Traumjob Gefängnispsychologin?

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3 Antworten

Träume sind meist ziemlich unrealistisch. Was ich bei dir zwischen den Zeilen lese, ist der Wunsch, das "Böse" in der Welt durch Verständnis zu "heilen".

Aber kannst du auch "hart" sein und Leute zwingen, die Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen? Und bist du bereit, Menschen auch (erst einmal) "aufzugeben"? Wenn nicht, bist du das gefundene Fressen für Soziopathen, Psychopathen und alle, die Spaß daran haben, andere zu manipulieren! Und davon gibt es hinter Gittern mehr als genug!

Mach erst mal ein FSJ oder ein Praktikum, vielleicht sogar in der OPFERHILFE... Wenn du dich mal ausgiebiger mit dem Thema beschäftigst, wirst du vielleicht merken, dass deine Vorstellung ziemlich an der Realität vorbeigeht...

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Kommentar von Coschta
19.12.2015, 17:23

Mir ist durchaus bewusst,dass diese Arbeit eine mentale Stärke erfordert und mir ist auch klar,dass ich wie du wohl einige Personen erst mal "aufgeben" muss,jedoch kann ich mir dies alles auch mit seinen schlechten Seiten so gut vorstellen,dass für mich das Positive an dem Job überwiegt. Allgemein versuche ich zu helfen wo ich kann und werde mich bald auch mal in einem Flüchtlingsheim umschauen. Ein FSJ wäre natürlich auch eine Möglichkeit ,danke für deine Antwort :)

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Ich finde es beeindruckend, dass du dich zu einem ungewöhnlichen Berufsbild berufen fühlst. Wenn dir die Internetrecherche allein bei der Informationsbeschaffung nicht genügend weiterhilft, könntest du dich vielleicht an das nächste Berufsinformationszentrum (BIZ) wenden.

Es gibt dort bestimmt keine ganze Informationsmappe über einen so speziellen Berufszweig, aber vielleicht können dir die Mitarbeiter weiterhelfen.

Hast du dich schon an eine Universität gewandt, die den Studiengang Psychologie anbietet, und dich über die einzelnen Lehrveranstaltungen und Seminare informiert?

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Kommentar von Coschta
19.12.2015, 17:33

Vielen Dank für deine Antwort:) Ich werde mich bein BIZ mal erkundigen .An eine Uni habe ich mich bis jetzt noch nicht gewandt,da ich noch ein einhalb Jahre bis zu meinen Abi habe und erstmal den Schnitt abwarten will:)

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Ich war mal mit einer Psychologin zusammen, die aus diesem Bereich ausgestiegen ist. Nicht, weil es an der Motivation mangelte, mit "schwierigstem Klientel" umzugehen, sondern vielmehr an den Möglichkeiten. Das war jetzt vor über 10 Jahren und da muss man festhalten: Auf der einen Seite kann man das weniger als Beruf, sondern eher als "Hobby" oder "Nebentätigkeit" deklarieren, weil der Verdienst so gering ist < oder damals schon war >, dass man sich da nur mit einem Lebenspartner erhalten kann, der "normal" verdient. Selbst unter diesen Umständen ist es unmöglich wirklich irgendwie "zielführend" "sozialintegrativ" zu arbeiten, da der Tätigkeitsbereich seinerzeit - zumindest in Bayern - immer weiter ausgeweitet wurde. Das heisst: Eine Psychologin war plötzlich nicht mehr primär "in einem Trakt" tätig, sondern eher in einer gesamten JVA - Ich glaube, da schon sollte auch dem Laien klar sein, dass das nichts wird - und am Ende dann sogar noch übergreifend in mehreren Anstalten. Mit anderen Worten: Der Job scheint nur noch "Makulatur" zu sein, weil rechtlich in den Justizvollzugsanstalten derartiges vorhanden sein muss.

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Kommentar von Vienna1000
19.12.2015, 09:51

Nicht, dass ich dir das nun explizit "madig" machen will. Wenn du dich weiter informierst solltest du solche Dinge allerdings "mit hinterfragen" bzw. auch darauf vorbereitet sein, dass dir die eigenen Dienstgeber eher im Weg stehen rsp. wars dann damals wohl auch so, dass die Insassen sich an Behandlungskosten im Rahmen von den paar Kröten, die Sie für Ihren persönlichen Einkauf bekommen selbst beteiligten mussten und das hebt nicht gerade eine "produktive Stimmung" in diesem eigentlich hochsensiblen Behandlungsbereich. Dazu kommt noch die vermeindliche "Eigenverantwortung", wenn suizide rsp. Suizidversuche im Rahmen von Behandlungen auftreten, die den Namen nicht mehr verdienen. Den Menschen, die diesen Beruf noch mit irgendeiner Freude ausüben, ohne selbst noch massiv Supervision zu benötigen, gebürt höchster Respekt.

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Kommentar von Coschta
19.12.2015, 17:31

Erst mal vielen Dank für deine Antwort :) Das mit der Jobbezahlung hat mich auch erst etwas schockiert,aber dass die Insassen ihre Therapie selbst finanzieren müssen wusste ich nicht.Das finde ich auch sehr sehr schade,da so natürlich die meisten abgeschreckt werden,wo es vielen bestimmt sehr gut täte... Traurig,dass ein solch wichtiger Job so vernachlässigt wird ...Ich werde mich trotzdem mal informieren ,denn im Grunde wäre ich auch bereit meine Hilfe auch kostenlos anzubieten und eben noch in anderen Bereichen zu arbeiten,wenn das irgendwie geht ich kenne mich da leider noch nicht so aus.

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