Trennung intern, extern. Keine Pausenmöglichkeit?

2 Antworten

Vorbemerkung:

Den idealen Arbeitsplatz wird es (sowohl aus Arbeitnehmersicht als auch aus Arbeitgebersicht) wohl eher selten geben.

Ich habe selbst einmal in einem Großraumbüro gearbeitet, zu einer Zeit, wo man am Arbeitsplatz noch essen und rauchen durfte - alles Andere als ideal. Das ist mittlerweile schon viel besser geworden, aber wenn es die Räumlichkeiten nicht zulassen, einen vollkommen separaten Pausenraum zu schaffen, muss man sich natürlich in irgendeiner Form arrangieren.

In Eurer Situation ist zur Pausenzeit weder der Pausengruppe, noch denjenigen, die zu der Zeit (konzentriert) weiterarbeiten, gedient. Andererseits kann man keinen Arbeitgeber dazu zwingen, einen schalldichten Pausenraum einzurichten. Im Übrigen steht es auch jedem Mitarbeiter frei, das
Firmengebäude in den Pausen zu verlassen.

Lösungsansätze:

Dass die Sache zur "Chefsache" geworden ist, ist absolut richtig, denn es ist dessen originäre Aufgabe, den Betriebsfrieden zu wahren.

° Sollte dieser nicht Willens oder in der Lage sein, das Problem sachgerecht und in gegenseitigem Einvernehmen zu lösen, wäre ein Gang zum Betriebsrat sinnvoll (so es dort einen gibt).

° Ich kenne den Status der externen Mitarbeiter nicht, aber wenn Ihr Leiharbeiter seid, ist in erster Linie der für Euch zuständige Personaldisponent der Zeitarbeitsfirma zuständig. Dort seid Ihr angestellt, und wenn etwas schief läuft, sind alle drei mit im Boot: Der Leiharbeitnehmer, die Zeitarbeitsfirma
und der Entleihbetrieb!

° Natürlich muss man nicht immer alles gleich "an die große Glocke hängen", und manchmal fruchtet ja auch ein Gespräch mit dem jeweiligen Personalvorgesetzten des Entleihbetriebes. Auch dort gibt es ja eine Hierarchie. Der dortige Chef weiß ja jetzt um die Problematik, und manchmal wollen die Leute nur vernünftig angesprochen werden.

Meine Idee dazu: Sucht Euch aus Eurer Externen-Gruppe zwei Kollegen aus, die "nicht auf den Mund gefallen sind", und lasst Euch in der vorbezeichneten Angelegenheit einen Termin beim Chef geben. Vielleicht löst sich das Problem dadurch.

Sollte dies nicht so sein, meldest Du Dich in diesem Thread noch einmal, oder schreibst mir eine Persönliche Nachricht (PN).

Viel Erfolg wünscht Dir

@Nightstick

Na ja deine Frage ist ziemlich schwierig zu beantworten. Ich fange mal unten an, einen Pausenraum muss es nicht geben, nur eine Pausenzone. 

Ob die anderen euch verweisen können, kommt wohl darauf an, wer das Hausrecht hat und evtl wie der Vertrag zwischen deinem Chef und dem Hausherr aussieht. Ich würde versuchen mit den anderen den Zeitraum zu verhandeln, ihr die halbe Stunde, wir die danach, falls das machbar ist. 

Ansonsten bleibt euch nur die Option, dass der Hausherr euch eine Pausenzone zuweist. Evtl müsst ihr dann die Pause zwischen den noch arbeitenden Kollegen machen.

Hmm, okay. Aber ist es nicht schon Diskriminierung bzw. Mobbing wenn man so abgetrennt behandelt wird? Ich meine, wir arbeiten ja alle für die gleiche Firma und erledigen die gleiche Arbeit. Klar der eine direkt angestellt, der andere extern angestellt. Aber dennoch haben wir alle die gleichen Tool Rechte, Aufgaben etc. Ist ja dann auch Gleichstellung da alle das Gleiche tun bzw. Sich im gleichen Äther bewegen.

Aber wenn man in dem Pausenbereich zwischen arbeitenden sitzt und diese sich beschweren ist das doch auch nicht zielführend, oder?

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@Justus89

Ob das schon Mobbing ist? Es ist keine schöne Behandlung und kein Miteinander. Warum auch immer herrscht hier Neid zwischen Intern und Extern, meistens hängt es mit Vergleich von Verdienst zu Arbeitsleistung zusammen . Aber das sind die Nachteile des Großraums, man bekommt einfach zu viel mit. Ich arbeite selbst im Großraum mit schätzungsweise 40 Kollegen in Hörweite, wobei mich die teils erzeugten Essens- Gerüche mehr stören, als die Geräusche. Mein Tisch steht direkt neben der Pausenzone, nur optisch abgetrennt, wenns mir zu laut wird, ziehe ich mir die Kopföhrer an. Ich kann doch nicht den Kollegen in ihrer Pause den Vorwurf machen zu laut zu sein. 

Ohne klärende Gespräche und gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert das nicht. Macht euch klar, dass ihr alle noch lange arbeitet und die internen Reibereien, auch zwischen Intern und Extern, sich nur kontraproduktiv auf eure Gesundheit und die Arbeitsergebnisse auswirken. 

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