Trennung und Zugewinn?

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3 Antworten

Der Zugewinnausgleich ist kein genereller Bestandteil einer Scheidung - darüber müssen sich die Noch-Eheleute selbst einigen.

Nur, wenn ihnen das nicht gelingt, müssten sie Anwälte damit betrauen, die dann neben dem eigentlichen Scheidungsverfahren den möglichen Anteil am Zugewinn ihres jeweiligen Mandanten aushandeln.

Wenn das Haus während der Ehe angeschafft wurde, so fließt es als "Geldwert" zwar in den Zugewinn ein... aber über das Haus als solches kann der Mann allein verfügen, wenn er allein im Grundbuch steht - könnte es also verkaufen... Und dann würde nur eine mögliche Wertsteigerung in den Zugewinn einfließen - wenn es denn eine solche zwischen Kauf und Verkauf erfahren hat....

(Hat der Mann das Haus von einem allein aufgenommenen Kredit angeschafft, wird auch die Bank mit im Grundbuch stehen - dann gehört ein entsprechender Anteil am Haus bzw. dessen Geldwert der Bank - und deren Eigentum zählt nicht zum Zugewinn.....)

 er bezahlt mir bis heute keinen Cent Trennungsunterhalt und auch nicht den Betrag Kindesunterhalt den er zahlen müsste! 

Wenn die Unterhalte tituliert sind, könntest du sie pfänden lassen. Hast du noch keinen Titel ausstellen lassen, schuldet er dir auch nichts....

Trennungsunterhalt müsste er dir nur zahlen, wenn er viel mehr anrechenbares Einkommen erzielt als du selbst... und ihm davon nach Abzug des Kindesunterhaltes noch mehr als 1200 Euro zur Verfügung stünden. Relevant ist dabei nur sein Einkommen, nicht sein Besitz, Vermögen o.ä......

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Hallo! 

Sie sollten Ihren Anwalt beauftragen, den getrennt lebenden Ehemann 

1. aufzufordern seine Einnahmen zu belegen und

2. sein Anfangs- und Trennungsvermögen darzulegen.

1. Damit er errechnen kann, ob/wie viel Unterhalt Ihnen zusteht. Wie bei der ersten Antwort bereits erklärt, werden u.a. Ihr Verdienst, sein Selbstbehalt,... angerechnet. Sollte er dem nicht nachkommen, muss der Anspruch tituliert werden. 

2. Die Auskünfte können bereits direkt nach der Trennung gegenseitig vom Ehepartner verlangt werden. Anhand dessen kann auch relativ einfach ermittelt werden, ob Anspruch auf Zugewinnausgleich besteht. Es wurde erklärt, das Haus wurde während der Ehe erworben, somit würde es theoretisch in den Zugewinn fallen (sofern Verkehrwert minus Darlehen Plus ergibt).Hatte der Ehemann allerdings den Gegenwert z.B. auf dem Konto oder in anderer Form bereits bei Eheschließung, fällt es unter das Anfangsvermögen (keine Indexierung berücksichtigt). Zugewinn ist das, was während der Ehe hinzugewonnen wurde, also Endvermögen minus (indexiertes) Anfangsvermögen. Ein Antrag auf Zugewinnausgleich (wenn ein Ehepartner tatsächlich mehr Zugewinn erzielt hat) kann bei der Scheidung anhängig gemacht werden oder in einem separaten Verfahren bei Gericht. 

Bezüglich der aktuellen Finanzlage: Erhalten Sie PKH oder haben Sie sie beantragt?

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Liesino123 18.05.2017, 17:25

Entschuldigung, die Frage bez. PKH hat sich erübrigt. 

Der Anwalt wird übrigens bezahlt, von Vater Staat. Sollte z.B. eine Zugewinnausgleichszahlung fällig werden, muss die PKH auch zurückgezahlt werden. 

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Nach meinem Verständnis steht Dir von allem die Hälfte als Zugewinn zu, auch wenn Du nicht im Grundbuch eingetragen bist.

Aber da kann wirklich nur ein Anwalt sichere Auskunft geben und Dir in deinmer momentanen Situation helfen. Warum läßt Du Dich von ihm mit leeren Worten abspeisen ?

Es ist DEIN Anwalt und er sollte verstehen daß es derzeit beo Dir knapp wird. Wenn er nicht auf Dich eingeht, bleibt Dir nichts anderes übrig, als zu jemanden zu gehen, der sich um Dich kümmert.

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MaryPoppins03 17.05.2017, 19:35

Ich bekomme Prozesskostenhilfe und ich denke, dass der Anwalt mit zahlenden Mandanten mehr Geld verdient!

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