventuellen Wechselwirkungen. 

Wenn du Schlafprobleme hast würde ich dir raten mal mit deinem Arzt darüber zu reden und dir nicht irgendwelche Pillen einwerfen. Das kann ziemlich nach hinten los gehen. 

Wünsche dir dennoch eine gute Nacht 

Ich gebe dir mal eine relativ medizinische und weniger moralische Antwort, denn ich glaube das ist deine Frage...

Doxepin ist ein trizyklisches Antidepressivum. Also ein Antidepressivum der älteren Generation. Dementsprechend hat es viele Nebenwirkungen (u.a. starke Gewichtszunahme).

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen werden in klinischen Studien erhoben. Dazu sind Studien mit gesunden und kranken Patienten nötig. Sediation (Schlafförderung) ist bei den Nebenwirkungen unter "sehr häufig" (bei über 10% der Studienteilnehmern) aufgeführt. Jedoch kann das Ganze auch das Gegenteil bewirken. Bei 1-10% (häufig) stellten sich Schlafstörungen ein.

Jeder Mensch reagiert anders auf diese Medikamente. Bei manchen wirken sie schlaffördernd, bei manchen haben sie keinen Einfluss auf den Schlaf und wieder andere bekommen Schlafstörungen.

Die Sedation von Doxepin sollte 1-2 Stunden nach der ersten Einnahme auftreten (falls sie auftritt). Es gibt jedoch andere Antidepressiva mit zuverlässigerer Schlafwirkung wie z.B. Mirtazapin. Doch auch Mirtazapin hat viele Nebenwirkungen, was ein allgemeines Problem von Antidepressiva ist.

Bezüglich zusätzlicher Einnahme von Schlafmitteln: Es kommt darauf an, was für Schlafmittel du meinst. Als klassische Schlafmittel bezeichnet man Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine wie z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta) oder Medikamente aus der Gruppe der Z-Drugs (z.B. Zolpidem oder Zopiclon). Diese Medikamente sind hoch effektiv und können mit fast allen(nicht gleich alle) anderen Arzneimitteln kombiniert werden.

Leider Machen klassische Schlafmittel bei längerem und regelmässigem Gebrauch abhängig (nach ca. 4-8 Wochen). Auch bei kürzerer Einnahmedauer kann sich ein Rebound-Effekt bemerkbar machen. Rebound heisst, dass die ursprünglichen Beschwerden in verstärkter Form zurückkehren.

Zu guter letzt entwickelt man relativ schnell eine Toleranz gegenüber Benzodiazepinen und Z-Drugs. Toleranzentwicklung heisst, dass sie mit der Zeit nicht mehr wirken und man eine immer höhere Dosis braucht (was noch schneller abhängig macht).

Doxepin sowie alle klassischen Schlafmittel sind rezeptpflichtig. Der Arzt gibt jeweils das OK, ob man die beiden Substanzen miteinander kombinieren kann. Gesunden Menschen ist eine Einnahme dieser Substanzen abzuraten.

Ich muss dir wohl nicht sagen, dass es alles andere als intelligent ist, Psychopharmaka ohne ärztliche Verordung einzunehmen.

Mehr zu Doxepin: http://deprimed.de/doxepin/
Mehr zu Benzodiazepinen und Z-Drugs: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/

Antidepressiva von anderen Leuten zu nehmen ist in etwa so verantwortungsbewusst und intelligent, wie mitm Auto absichtlich gegen nen Baum zu fahren.

Antidepressiva werden idR eingeschlichen, sprich man nimmt sie regelmäßig und steigert langsam die Dosis, damit der Körper sich langsam dran gewöhnen kann. Nach ca. 6 Wochen wird dann erstmals geguckt, ob es die erwünschte Wirkung gibt.

Warum macht man das so? Weil das Zeug erstens stark in den Körper eingreift und zweitens bei jedem Menschen anders wirkt.

Außerdem gibt es Antidepressiva, die die Stimmung aufhellen sollen.

Ich hatte mal eines verschrieben bekommen, das mir u.a. zu einem ruhigen Schlaf verhelfen sollte. Als ich dann zwei Wochen lang nicht schlafen konnte, habe ich mir geschworen nie wieder Psychopharmaka zu nehmen.

Du magst zwar auf dem Papier volljährig sein, aber erwachsenes Verhalten sieht anders aus.

Antidepressiva können !! müde machen, aber das gilt längst nicht für jeden.

Schlaf Pillen ??? Wieviele dürfen`s denn sein? - das sind doch keine Bonbons.

Würde echt aufpassen mit solch einem Zeug das kann auch mal schief gehen wenn du beides zusammen nimmst. Weil die für deinen Vater sind für ihn abgestimmt und nicht für dich weil ich denke das du eigentlich weniger Milligramm nehmen musst beziehungsweise überhaupt keine .

ANMERKUNG, ich bin kein Arzt und ich beziehe mich nur auf die Erfahrungen die ich von anderen Foren und Erfahrungsberichten gesammelt habe. Das ist meine persönliche Sicht der Dinge:

Nein
 

Diese Medikamente (insbesondere Schlaftabletten) machen anhängig und sind eher schädlich als das sie helfen.                                      

Sie machen sowohl körperlich als auch seelisch abhängig und meist bekommt man keinen wirklichen Schlaf, da die REM-Schlafphase mehr oder weniger fehlt.

Die zu nehmen ist meist keine gute Idee. Einfach mal im Internet schlau machen.

Und 

Die Kombination aus Antidepressiva und Schlaftabletten kann noch viel mehr zur Sucht führen und unschöne Nebenwirkungen haben.

Selbst wenn vom Arzt verschrieben, wirkt das IN MEINEN AUGEN nicht wirklich gesund, aber oft sagt man, es ergäbe Sinn, um die aufputschende Wirkung zu vertuschen -> Falls die Pille das überhaupt tut (also aufputschen)

Aber
Es ist und bleibt deine Entscheidung. 

Kommt drauf an welche. Müsste auch in den jeweiligen Packungsbeilagen was dazu stehen Stichwort Wechselwirkungen

Machen Antidepressiva müde? Die solltest du übrigens nicht einfach so nehmen.

Ja machen sie 

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