Trennung von Kirche und Staat

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9 Antworten

Trennung von Staat und Kirche bedeutet, dass Staat und Kirche zwei unabhängige Organisationen sind, die jeder für sich unabhängig handeln können. Das ist in Deutschland gegeben und steht auch im Grundgesetz. Es bedeutet insbesondere auch, dass der Staat sich nicht in kirchliche Angelegenheiten einmischen darf.

Das Gegenteil von "Trennung von Staat und Kirche" wäre eine Staatskirche, wie es sie z.B . in Norwegen oder Dänemark gibt. Dort ist die Kirche ein Teil des Staates und untersteht dem König. Pfarrer sind dort Staatsbedienstete.

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Es war Bismarck, der Staat und Kirche getrennt hat. Ist unter Kulturkampf in die Geschichte eingegangen. Ganz so wie es Bismarck wollte, ist es nicht gekommen, denn sonst wäre er untergegangen. Er hat seine Vorstellungen und Gesetzte dann abgemildert (z.B. ließ er Priester ins Gefängnis werfen, wenn sie gegenteiliger Meinung waren) Außerdem fehlten ihm die Katholiken als Wähler und letzendlich waren auch die Protestanten verärgert. Er selber war Protestant. Google unter "Bismarck Kulturkampf" dann wirst du bestimmt fündig.

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Würde Kirche und Staat nicht getrennt sein, wäre es ein Kirchenstaat. Damit hätten die Religionsführer die absolute Macht.

Auf Deutschland bezogen würde das bedeuten: - es gäbe keine Anti-Baby-Pille - Abtreibung wäre strafbar - Kondome gäbe es nur unterm Ladentisch

um nur einige Beispiele zu nennen. Auch die rechtliche Lage der Kirche wäre eine andere. Straftaten von Kirchenmitarbeitern begangen, könnten viel einfacher ungesühnt gelassen werden - siehe kriminelles Geschehen im Vatikan-Staat.

Deshalb ist es gut, Religion und Staatsmacht voneinander getrennt zu lassen, wie schon zur Zeit von Jesus, wo die hoheitliche Macht von den Römern ausgeführt wurde, die religiöse Arbeit aber von den Juden. Deshalb durfte Jesus ja auch nicht von den Juden selbst verurteilt und hingerichtet werden, sondern Pontius und Pilatus hatten da ein wichtiges Wörtchen mitzureden.

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Kommentar von quopiam
06.10.2011, 09:45

Du gehst offenbar ganz selbstverständlich davon aus, daß Deutschland ein katholischer Staat wäre und die Romkirche hier die Macht hätte. kopfschüttel Ich ginge eher davon aus, daß es einen katholischen Staat im Süden und einen evangelischen im Norden gäbe - Deutschland geteilt... ;-))

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Kommentar von cornyriegel
06.10.2011, 11:52

Pontius Pilatus war der amtierende Statthalter - von Rom eingesetzt - er war EINE Person.


Deutschland ist zwar kein Kirchenstaat, doch die Regierung sanktioniert und unterstützt die Kirche mit finanziellen Zuwendungen. In dieser Hinsicht klappt das mit der Trennung nicht.

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Es gibt in Deutschland keine Staatskirche. Es ist streng getrennt.

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Kommentar von jon22
06.10.2011, 15:21

Haha! "Streng getrennt". Allein schon der Name unser derzeitig regierenden Partei sagt schon alles. CHRISTLICH Demokratische Union.

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Kommentar von JensPeter
07.10.2011, 22:57

Peter96,

na na, "Landeskirchen" gib es schon.

Geistliche der Landeskirchens werden als "Beamte" vom Land Besoldet. Somit wird diese Geistlichkeit vom allgemeinen Steueraufkommen bezahlt, was nichts mit der daneben erhobenen Kirchensteuer zu tun hat.

Daneben steht die grundgesetzlich verankerte Religionsfreiheit. Dafür muss der Staat garantieren, also die BRD und auch aufgrund der europäischen Gesetzgebung.

Also gibt es im Grunde so etwas wie eine "Staatskirche" ("Landeskirche" klingt weniger verfänglich) und die grundsätzliche Religionsfreiheit, bei der alle Religionsgemeinschafgten "gleich" behandelt werden sollten.

Somit besteht hier zweifellos ein überfälliger Korrekturbedarf durch die Politik.

Was das "christliche Lehramt" anbelangt sollte genau beachtet werden, was und wen Christus lehrte:

(Apostelgeschichte 4:13) . . .Als sie nun den Freimut des Petrus und Johạnnes sahen und bemerkten, daß sie ungelehrte und gewöhnliche Menschen waren, wunderten sie sich. Und sie begannen sie als solche zu erkennen, die mit Jesus gewesen waren; 

All das hatten wir schon einmal:

Die Leviten sollten die Anbetung regeln, die "studierten" Pharisäer lösten die von Jehova Gott eingesetzten Leviten ab. Ebenso gibt es heute "Schriftgelehrte" mit tollen Namen und hohem Rang.

Dies zum Nachdenken :-)

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aus welchem Rechtsgrund wofür bezahlt wird, ergibt sich aus einer Fülle von alten Edikten und Verfassungsurkunden, Kirchenverträgen und Konkordaten. Haushatsansätzen und poli-tischen Ermessensentscheidungen. Das Grundgesetz gebietet eine Flurbereinigung dieses Wildwuchses — durch die Ablösung altrechtlicher Leistungen für längst abgegoltener Säku-larisationsverluste, durch die Anpassung späterer Verpflich-tungen an die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse, durch die Verrechtlichung der Verfassungswidrigen und durch die Stornierung der verfassungswidrigen Teile von Konkor-daten und Kirchenverträgen.


Sailer: Die staatliche Finanzierung der Kirchen und das Grundgesetz ZRP 2001 Heft 2


schau da mal nach (ist hochinteressant)

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Deutschland ist säkular geprägt! Trennnung von Staat und Kirche, eine Zusammenarbeit zwischen findetdennoch statt. Religionsunterricht, Besoldung von Pfarrer usw.. Frankreich ist da laizistisch! Absolute Trennung zwischen Kirche und Staat. keine Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche!

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Anders als in DTl. ist in Frankreich die Religion auf das Privatleben beschränkt, was u.a. dazu führte, dass an staatlichen Schulen keine Kopftücher getragen werden dürfen!

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man sollte niemals versuchen, staat und kirche oder überhaupt religion,zu vereinigen

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Das Kirche dem Staat nichts zu sagen hat. Ist aber in Deutschland nicht so ausgeprägt wie ich es gerne hätte.

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Kommentar von jon22
07.10.2011, 18:28

Seh ich auch so.

Allein schon der Name unser derzeitig regierenden Partei sagt schon alles. CHRISTLICH Demokratische Union.

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