Traum / Deutung / Psychologie?

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2 Antworten

Ich habe auch komische Träume.
Es hängt mit unserem Unterbewusstsein zusammen.

Hypothesen dazu gibt es viele, aber wenig gesicherte Erkenntnisse. Nun haben Forscher um Robert Stickgold von der Harvard University zumindest auf die Frage nach der Entstehung von Träumen eine Antwort gefunden.

Ihrer Studie zufolge sind Träume eine Folge jener Gehirnaktivitäten, die es auch ermöglichen, buchstäblich im Tiefschlaf zu lernen (Current Biology, online).

Stickgold ließ seine Probanden ein Computerspiel üben, bei dem sie möglichst schnell ein Labyrinth durchqueren sollten. Im Anschluss saß ein Teil der Probanden untätig herum oder schaute Videos, die andere Hälfte durfte eineinhalb Stunden lang schlafen.

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 Es gibt keine Menschen, die nicht träumen. Auch wenn wir uns nicht erinnern, haben wir trotzdem geträumt. Das Träumen wird definiert als unser subjektives Erleben während des Schlafes. Dieses subjektive Erleben schaltet sich nie aus – genauso wie im Wachzustand. Wenn man Leute wiederholt beim Einschlafen oder während des Schlafes weckt, berichten sie fast immer irgendwelche Traumfetzen.

Ob das Träumen eine eigene Funktion hat, ist jedoch schwierig zu beantworten. Denn damit ich weiß, was jemand geträumt hat, muss er mir den Traum erzählen. Dabei kann es sein, dass er über den Traum nachdenkt und deshalb im Wachzustand eine bessere Idee hat oder besser mit einer Situation zurechtkommt. Ich weiß dann nicht, ob der Effekt von dem Traum selbst herrührt oder vom Erzählen und Nachdenken über den Traum. 

Trotzdem gibt es mehrere Theorien zum Sinn des Träumens: Während des Schlafes verfestigt und bearbeitet unser Gehirn das, was wir tagsüber gelernt haben. Manche Wissenschaftler vermuten, dass das Träumen dabei eine wichtige Rolle spielt. Ihre Idee ist, dass  beim Träumen das Gehirn neue Information mit alter Information mischt und dann abspeichert. Denn Versuchsteilnehmer berichten, dass sich in ihren Träumen neue mit alten Erfahrungen mischen, die beide häufig emotional miteinander verbunden sind. Der Schlafende bearbeitet Themen, die ihn beschäftigen, und findet durch die Kreativität der Träume möglicherweise Lösungen für seine aktuellen Probleme.

Eine ähnliche Theorie besagt, dass wir uns in Träumen auf Situationen vorbereiten und praktische Fähigkeiten trainieren, die wir später brauchen. Denn auch kleine Kinder erleben schon viel REM-Schlaf, den Schlaf mit den intensivsten Träumen. Dieses Schlafstadium tritt in vier bis fünf Phasen in der Nacht auf und machte ungefähr zwanzig Prozent des Gesamtschlafes bei einem Erwachsenen aus. REM steht dabei für Rapid-Eye-Movement, da sich die Augen unter den geschlossenen Augenlidern schnell hin und her bewegen. In diese Zeit ist das Gehirn am aktivsten ist, im Vergleich zum NON-REM-Schlaf oder Tiefschlaf. Man geht heute davon aus, dass wir auch in den anderen Schlafphasen träumen, aber das bildhafte intensive Erleben ist am stärksten ausgeprägt im REM-Schlaf.

Andere Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir im Traum lernen mit Angstsituationen umzugehen. Alpträume sind dabei nur der Gipfel des Eisberges. Immer wenn man tagsüber eine brenzlige Situation erlebt, verfestigt man im Traum das Wissen, um nächstes Mal diese gefährliche Lage zu umgehen. Denn wer Gefahren vermeidet, hat eine höhere Überlebenschance.

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/hirnforschung-wie-traeume-entstehen-1.937877

https://www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/warum-traeumen-wir

Hoffe ich konnte dir Helfen.
Schönes Wochenende! (:

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Meine verehrten Professoren der University of California/San Francisco für Psychologie und Psychiatrie, haben die Traumdeutung entschärft. Träume haben ihre verarbeitende Funktion für Erlebtes, sind aber eigentlich der "Restmüll" der Seele. Schaust Du in Deinem Mülleimer oder im Müllcontainer nochmal nach, was Du da reingetan hast? Ich nicht. So: take it easy!

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