Trimipramin Tropfen 40mg/ml Beipackzettel - Wie ist der Warnhinweis, dass man es nicht einnehmen darf zu deuten?

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3 Antworten

Wie habe ich diese zu deuten? Sprich, geht es bei diesen Erkrankungen um
welche, die aktuell vorhanden sind, oder auch um Erkrankungen, die in
der Vergangenheit bestanden haben?

Hallo Eulig,

es geht in dem Abschnitt um Erkrankungen, bei denen das Medikament nicht eingekommen werden darf.

  • Eine akute Erkrankung in der Vergangenheit spielt dabei keine Rolle, wenn sie ausgeheilt ist (z.B. Nierenbeckenentzündung)
  • Eine chronische Erkrankung ist relevant, da sie ja wahrscheinlich noch besteht (z.B. Asthma bronchiale)
  • Wenn man an einer der beschriebenen Erkrankungen während der Therapie neu erkrankt, darf das Medikament nicht weiter eingenommen werden (z.B. Herzrhythmusstörungen)

In allen Fällen gilt aber, dass der behandelnde Arzt da einen großen Spielraum hat. Die sog. Anwendungseinschränkungen sind sehr weit gefasst, und oftmals ist es besser, wenn der Patient das Medikament einnimmt, auch wenn es anders in der Packungsbeilage steht, als wenn er es nicht bekäme. Das ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung, die der Arzt treffen sollte und dann auch rechtfertigen muss. 

Wichtig ist, dass man allen behandelnden Ärzten (aus den verschiedenen Fachbereichen) alle Medikamente und aktuellen Erkrankungen mitteilt. Am besten immer einen aktuellen (!) Medikamentenplan mitnehmen und darauf auch die freiverkäuflichen Präparate aus Apotheke und Drogeriemarkt vermerken, die man so nimmt.

Gruß

Max
cand. med. (PJ-Student)

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Weiss denn der Arzt von der Erkrankung?

Und was genau steht in der Packungsbeilage? Normalerweise ist das genauer definiert, ob es sich dabei um eine akute Erkrankung handelt oder ob das Medikamant auch dann nicht genommen werden darf wenn die Darmlähmung schon eine Weile her ist.

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Kommentar von eulig
03.02.2017, 22:01

klar kennt er die Krankengeschichte von ihr. wahrscheinlich besser als ich. mir erzählt sie ja auch nicht immer alles. bin ja "nur" ihre Tochter.

Es steht im Beipackzettel nur "T. darf nicht eingenommen werden..." und dann eben die ganzen Erkrankungen aufgelistet. mehr steht da nicht.

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Ich gehe davon aus, dass sie dieses Medikament vom ARZT verschrieben bekommen hat. ( Falls ich nicht irre, ist das ein NICHT freiverkäufliches Antidepressivum?) Somit sollte dem Arzt die Krankengeschichte deiner Mutter bekannt sein, und er hat es ihr verschrieben, weil ihre anderen Beschwerden schwerwiegender sind als die Nebenwirkungen.

Aber ich bin kein Arzt.


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Kommentar von eulig
03.02.2017, 21:59

Ja ist ein Antidrepressivum und hat es von ihrem Hausarzt verschrieben bekommen. Und ja, er kennt natürlich ihre Krankengeschichte. Ich glaube sogar schon, da war ich noch gar nicht auf der Welt ;o)

Sie hat wohl seit einigen Monaten starke Schlafstörungen und diese Tropfen sollen ihr da wohl helfen.

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