Trekkingrad: worauf muss ich achten?

5 Antworten

Sich für eine Stahlrahmen und nicht für einen Alurahmen zu entscheiden ist die beste und wichtigste Information die du bislang eingeholt hast. Stahl ist gegenüber Aluminium ein sehr geschmeidiges Material. Alurahmen sind bretthart und ohne eine gefederte Sattelstütze nicht zu ertragen. Alurahmen malträtieren die Wirbelsäule gnadenlos und vergällen einem das Fahrrad fahren und vor allem das Rad, das man gekauft hat.

Auch sich für eine Nabenschaltung zu interessieren und besser noch zu entscheiden ist eine gute Erwägung. Kettenschaltungen waren über Jahrzehnte ohne Alternative, weil es in der Welt der Nabenschaltungen keine Entwicklung gab. Dies hat sich nun gründlich geändert und die Entwicklung der Nabenschaltungen hat zu den Kettenschaltungen längst aufgeschlossen. Nabenschaltungen haben gegenüber Kettenschaltungen den Vorteil, dass sie praktisch wartungsfrei (alle 1-2 Jahre ein Ölwechsel), weniger störanfällig sind und vor allem einen vollständigen Kettenschutz zulassen. Der etwas höhere Anschaffungspreis wird wieder eingeholt, wenn verschlissene Komponenten einer Kettenschaltungen ausgetauscht werden müssen. Nabenschaltungen decken den gleichen Schaltbereich ab wie Kettenschaltungen. Die Laufräder einer Nabenschaltung sind durch ihre symmetrische Einspeichung praktisch immun gegen Speichenbruch - gegenüber der asymmetrischen Einspeichung bei Kettenschaltungen.

Für mich kommt schon lange keine Kettenschaltung mehr in Frage und ich genieße vor allem die Wartungsfreundlichkeit und Störungsfreiheit von Nabenschaltungen in vollen Zügen. Ich möchte sie dir wärmstens empfehlen.

Gerade Trekkingräder testen wir nun ausführlich, auch bergab über üble Schotter- und Schlaglochpisten. Mein eigenes, Stahl/Stahl, keine Federung, habe ich sogar zurück gebaut, vorher war es von der Geometrie her ein Rennrad, um mehr Kontrolle zu haben. Hat nichts gebracht. Der Bock hat mich so durch geschüttelt, dass ich bergab nicht voll laufen lassen konnte. (Davon ab lief es auf allen anderen Abschnitten wunderbar.)

Nun, dieses Jahr habe ich einfach mal nicht nachgepumpt auf die üblichen 4,5 bar und siehe da: Die Abfahrten waren kein Problem mehr.

Gut abgeschnitten hatte auch ein Alumodell mit Federgabel. So lange diese Gabel noch funktioniert hat. Das Quietschen habe ich erst nicht wegbekommen und jetzt ist sie ganz starr. Taugen nichts, diese Trekkingfedergabeln, schon gar nicht für ein Rad, das oft draußen steht.

Mein Fazit: Es kommt nur auf den Luftdruck vorne an. Mit etwas dickeren Reifen und einem Druck von nur 3 bis 4 bar fährst du sehr bequem auch auf einem ungefederten Alurad (habe ich auch) und auch auf Strecken, die es bei dir gar nicht gibt.

Allgemein: Verzichte auf alles Federzeugs. Bringt beim Trekker nichts außer Gewicht und Kraftverlust.

Entscheide dich für eine Kettenschaltung. Gerade im Flachland braucht man wegen dem Wind einigermaßen fein abgestufte Gänge und die bietet dir die Nabenschaltung erst ab 12 oder 14 Gängen, und dann wird es teuer. Außerdem brauchen diese Teile einen regelmäßigen Ölwechsel in der Fachwerkstatt. Ich stehe auf Nabenschaltungen, aber nur für die Stadt und nur auf die mit wenig Gängen. Die sind tatsächlich wartungsarm, kaum kaputt zu kriegen und nicht so schwer. Aus technischen Gründen sollte die Kettenschaltung hinten mindesten 8 Gänge haben (3x8, 3x9). Lass vielleicht gleich die Kassette hinten gegen eine kleinere tauschen. Bei der liegen dann die Gänge dichter bei einander. Die ganz kleinen Gänge fallen dafür weg, brauchst du auch nicht bei dir. (Mache ich selbst in meiner Mittelgebirgslandschaft so.)

Gute Räder sind z. B. die Bergamont Vitess, die Modelle der fahrradmanufaktur, die verbauen viel Stahl, und neulich haben wir ein Ortler gefunden mit einem sehr guten Preisleistungsverhältnis:

https://www.fahrrad.de/ortler-mainau-herren-schwarz-matt-551193.html

Müsste eine Stahlgabel sein. Gewicht ist für dich als Flachländler nicht ganz so interessant. Wenigstens eine Angabe dazu sollten sich die Anbieter aber schon trauen. 15 kg ist schon ganz ok. Ein Hollandrad mit 7-fach Nabe kommt auf über 20.

Stahl ist sehr gut, so ein Rahmen wird dich überleben, während ein Alurahmen nach 2 Jahrzehnten schon deutliche Macken z. B. an den Ausfallenden zeigt. Nun ja...

   

Sehe mal auf "Fahradmanufaktur Bremen"

aber die Räder kosten da doppelt so viel.

Mein Reiserad von denen ist 30 Jahre alt und sieht immer noch wie neu aus... Kein Rost kein garnichts.

Das hat 26 000 Km drauf.

Für 700 Euro wirst Du nichts ordentliches bekommen.

Mario

Welches ist aktuell das beste Fahrrad für 600 Euro? Freu mich über jeden (Geheim-)Tipp! :-)

Ich suche ein Fahrrad (Mountainbike oder Trekking, eher Mountainbike) bis 600 Euro mit den besten Komponenten für diese Preisklasse.

Welches Rad bietet mir das Maximum für diesen Preis?

Worauf muss ich achten?

Ich fahre nicht täglich, aber doch mehrmals in der Woche (Straße), auch steile Berge (Straße) und freizeitmäßig (Waldwege, Feldwege, Straße) - aber keine Sprünge und nichts außergewöhnliches - nur ganz normal. Aber ich möchte ein schickes, zuverlässiges Bike, welches auch sehr gepflegt wird und nur bei schönem Wetter gefahren wird. 27 Gänge und möglichst leicht sollte es sein. Modelljahr ist total egal.

Bitte nicht irgendwelche "0815 Räder" zeigen, sondern wirklich das Beste vom Besten für 600 Euro. Vielleicht kennt sich ja jemand aus, ich würde mich sehr freuen :-)

PS: Ich hab mich natürlich schon ein bisschen umgeschaut - was haltet ihr von diesem Rad? Freu mich über jeden Vorschlag :-)

http://www.biker-boarder.de/shopware/Cannondale-2011-Trail-SL-3-Women-s-Pearl-White-Mountainbike_detail_12655.html?ireusocl=1

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