Trennungsunterhalt ablehnen und trotzdem Zuschüsse verlangen?

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5 Antworten

Wenn er in Steuerklasse 3 ca 2000€ netto verdient, sind das in Steuerklasse 1 nur noch ca.1700-1750€.

da die Pfändungsfreigrenze bei 1080€ liegt, stehen in Steuerklasse 1 also nur 620-670€ für Unterhalt zur Verfügung. (In Steuerklasse 3 sind es 200-250€ monatlich mehr!

Mehr kann und muss dein (Ex-) Mann nicht zahlen.

Da würde es fast mehr Sinn machen sich zwar einvernehmlich zu trennen aber NICHT scheiden zu lassen. Wenn die Wohnung deinen (ex-) Mannes in einer anderen Stadt liegen sollte, könnt ihr die als zweit- Wohnsitz sogar steuerlich geltend machen, ist die Wohnung in derselben Stadt, sollte dein Mann sich offiziell NICHT ummelden!

Er kann ja seine neue Adresse für lieferdienste und seinen Arbeitgeber verwenden, aber "offizielle" Post müsste weiterhin zu eurer gemeinsamen Adresse geschickt werden.

Das hätte den Vorteil, das er bei einer nicht vollzogenen Scheidung seine Steuerklasse 3 behält die ihm bei räumlicher Trennung sonst auch nach einem Jahr genommen werden würde...

Das Problem ist nur, das DU keinen Anspruch auf Unterstützung seitens des Amtes hast, weil ihr dann ja "offiziell" noch zusammenleben würdet.

Ihr müsstet euch nur klar darüber werden, was günstiger wird:

Zu eurer aktuellen Situation in Steuerklasse drei einen zweiten Wohnsitz zu finanzieren und den Unterhalt als "Haushaltsgeld" zu zahlen dürfte echt hart werden.

Wahrscheinlich ist es wirklich sinnvoller, den offiziellen Weg der Scheidung und Unterstützung durch den Staat zu wählen, da du dann die Miete bezahlt bekommst und die Grundsicherung i.h.v. 404€ bekommst - dein Mini Job wird dir natürlich angerechnet (165€ darfst du behalten)

Wie auch immer: eine Trennung mit Kindern ruiniert den normal- verdiener!

Da wird kein Amt mitspielen. Die müssen ihre Ausgaben, die ja aus Steuergeldern kommen, begründen. Aus Rücksicht auf die finanzielle Situation deines Mannes, werden die dir sicher nicht das Geld hinterherwerfen. Außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass er bei einem Nettoeinkommen von 2000€ deswegen am Hungertuch nagen wird.

Das Problem wird sein, dass da die Ämter nicht mitspielen werden, aber beantragen würde ich das auf alle Fälle.....das zuständige Amt wird natürlich versuchen,sich die Kohle von deinem Mann wieder zu holen, aber da kann er sich ja gegen wehren.

Wenn er schon 700€ Kindesunterhalt zahlt und Miete und Nebenkosten und was sonst noch so anliegt, kann es gut sein, dass du dann, was den Trennungsunterhalt betrifft "leer" ausgehst,aber das wäre ja dann auch für euch okay - mit Glück springen dann die Ämter ein.

Genaue Auskunft kriegst du natürlich nur, wenn du die Leistungen beantragst.

Du musst erst mal das nehmen, was Du bekommen kannst. Wir als Steuerzahler sind nicht dafür verantwortlich. Das Amt wird das prüfen.

Laut Sozialgesetzbuch ist dein Mann und baldiger Exmann "gesteigert unterhaltsverpflichtet". In der Scheidungserklärung des Gerichts wird drin stehen, dass ein Verzicht deinerseits auf die vom Gericht geklärten rechtlichen Unterhaltsverpflichtungen nicht möglich ist.

Krimhild 16.09.2011, 11:26

Ich konnte verzichten - allerdings war ich auch nicht auf Leistungen vom Staat angewiesen.

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