Traumdeutung, kann es mir jemand erklären?

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2 Antworten

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

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Kommentar von Allesmachbar
06.07.2016, 09:19

Vielen Dank, für die ausführliche antwort, ich war bei dem Traum ja nicht dabei, also kann ich es schlecht umsetzen ;-)

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Oft wirfelt der Kopf im Traum die Gedanken und Ängste einfach nur zusammen und es hat nichts zu bedeuten. Bei meiner Mutter war es jedoch so dass sie einen Todestraum von einem Freund von mir hatte und er darauf 4 Tage später gestorben ist. Die Wahrscheinlichkeit dass sollch ein Traum wie bei meiner Mutter wahr wird liegt bei 1 : 4000000. Jeder Mensch hat im durchschnitt 2 - 3 Todesträume im Leben. Also wird es wahrscheinlich einfach nur ein Traum gewesen sein keine Angst :)

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Kommentar von Allesmachbar
04.07.2016, 11:08

Ich habe keine Angst davor, das es realistisch wird. Es heißt ja es sind Träume der Tod hat nichts mit dem Realistischen Tod zu bedeuten, nur gibt es deutungen dafür ;)

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