Trochantertendinose - Sehenentzündung an der Hüfte - was tun?

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3 Antworten

Wenn das schon lange besteht, ist eine sog. Reiz- oder Entzündungsbestrahlung möglicherweise tatsächlich eine gute Option.

wenn man in Betracht zieht, dass so eine Bestrahlung nicht die Krankheit heilt sondern nur die Symptome lindert

Das ist falsch, gerade bei dieser (vorgesehenen) Anwendung:

Die Bestrahlung, welche übrigens mit einer für eine Strahlentherapie sehr geringen Dosis gemacht wird, führt zu einem Entzündungsreiz in der bestrahlten Region (genau da, wo die Beschwerden wegen der chronischen Entzündung herkommen), und dieser Entzündungsreiz ist eben so dosiert, daß in vielen Fällen der Körper das normale "Reparaturprogramm" anwirft, um diese Entzündung zu bekämpfen, also schlicht eine Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Im langfristigen Verlauf sind in 50 - 70% der so behandelten Patienten die Schmerzen behoben oder werden nicht mehr als behandlungsbedürftig empfunden.

OB bei deiner Großmutter eine solche Reizbestrahlung überhaupt sinnvoll ("indiziert") ist, kann ein Strahlentherapeut unter Vorlage der Röntgenbilder bei der Vorstellung deiner Großmutter bewerten, dabei wird er auch über Risiken und Nebenwirkungen sprechen, diese sind sehr gering! (Man vergleiche mit Risiken durch z.B. länger anhaltende Schmerzmedikation)

Hallo ich würde selbst eine Eisbehandlung machen, die nimmt den Schmerz, sowie Elektrotherapie. Genauergesagt erine Jontophorese mit Voltaren. Wenn man das nicht selbst kann, muß man sich einen guten Physiotherapeuten suchen. Mir hilft das sofort. Aber ich bin auch vom Fach. Die Eisbehandlung (Eiswürfel an der schmerzenden Stelle einreiben) nimmt sdofort den Schmerz. Die Jontoforese mit Voltaren nimmt die Entzündung. Ein- reiben mit Voltaren hilft nicht, denn das V. bleibt an der Oberfläche.Bestrahlung würde ich ablehnen, da es sich um eine Entzündung handelt.

beamer05 15.04.2012, 19:22

Bestrahlung würde ich ablehnen, da es sich um eine Entzündung handelt.

Natürlich ist es DIR unbenommen, eine bestimmte Behandlungsform abzulehnen, aber:

Es geht ja ausdrücklich um eine Entzündungsbestrahlung (Auch als Reizbestrahlung oder Röntgentiefentherapie bekannt).

Diese Behandlung ist häufig sehr wirksam, auch bei den Patienten, die mit einer ganzen Odysee von

  • Iontophorese
  • Physiotherapie
  • Ultraschallanwendungen
  • Massagen
  • ESWL
  • weiteren physikal. Maßnahmen

ihre Beschwerden nicht los wurden, und sich (dadurch leider meist spät) in der Strahlentherapie vorstellen.

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Hallo, ich habe das auch seit ein paar Monaten, allerdings erst seit 2 Wochen die Diagnose. Sehr gut hilft das TENS-Gerät (Elektrische Schmerztherapie). Ich habe so ein Gerät, das man angeblich auch verschrieben bekommt. Aber am besten ist es, wenn man Krankengymnastik macht, und danach eine Behandlung mit dem Strom (macht der Physiotherapeut auch). Vorsicht allerdings wenn man Herzrhythmusstörungen hat. Bei einem Schrittmacher darf man das gar nicht benutzen. Gegen die Schmerzen hilft auch Kälte (Coolpack oder Eis). Entzündungshemmende Medikamente haben Nebenwirkungen (z.B. wird die Wirkung von Blutdrucksenkern herabgesetzt, Ibuporfen geht auf den Magen, also mit Magenschoner einnehmen), helfen aber bei sehr starken Schmerzen gut. Das wären dann Ibuprofen oder Diclofenac (dagegen bin ich allergisch!!!!). Das Problem bekommt deine Oma damit aber nicht in den Griff. Meist ist es Überanstrengung und/oder eine Beinlängendifferenz. Das müsste der Orthopäde dann überprüfen und evtl. Einlagen verschreiben. Das Wichtigste bei starken Schmerzen (hatte ich auch) ist Schonung! Also etwas kürzer treten. Ich wundere mich nur, dass der Arzt keine Krankengymnastik mit Elektrotherapie aufgeschrieben hat. Vielleicht war sein Budget erschöpft??? Ich hoffe, dass dir die Antwort weiterhilft! Grüße und gute Besserung an die Oma!

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