Trennungsjahr, welche Regeln

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3 Antworten

Der Auszug eines Ehepartners stellt den Beginn des Trennungsjahres dar. (Es würde aber bereits eine "Trennung von Tisch und Bett" in der gemeinsamen Wohnung als Beginn des Trennungsjahres gewertet werden können...).
Auch wenn es zwischenzeitlich zu "Versöhnungsversuchen" kommt (Zweck des Trennungsjahres ist das Anstreben einer möglichen Versöhnung...), wird es dadurch nicht unterbrochen, wenn ein Ehepartner weiterhin die Scheidung anstrebt....

Ist ein Ehepartner nicht mit der Scheidung einverstanden, kann die Ehe auch gegen seinen Willen geschieden werden, wenn sie als gescheitert gilt, wovon nach drei Jahren Trennung ausgegangen wird...

Der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen hat ggf. Anspruch auf Trennungsunterhalt an den anderen Ehepartner während des Trennungsjahres. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich der geringer Verdienende nicht abrupt, sondern über einen angemessenen Zeitraum auf eine veränderte finanzielle Situation einstellen kann....l

Anspruch auf nachehelichen Unterhalt wird nach neuerer Rechtsprechung (seit 2008) nur noch in Ausnahmen gewährt. Es wird in der Regel davon ausgegangen, dass beide Ehepartner nach der Ehe erwerbsfähig sind und für sich selbst sorgen können. Sollte aber z.B. ein Ehepartner aufgrund der Kindererziehung seinen Beruf aufgegeben haben o.ä., so könnte dies einen "ehelichen Nachteil" bedeuten, der einen (meist zeitlich begrenzten) Anspruch auf Unterhalt rechtfertigen würde....

".... Und ich den gezahlten Unterhalt (den ich übrigens ab Febr 2014 das erste Mal erhalten habe) zurück zahlen müsste...."

Zugesprochener Unterhalt muss nicht zurückgezahlt werden. Nur, wenn zur Berechnung des Anspruchs bewusst falsche Angaben gemacht wurden....., könnte zu Unrecht erhaltener Unterhalt zurückgefordert werden....

Durch dieses obligatorische Trennungsjahr sollen unüberlegte, vielleicht nur auf einem einmaligen Streit beruhende Scheidungen vermieden werden. Die Eheleute sollen in diesem Trennungsjahr in Ruhe prüfen, ob ihre Ehe wirklich geschieden werden soll oder ob sie es vielleicht doch noch einmal miteinander versuchen wollen. Kurze "Versöhnungsversuche" hindern dabei den Ablauf des Trennungsjahres nicht. Damit ist das Trennungsjahr durch den Sex nicht gehemmt und er hat Recht. Er hat Sie nur benutzt- als Ersatz für die Freundin. Aber Sie haben natürlich die Möglichkeit, die Scheidung abzulehnen, das können sie gut tun, dann wrid er erst nach 3 Jahren geschieden- dann allerdings auch ohne Ihre Zustimmung. wegen der Unterhaltsfrage sollten Sie sich an einen Anwalt wenden- ggf. einen Titel erwirken, dann zahlt er schon.

Hallo, um sicher zu gehen hätte Dein Mann das Trennungsjahr bei Gericht anzeigen sollen. Aber auch nach Auszug eines Partners beginnt es. Es sollte dann aber kein Sex und auch sonst möglichst kein Kontakt stattfinden. Soweit ich weiß darf man nicht mal für den anderen die Wäsche waschen. Im Trennungsjahr steht Dir der sogenannte Trennungsunterhalt zu, je nach Euer beider Einkommen. Sollte es zum Gerichtstermin kommen und Du berichtest von Euerm gemeinsamen Sex dann beginnt das Trennungsjahr meines Erachtens danach von vorn.

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