Treibhausgase - Anteil der Massentierhaltung

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Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, kam 2006 in einer sehr umfangreichen und fundierten Studie zu dem Ergebnis, dass die Produktion von Fleisch, Milchprodukten und Eiern 18 Prozent aller weltweiten Treibhausgase verursacht. Damit belastet die Produktion tierischer Lebensmittel das Klima deutlich mehr als der gesamte Verkehrssektor mit 13,5 Prozent. Derzeit wird an einer Aktualisierung des FAO-Berichts gearbeitet, denn die Auswirkungen der Tierproduktion auf das Klima dürften sogar noch höher sein als bisher angenommen. Nach neuen Berechnungen des Washingtoner Worldwatch Institute sind dem Tierhaltungssektor 51 Prozent aller weltweiten Treibhausgase zuzurechnen. Faktoren wie die mögliche Nutzung der potenziellen freien Flächen beziehungsweise „ersparten“ Wälder als Kohlendioxidsenken wurden in dieser Arbeit berücksichtigt. Für die Bilanz wurden jedoch auch die Atmung der Tiere sowie eine andere Bemessungsgrundlage für die Klimawirksamkeit von Methan herangezogen, was das Resultat der Studie relativieren dürfte.

http://www.vebu.de/umwelt/probleme-der-viehwirtschaft/608-klimawandel-als-tierisches-produkt?showall=1

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Der Antwort von Paschulke82 ist kaum etwas hinzuzufügen. Sehr gut! Ganz besonders der Faktor "Landnutzungsänderung" wird von den meisten Menschen stark unterschätzt, also z.B. die Tatsache, daß hochstehende Wälder in landwirtschaftliche Nutzflächen verwandelt werden. Die Massentierhaltung spielt hierbei eine große Rolle, weil für die Produktion einer identischen Menge an Kalorien aus Fleisch für die menschliche Ernährung in etwas das Sechsfache an Energiegehalt aus Getreide benötigt wird. Das bedeutet auch, daß man die sechsfache Fläche benötigt, die heute im großen Stil nur noch durch Entwaldung hinzugewonnen werden kann, was insbesondere in tropischen Ländern geschieht. Durch die Rodung eines einzigen Hektars tropischen Regenwaldes geraten etwa 1000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre, und der langfristige Speicher geht verloren. Insgesamt ist die Angelegenheit allerdings weit komplizierter. Treibhausgase sind nicht nur CO2, sondern auch Methan und Lachgas, für die es je nach Landnutzung positive oder negative Beiträge zur atmosphärischen Gesamtbilanz gibt. Man kann auch im Grunde keine globale Betrachtung anstellen, da beispielsweise die Beiträge der Böden zur Kohlenstoffspeicherung oder/und sonstigen Treibhausgasbilanz extrem unterschiedlich sind - ebenfalls wieder je nach Art der Landnutzung, Klima, Bodentyp etc. Obendrein ist ein Wald nicht nur ein CO2 Speicher sondern hat vielfältige andere Funktionen und Auswirkungen - als Wasserspeicher, als "Verdunster", als Lieferant von Aerosolen und und Kondensationskeimen für die Wolkenbildung, als Sauerstoffproduzent - von Biodiversität gar nicht zu reden. Unterm Strich: Fleisch und Fisch als Hauptnahrung mag in Jäger und Sammler Kulturen in Steppe, Wüste und Eiszeit auf einem dünn besiedelten Planeten sinnvoll und notwendig gewesen sein - in einer Welt der 7+ Milliarden ist es ein Beitrag zum langfristigen globalen Massenselbstmord.

die massentierzucht erzeugt, je nach quelle, zwischen 30% und 50% der schädlichen treibhausgase, eine kuh stösst unmengen an methan tählich aus und dass ist nicht alles.#der gesamte weltverkehr dagegen nur ca. 12%. wo der hebel angesetzt werden soll ist klar, dennoch steueru die politik richtung mehr fleisch und nimmt unverantwortlich in kauf, dass unser planet weiter zerstört wird. es wäre ein grosse entlastung für die umwelt, wenn die menschen in der 1. welt weniger fleisch essen würden. so einfach ist das...

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