Trauer (tod der freundin/ des freundes)

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6 Antworten

Hey,

ich weiß nicht genau was bei dir passiert ist, deshalb ist es schwierig, hier etwas passendes zu schreiben.

Ich habe vor 2 Jahren mit 18 Jahren meine Mama verloren und letztes Jahr meinen Freund, mit dem ich 4 Jahre lang zusammen war. Wenn du auch einen geliebten und dir wichtigen Menschen verloren hast, dann weiß ich ungefähr, wie du dich fühlst..

Trauer ist bei einem solchen Verlust etwas ganz normales, was du auf jeden Fall zulassen solltest, wenn es irgendwie geht.. Nach einem solchen Verlust fühlt man sich oft wie tot/ erstarrt (so war es zumindest bei mir der Fall) und hat das Gefühl, keinen Schritt mehr weitergehen zu können. Ich wusste auch nicht mehr wie ich weitermachen soll und habe für mich keine Perspektive mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl (und habe dieses Gefühl ach heute noch sehr oft), dass dieser Schmerz und die Sehnsucht nach diesen Menschen niemals enden oder auch nur annährend besser werden wird..

Ich habe dann eine Therapie angefangen und das würde ich dir auch raten! Psychologen sind nichts schlimmes- im Gegenteil: Mein Therapeut ist einer der tollsten Menschen, den ich jemals treffen durfte- und er hat es ganz langsam geschafft, mich immer ein Stück weiter aus dem Loch zu ziehen.

Du hast weiter unten geschrieben, dass du bei einem Psychologen Angst hast, dass nochmal alles hoch kommt: Glaub mir, das würde spätestens sowieso dann passieren, wenn das Ereignis genau ein Jahr zurückliegt- am Todestag also. Es ist extrem wichtig, dass du das Geschehene aufarbeitest und für dich zumindest zu großen Teilen verarbeitest. Das ist ein langer und teilweise auch verdammt harter Weg, weil er unglaublich weh tut- aber danach wird es dir hoffentlich ein Stück weit besser gehen. Ich bin jetzt 2 Jahre in Therapie und beginne erst jetzt, den Tod meiner Mutter langsam zu verarbeiten. Ohne meinen Therapeuten würde ich das nicht schaffen, deshalb: Hab den Mut und das Vertrauen und vereinbar einfach mal einen Termin..

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft, den vor dir liegenden Weg zu gehen! :)

Lg Ju

Mein herzliches Beileid wegen den großen Verlust. Und danke für deine Antwort.. Du scheinst genug Ahnung zu haben um auf dein Wort zu vertrauen und da ich es aus eigener Kraft nicht mehr schaffe aufzustehen um mein Leben auf die Kette zu kriegen, werde ich um den Weg zum Psychologen wohl nicht mehr drum rum kommen. Nochmal vielen Dank ich hoffe es hilft mir. Und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg dabei den Tod deiner Mutter verkraften und verarbeiten zu können.

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Das tut mir leid. Ich kenne das so ähnlich, ich war ziemlich allein, hatte keine richtigen Freunde, lernte dann jemanden kennen... Du musst dir klar werden dass du es nicht ändern kannst, das Leben geht weiter, also Kopf nach vorne. Die Trauer wird natürlich vergehen. Plagt dich ein Schuldgefühl ? Mache dir bewusst, dass er/sie in deinem Herzen bleibt. Ich wünsche dir viel Glück und Kopf hoch!

Ich habe mich leider mit ihr verstritten kurz vor ihrem Tod.. sie war gerade mal 18 Jahre alt. Es gibt viele Dinge die ich ihr gerne mit auf den Weg gegeben hätte. Sie fehlt mir jede Sekunde! Alle bewältigen ihr Leben so leicht .. aber ich kann einfach nicht. Jeder Gedanke am Tag gilt ihr.

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Hi, ich weiß zwar nicht was passiert ist, ich kann dich aber vollkommen verstehen..meine Cousine (meine Lieblings Cousine und Vorbild) ist vor 11 Monaten bei nem Straßenbahnunfall gestorben. Ich war da 13 Jahre alt und litt schon vorher unter leichten Depressionen..ich war gefangen in der Trauer..meine Mutter und meine Schwester hatten kaum Trauer aber ich hab alles in mich hinein gefressen weil ich mich geschämt habe..irgendwann ist es dann aus mir herausgebrochen. Ich wurde nur noch aggressiv und meine Schulnoten sind ständig gesunken. Ich konnte so nicht mehr weiterlebe und desswegen bin ich zu meiner Mutter gegangen und hab ihr alles erzählt..sie ist mit mir zum Psyochlogen gegangen und dann ging nur noch alles aufwärts..ich leide jetzt zwar immer noch unter leichter Trauer aber ich hab meine Aggressionen und so im Griff..

Ich würde an deiner Stelle ebenfalls zur Psycho gehen weil sie zieht sich aus einem Loch und hilft dir wirklich sehr, sehr dolle. :)

Was du nie vergessen darfst..verstorbene Menschen leben weiter, nur in einer anderen Welt! <3 und auch wenn's nur ein kleines geschehen ist was dich an die Person erinnert, es ist ein Zeichen das diese Person weiterlebt! <3 Viel Glück! :)

Hallo, ich weis wie es dir geht .. :// heute hat meine Oma geburtstag wo auch gestorben ist und es ist wichtig positiv zu denken ich weis ja nicht genau was passiert ist aber denk so ..

Er/ Sie muss jz. nicht mehr leiden und ist an einem besseren ort & Sie werden dir immer in erinnerung bleiben das darfst du nie nie nieeee vergessen sie sind immer bei dir im ♥

Viel Glück & gute besserung

vielen dank. Und mein Beileid wegen deiner Oma

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Vor 2 Wochen ist mein Onkel im Alter von 45 Jahren verstorben. Seine Frau und seine 2 Kinder 18 und 20 sind halt "übrig" geblieben.

Es war ein eigentlich recht interessant wie unterschiedlich die 3 versuchen das ganze zu bewältigen.

Es gibt da einfach kein Richtig oder Falsch. Jeder hat sein Tempo und seine Art.

Ich hab jetzt zum Glück noch keine Freundin / Ehefrau verloren sondern "nur" Verwandte. Ich komme aus einer sehr großen Familie und irgendwie gab es Begräbnisse und die Sache mit dem Tod schon seit dem ich klein bin.

Bei dem Begräbnis bin ich eigentlich immer relativ gefasst und bin da eher emotionslos. Bei mir kommt das dann immer erst Tage später "hoch" und dann geh ich eigentlich immer zum Grab und bete und versuch doch meine Gedanken zu sammeln. Ich selber brauch zum Beispiel keinen mit dem ich darüber rede.

Mein Beileid. Ich bin auch sehr oft alleine am Grab und denke so viel nach. Doch wenn ich dort sitze kommen mir meist die Tränen weil ich über das Geschehniss nicht hinweg komme. Wir hatten noch soviel vor.. 2 junge liebende Menschen mit einer großartigen Zukunft. DACHTE ICH

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@niap7

Danke.

Ich hab jetzt auch die anderen Sachen von dir gelesen und wenn du bist jetzt selber nicht damit "abschließen" hast können musst du unbedingt mit jemanden darüber reden auch wenn zu 100% alles wieder "hochkommt" anders wirst du nicht weiter kommen.

Du musst jemanden erzählen was war und was du noch alles machen wolltest.

Glaub mir ich war nach einem Schicksalsschlag in so einer ähnlichen Situation und hab das 2 Jahre vor mir hergeschoben.

Es gibt ein sehr interessantes Buch zum Thema Psychologen das kann ich dir nur empfehlen "Da gehen doch nur Bekloppte hin: Aus dem Alltag einer Psychotherapeutin"

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@schreiberhans

Der Titel klingt ja schonmal gut :) da werde ich mich mal schlau machen.

Reden hat mich bisher nur zu Tränen gerührt .. es bringt mir sie schließlich nicht zurück. Nunja vielleicht kommt mit der Zeit eine andere Sichtweise das alles ist ja noch relativ frisch. Danke für die Empfehlung

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Hallo. Geh am besten zu einem Psychologen, der hilft dir, deine Problem und Sorgen zu verarbeiten. Mein Beileid, und alles Gute auf dem Weg der Besserung.

[Rechtschreibfehler sind Ausdruck von Freiheit und zeigen Kreativität] Bei Fragen melde dich einfach bei mir. mfg gunz97USA

Ich weiß nicht wie ich mir einen Besuch beim Psychologen vorstellen kann.. ich verbinde das direkt mit Menschen die irgendeine Macke haben. Hast du Erfahrungen?

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@niap7

Ja habe Erfahrung. Dachte das erst auch so, aber ich konnte einfach nicht mehr weil ich vor ziemlich allem Angst hatte. Meine Freundin hat mich begleitet, und von besuch zu besuch gehts mir besser. Bei einem Psychologen sind solche Leute denen es einfach nicht so gut geht. Die Fälle, die du dir vorstellst, sind eher beim Psychiater anzutreffen.

mfg

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@gunz97USA

Ich habe bereits eine Überweisung zum Psychologen und habe auch schon mit vielen Personen geredet die dies ebenfalls als einzige Lösung sahen. Ich bin ein Mensch der den größten Teil mit sich selbst vereinbart. Ich weiß nicht ob es gut ist nochmal direkt auf das Thema einzugehen..ich habe Angst das alles nochmal richtig hoch kommt.

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@niap7

Das ist klar das du davor angst hast, aber das wirst du müssen, damits dir besser geht.

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