Trennen die (Welt) Religionen mehr die Menschen als sie verbinden?

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10 Antworten

Nur, wenn man sich trennen lässt. Du kannst deinen Glauben leben, aber dich dennoch dafür interessieren, wie andere ihren Glauben leben. Tauscht euch aus, was dir wichtig und heilig ist und was den anderen wichtig und heilig ist. Es ist im Leben immer besser, sich die Dinge selbst anzusehen, um sich ein eigenes Bild zu machen, anstatt einfach zu glauben, was andere erzählen, die es vielleicht auch nie selbst gesehen haben.

Sei anderen gegenüber offen und kritisch, sei aber auch dir selbst und deinesgleichen gegenüber offen und kritisch.

Religion ist per se nichts schlechtes. Im Gegenteil, sie vermittelt Werte, die das Zusammenleben der Gemeinschaft regeln sollen. Schlecht ist Religion nur, wenn Menschen darauf pochen, ihr Glaube sei der einzig richtige, und in anderen aufzwingen wollen. Dabei heißt es ja "Glaube", nicht "Wisse".

P.S.:
Im Namen des Atheismus wurde meines Wissens noch nie ein Krieg geführt.

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Napayshni 04.10.2017, 19:09

Um Kriege führen geht es hier auch nicht, sondern um das alltägliche Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften. Davon abgesehen waren und sind Atheisten auch nicht gerade zimperlich hinsichtlich kriegerische Auseinandersetzungen halt aus politischen Gründen

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Nein, tun sie nicht. Es sind die Menschen, die sich trennen lassen. Lassen sich aufhetzen gegeneinander von bestimmten Interessengruppen. Eine große Masse kann man immer schlechter beherrschen als eine kleine. So zerteilt man die Menschen in kleine Gruppen und zerstört eine kleine Gruppe nach der anderen. Das hat nichts mit Religion zu tun.

Das hat was mit Propaganda und Politik zu tun. Selbst innerhalb von Religionen gibt es das ja. Das ist gewollt. Von außen.
Teile und herrsche. Wenn sich die Menschen die Köpfe gegenseitig kaputt hauen, brauchen sich die wahren Feinde die Hände doch nicht mehr schmutzig machen.

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Napayshni 04.10.2017, 19:21

Glaubensbruder bleibt Glaubensbruder, eine nicht unerhebliche Gegebenheit. 

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Kochanek 05.10.2017, 17:12
@Napayshni

Genau das ist nach neuerer Forschung der ursprüngliche Zweck von Religion in früheren Jahrhunderten. Über das Erklären der Welt und der Natur hinaus ist Religion ein Code: Daran, ob jemand die Mythologie des eigenen Glaubens kennt, erkennt man, ob die Person zum eigenen Volk oder Stamm gehört oder ob er ein Fremdling ist, der meinen Stamm aushorchen will. Insofern erfüllt Religion also eine unterscheidende Funktion: Der Glaubensbruder ist ein Stammesbruder und damit vertrauenswürdig, alle anderen sind mit Vorsicht zu genießen.

Nur haben sich die Zeiten geändert. Der Nachbarstamm ist nicht mehr einen Tagesmarsch entfernt. Stattdessen gelangen wir binnen weniger Stunden auf die andere Seite der Erdkugel, treiben Handel rund um den Globus.

Für eine friedliche Welt, in der alle in Sicherheit leben und miteinander Handel treiben können, ist es notwendig, dieses Unterscheidende zu überwinden. Glaubensbruder gleich anständig, andersgläubig gleich unanständig - diese Gleichungen funktionieren nicht. Deshalb darf man diese Gleichungen auch nicht anwenden.

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Das kommt immer drauf an wie der Glaube ausgelebt wird. In vielen fällen von fanatisch ausgelebter Religion stimmt es wohl, dass sich die Gläubigen von "Ungläubigen" distanzieren und es Konflikte gibt.

Wie es sich aber auch über die letzten Jahre und durch die Aufklärung gezeigt hat, kann der Aufruf zur Nächstenliebe in Religionen auch dafür sorgen, dass sich Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtung näher kommen können. 

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Napayshni 04.10.2017, 19:48

Der Begriff der Nächstenliebe hat Jesus Christus eingeführt. Von ihm aber wollen weder die Juden noch die Moslems etwas wissen oder sie sehen darin ein Täuschungsmanöver. So steht nämlich auch in der Bibel geschrieben "Auge um Auge, Zahn um Zahn" oder "Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu stiften, sondern ich bringe das Schwert."

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Grüss Gott
Napayshni ,

Wer an den einen wahren Gott glaubt, nämlich den, der allen Menschen empfiehlt, die Nächstenliebe als das Wichtigste zu betrachten, der ist mit alle Menschen in edelster Weise verbunden.

Der Mensch soll nicht zu einer "Religion" finden, sondern zum Glauben an die Liebe Gottes. Religionen und Gemeinschaften sind sind immer Spielplätze für das EGO von Einzelnen, die sich als religiöse Autoritäten aufspielen wollen.

Dazu erlassen sie Dogmen und Regeln und  schränken die gottgewollte Freiheit der Menschen ein. Weil Gott die Wahrheit ist sind alle die diese Wahrheit anstreben miteinander verbunden. Die Nächstenliebe aber verhindert die Ausgrenzung derer, die der Wahrheit fern sind oder vom Geist des Atheismus besessen sind.

In dem angehängten Verzeichnis findest Du unter den Stichwort "Nächstenliebe" sehr genaue Auskunft darüber, wie Gott die Nächstenliebe sieht.

http://www.bertha-dudde.info/leseauswahl/wortgottes/register/liste_n.html

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Napayshni 05.10.2017, 19:54

Gibt es denn den wahren Gott wirklich? Wer könnte sich da so sicher sein? Auch du nicht, Kollege, auch du nicht.

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willgott 05.10.2017, 21:04
@Napayshni

Hallo
Napayshni

Mein eigenes Gewissen ist keine Fake-Info - da bin ich mir sehr sicher.

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Ergänzend:

Grüss Gott
Napayshni ,

Deine Frage liegt etwas neben der Sache, denn es ist nicht die Auftgabe der Religionen die Menschen untereinander zu verbinden, sondern die Liebe zwischen Gott und den Menschen zu einer gegenseitigen Beziehung zu machen, ais der sich der Mensch durch den Sündenfall entfernt hatte.

Wahre Religion ist Rückkehr in dem Sinn
folgenden Geschichte:

"In finsterster Nacht wandelt ein Weib durch öde Straßen und trägt in
sich das Verlangen, an heimischer Stätte zu sein. Die Sehnsucht und die
Hoffnung treibt sie zu größerer Eile, und bald gewahrt sie in der Ferne
ein strahlendes Licht .... In ihrem Herzen betet sie zu Gott, daß dieses
Licht ihr leuchten möge auf dem Wege zur Heimat. Und Gott erhörte ihr
Gebet, und helles Licht durchbrach die Dunkelheit der Nacht .... Er gab
ihr Kraft und ließ sie nicht müde werden, bis sie das Ziel erreichte
.... Und dieses helle Licht war der Glaube .... die Kraft war die Liebe
.... und ihre Schritte waren der Wille .... Sowie sie sich bittend an
den Vater wandte, ward ihr geholfen, die Nacht wurde zum Tage, denn der
Glaube und mit ihm die Liebe zogen ein in ihr Herz. Wer unter uns
Erdenwanderern benötigt dieses helle Licht nicht?! ...."

Dieser Texte zitiert eine Mitteilunghttp://www.bertha-dudde.info/leseauswahl/wortgottes/07_HTML/0/0576.html

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Hast du dir die Frage nicht gerade selbst beantwortet?

Ich würde deine Frage dahingehend bejahen, dass es keine "Gruppierung" gibt die von allen akzeptiert wird. Selbst wenn du - oder vielleicht vor allem wenn du - sagst, du gehörst keiner dieser Gruppen an, wirst du bei vielen von ihnen auf Ablehnung stoßen.

Aber es ist nicht mal so, dass dich die Zugehörigkeit zu einer Religion auch mit deinen Mitgläubigern verbindet, im Gegenteil. Es gilt auch die "Version" der du angehörst. Sunniten und Schiiten haben z.B. oft große Vorbehalte gegenüber einander, also Muslim ist nicht gleich Muslim - Stichwort: Sprengung der Samara-Moschee im Irak (Goldener Dom), einer der heiligsten schiitischen Stätten, durch Sunniten.

Und auch als Christ konnte es dir bis vor 30 Jahren noch passieren, dass du in Belfast an einer Straßensperre plötzlich ne Kanone im Ohr hattest, zusammen mit der Frage, ob du Katholik bist oder Protestant - "Christ", na und was dann?

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Napayshni 04.10.2017, 13:47

Ich sagte ja "Von Glaubenskonflikten und Kriegen mal abgesehen." Und das  Sunniten und Schiiten grosse Vorbehalte gegeneinander haben, erscheint mir ein wenig untertrieben zu sein. Schließlich dauert dieser Konflikt schon seit Jahrhunderten an, etwa so blutig, wie es im Dreißigjährigen Krieg zwischen Katholiken und Protestanten zuging. Betrachte dir nur mal in den letzten Jahren die verheerenden Terroranschläge, ausgeführt vom IS (sunnitisch geepraegt), in schiitischen Wohngebieten in Irak oder Pakistan, den  frueheren Konflikt in Nordirland nicht kleinreden zu wollen. 

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Ich kann völig entspannt und ohne missionarische Attitüde Freundschaften mit Andersgläubigen pflegen.

Eine Lebenspartnerschaft mit einem Nichtchristen kann ich mir aber nicht vorstellen. Mein Glaube ist ja nicht nur eine innere Einstellung, sondern auch eine Lebensform, die sich sehr auf die Alltagsgestaltung und besonders auf Festtage auswirkt.

Wenn ich Sonntags in die Kirche will und der Partner eine Unternehmung ohne Gottesdienstbesuch vor hat, dan funzt das auf Dauer nicht. Nur so als Beispiel.

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Napayshni 04.10.2017, 19:59

Verständlich und fragwürdig zugleich

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Das sieht jeder anders.


Ich finde Religion unnötig und veraltet. Praktisch alle Kriege sind aus religiösen Gründen entstanden, Religion verursacht nur Schaden, die Menschheit streitet sich über Wesen, über die niemand weiss, ob es die überhaupt gibt.


Aber eben, meine Meinung.

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wenn die zeit des kampfes vorbeit ist, werden die religionen die menschen verbinden, vorher nicht

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Es ist nicht die Religion die die Menschen trennt.

Es sind die Menschen selber Die ihre Religion als Grund vor schieben!

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Napayshni 04.10.2017, 12:49

Beeinflusst und manipuliert von ihrer eigenen Religion

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