Treten die Zwänge bei einer Zwangsstörung willkürlich auf?

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2 Antworten

Ich weiss nicht, ob Du du da eventuell Tourette nicht mit Zwangsstörung ( im Speziellen Zwangshandlungen ) vermischt.

Bei Zwangshandlunge treten sie auf jeden Fall bewußt auf, denn man weiß ja , das die Zwangshandlung keinen sinnvollen Wert hat, und überlegt auch diese zu vermeiden.

Demjenigen ist daa also durchaus bewußt, vielleicht sogar ZU bewußt, denn das ständige Ankämpfen " Mchen " oder " Lassen " machen mindestens 50 % der Qual aus.

Im enlischen nent man es deshalb auch " half - minded mad " - man weiis das die Handlung sinnlos ist.

Ganz grob gesagt ist es annähernd so, als ob der Verstand gegen das Unterbewußtsein ankämpft - leider mit oft wenig Erfolg.

Inzwischen ist man sich auch relativ einig, das dies auf  " gestörte " Regelkreise im Gehirn zurückzuführen ist - wobei die bewußten Hirnbereiche mit den unbewußten vernetzt sind.

Bei Tourette handelt es sich ebenfalls um gestörte Regelkreise, wobei hier die Ausführung quasi deutlich schneller erfolgt.

Das heißt nicht, das  der Tourette - Kranke nicht weiß was er tut, er " merkt " auch das  ein Anfluten kommt, kann auch mitunter kurze Zeit den Impuls unterdrücken -  aber er kommt nicht zum Überlegen.

Es sind zwar zwei sehr unterschiedliche Krankheiten - rein vom Überlegen und Bewußtwerden ist es dort aber Zeitraffer.

Das eine ist dabei nicht weniger " schmerzhaft " als das andere, denn das dauernde Überlegen des Zwänglers ist auch äußerst ansterngend, insbesonder wenn es scheitert und man sich letztlich selbst die Schuld gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Meistens führt man die Zwänge bewusst aus, aber manchmal ist es so, dass man zum Beispiel einfach Berühren automatisch macht, weil es eben schon leider Routine ist.

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