Traumberuf Journalist

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Erstens: der Markt ist überschwemmt! Wenige Festanstellungen, immer nur ein Praktikum nach dem anderen. Ausbeutung! Zur zweiten Frage: natürlich musst du "respektlose" Fragen stellen. Du musst ja etwas schreiben können, was die Leute lesen wollen, was sie dazu bringt, die Zeitung zu kaufen od. die Sendung einzuschalten. Und das im Unterschied zu konkurrierenden Medien.

Perspektive = kaum.

Wenn es dir schon unangenehm ist, Leuten unbequeme Fragen zu stellen, wärst du da ohnehin falsch. Das ist nicht immer nötig. Einem Menschen wie einer Marion Kracht brauche ich kein respektlosen Fragen zu stellen, das wäre relativ albern. Aber die Reaktion eines Hans-Dietrich Genscher auf die Frage, wo denn die blühenden Landschaften im Osten hin sind, die mal versprochen wurden, hat durchaus ihren Reiz.

"Kennt ihr euch mit dem Beruf aus, wenn ja schreibt mir doch, ob das ein Beruf mit Perspektiven ist!" - Jein. Perspektiven schon, Journalisten wird's wohl immer oder wenigstens in absehbarer Zeit geben. Aber das Berufsbild wandelt sich und einfacher wird es auch nicht, sowohl was Festanstellungen als auch was den Druck angeht.

"muss man unbedingt Leuten die man interviewt unangenehme, respektlose Fragen stellen??" - Kommt drauf an, wen Du für was für ein Medium interviewst. Zumindest solltest Du dazu bereit sein, auch - in angemessen höflicher Form - nachzubohren, auch wenn's unangenehm wird.

Selbstverständlich braucht kein Journalist seinen Interviewpartnern unangenehme Fragen zu stellen, wär ja noch schöner!

Es ist vielmehr seine edelste Aufgabe, umstrittenen Persönlichkeiten, korrputionsverdächtigen Politikern und skandalumwitterten Kirchenleuten Gelegenheit zu geben, sich möglichst positiv darzustellen.

Tja, komischerweise glauben das viele Leute wirklich, nicht nur die betroffenen. Lesen wollen sie die Skandalgeschichten alle - aber über den "Schmierfink" schimpfen sie dann auch alle.

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