Traumdeutung - Menschen und Kinder laufen mir hinterher?

7 Antworten

Das Fahrrad ist in der objektiven Diagnostik der Bild- und Traum Analyse sehr positiv besetzt. Es steht für „gezielte Aktivität und gesteuerten Durchsetzungswillen“. Diese Interpretation würde ich für dich auch zulassen. Du möchtest dich in deinem Leben offenbar gezielt durchsetzen, verfolgst mit Intensität deine Absicht und lässt dich nicht vom Ziel ablenken. Du bist offenbar so zielstrebig, dass du deinen Weg auch blind („mit dem Rücken in Fahrtrichtung“) findest.

Auch deine, im realen Leben wohl auch schimpfende, psychisch gestörte Mutter, kann dich von deinem Weg nicht abbringen. Du bleibst fokussiert.

Vielleicht wollte der Traum dir sagen, dass du im realen Leben mehr Verständnis und Rücksicht für deine psychisch gestörte Mutter aufbringen solltest und versuchen solltest, ihr zu helfen, aus ihrer schwierigen Situation heraus zu kommen.

Ich versuche es einmal. Bin aber keine Traumdeuterin. Glaube allerdings, dass man Erlebtes und Gefühle in Träumen verarbeitet. Ich habe keine Ahnung, ob irgendetwas von dem unten aufgeführten wirklich auf dich zutrifft:

"Ich fuhr freihändig mit dem Rücken in Fahrtrichtung..."

In deinem jetzigen, dir bekannten Lebensabschnitt, lebst du in Ungewissheit. Veränderungen oder angestrebte Veränderungen schaffen ein ungutes Gefühl. Dir fehlt eine gewisse Lebensabsicherung und/oder dir fehlt der Halt. Du weißt nicht genau wohin die Reise geht oder willst es gar nicht so genau sehen, weil du ansonsten vielleicht aktiv etwas ändern müsstes.

"Eine der beiden Frauen wirkte sehr zickig, vielleicht auch unsicher.
Als ich sagte, ich drehe mich dann mal um kam von ihr: Besser ist es."

Die beiden Frauen könnten dein "Ich" symbolisieren. Dieses "Ich" weiß, dass es besser wäre nach vorn zu schauen und Vergangenes hinter sich zu lassen. Das Vergangene ist das Gewohnte, das man jedoch für den weiteren, nach vorn gerichteten Lebensweg, aufgeben/verdrängen/vergessen sollte. Die Kinder könnten deine Kindheit symbolisieren, die du auch hinter dir lassen solltest, um den weiteren Lebensweg besser gehen zu können.

"Neben meinem Fahrad, ebenfalls mit einem, war meine schimpfende
(psychisch gestörte) Mutter die meiner Meinung nach versuchte, mit mir
denselben Weg einzuschlagen. Doch ich war sakastisch und sagte, das sie
hier in die Wohnung (die dortbplötzlich war, nicht hineinkommen würde,
so wie sie es versuchte. Sie schubste mich zurück ins Gebüsch und von
einer der beiden Frauen bekam ich einen zickigen Schlag auf die Finger."

Die Bindung zu deiner Mutter oder zu einer anderen Person verhindert oder erschwert das Einschlagen des eigenen Lebensweges. Du möchtest dich (zumindest teilweise) von einer Bindung lösen, fällst jedoch immer wieder in alte/bekannte/gewohnte Verhaltensmuster zurück und bist dir innerlich unsicher, ob es wirklich gut ist diese Bindung zu verändern.

"Kurz vor diesem Traum: Eine meiner Bewohner von meiner Arbeit saß mit
mir in einem Zug. Sie war nur am rummaulen. Dann stand ich auf der
Straße neben dem Gleis, welches plötzlich aber nicht unerwartet, zu Ende
war."

Du könntest Angst haben, abseits zu stehen, die eine Bindung gelöst zu haben ohne Aufbau einer anderen und somit alleine zu sein.

Vielleicht hast Du die Kinder geseh´n, die Du in die Welt setzen wirst?:))

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